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El Paso


Texas

Fort Bliss: Eine Revolution erschütterte Mexiko

Eine Revolution erschütterte Mexiko
Erst 1911 zogen wieder dunkle Wolken am Horizont auf. Eine Revolution erschütterte Mexiko.
Francisco Madero war der Anführer der Revolutionäre, die sich gegen die Diktatur von Porfirio Díaz erhoben. Obwohl die Vereinigten Staaten ihre Neutralität in dieser innermexikanischen Angelegenheit bekundeten, beorderte das Verteidigungsministerium Kampftruppen nach Fort Bliss.
So wurden Kavallerie-, Infanterie- und Artillerie-Einheiten hierher verschoben. Ihre Aufgabe bestand darin, die Grenzen zu Mexiko zu schützen und illegale Machenschaften wie Schmuggel, Spionage und Infiltration etc. zu unterbinden.

Schon 1911 hatten die Truppen Maderos über die Regierungstruppen gesiegt und Diaz erklärte seinen Rücktritt.
Bis 1913 war Francisco Madera der mexikanische Präsident.
Länger sollte seine Amtszeit auch nicht andauern, denn in diesem Jahr begann der zweite Akt der mexikanischen Revolution mit der Ermordung Maderas durch den General Victoriano Huerta.

Huerta gelang es nicht, die Revolution zu beenden. Die Allianz, die sich ihm im eigenen Land in den Figuren von Venustiano Carranza, Doroteo Arango alias Pancho Villa, Alvaro Obregon und Emiliano Zapata entgegenstellten und der außenpolitische Druck der Vereinigten Staaten zwangen Huerta schon 1914 zum Rücktritt.

Das war der Startschuß für den dritten und blutigsten Akt der mexikanischen Revolution. Die Revolutionäre bekämpften nun nicht nur die regierungstreuen Truppen, sondern fingen an, ihre eigenen Leute zu bekämpfen. Villa und Zapata waren mit der Führung von Carranza/Obregon alles andere als einverstanden. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, an dem sich Amerika einmischte. Zuerst unterstützten die USA Pancho Villa.

Aber nach und nach versagten sie ihm ihre Unterstützung und schlugen sich auf die Seite von Carranza. 1915 erkannten die Vereinigten Staaten Carranza als neuen mexikanischen Präsidenten an. Pancho Villa aber sann auf Rache. Und schon am 9.3.1916 rächte er sich zusammen mit Emiliano Zapata. Beide überschritten mit ihren Truppen die amerikanische Grenze und überfielen die Stadt Columbus in New Mexiko. Fast die ganze Stadt wurde zerstört.

Auf amerikanischer Seite gab es viele Tote. Fort Bliss, dass nur ungefähr 50 Meilen von Columbus entfernt lag, setzte eine Strafexpedition unter dem Kommando des dort stationierten General John J. Pershing in Marsch um die Verfolgung von Villa aufzunehmen. Bis tief nach Mexiko hinein verfolgte Pershing die Truppen Villas. Anfangs begrüßte Präsident Carranza die Strafmaßnahmen der USA.

Jedoch von Tag zu Tag wurde der Groll der mexikanischen Bevölkerung gegen das Eindringen der ausländischen Truppen immer lauter und Carranza mußte sich dem Willen seines Volkes beugen.
Er beorderte nun sogar aus diesem innenpolitischen Druck heraus seine Truppen zum Schutze derer von Villas zwischen die Flanken der amerikanischen Truppen.

Diese Aktion war eine höchst gefährliche Angelegenheit, denn der kleinste Funke hätte ausgereicht und Amerika und Mexiko hätten sich im Kriegszustand befunden.
Wie brenzlig die Situation war, kann man daran erkennen, das der damalige US-Präsident Woodrow Wilson die Mobilmachung von 100.000 Soldaten anordnete und sie auf drei Militärlager rund um Fort Bliss verteilen ließ. Das war die größte Truppenkonzentration seit dem amerikanischen Bürgerkrieg. Erst als die Vereinigten Staaten die Strafexpedition für beendet erklärten und General Pershing den Rückzug befahlen, flaute die Krise allmählich ab.

Nachtragend bliebe noch zu sagen, dass es Pershing nicht gelang Villa zu stellen und zur Verantwortung zu ziehen. Es gelang ihm nur, die Truppen Villas aufzureiben und in die Flucht zu schlagen. Nach diesem Mexiko Abenteuer zogen sich die US Verbände wieder nach Fort Bliss zurück.

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Fort Bliss, El Paso, Texas
Fort Bliss, El Paso, Texas

Fort Bliss, El Paso, Texas
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