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U.S. Geschichte

Details vom Sezessionskrieg - der amerikanische Bürgerkrieg, Teil 2

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US-Flagge


Der Bürgerkrieg beginnt

Lincoln mußte handeln. Sein einziges Ziel in diesem Krieg war die Erhaltung der einzelnen Staaten in der Union, unter der gemeinsamen Verfassung der Vereinigten Staaten. Er befahl den Staaten des Nordens eine Freiwilligenarmee, bestehend aus ca. 80.000 Kombattanten aufzustellen und die Rebellion niederzuschmettern. Einige, noch dem Norden gesinnte Staaten weigerten sich und schlossen sich ebenfalls den Konföderierten an. Es waren die Staaten Arkansas, North Carolina, Virginia und Tennessee. Die Staaten Missouri, Maryland und Kentucky sympathisierten mit dem Süden. Als einziger Südstaat blieb Delaware in der Union.

Die Abspaltung zerriß ganze Familien. So kämpften Freunde gegen Freunde, Brüder gegen Brüder und Väter gegen Söhne. Beide Lager gingen davon aus, dass die militärischen Streitigkeiten nur von kurzer Dauer sein würden. Jede Seite ging von einem Sieg über den anderen aus. Nüchtern betrachtet und rein zahlenmäßig war es von Anfang an ein ungleicher Kampf, denn der Norden war sowohl an Menschen, als auch an Material dem Süden haushoch überlegen. Die militärische Überlegenheit des Nordens war 3:1. Nur nüchtern betrachtete noch nie ein Politiker im Vorfeld solche Statistiken. Und die Südstaaten hatten allen Grund zu kämpfen - ging es doch um ihre Unabhängigkeit, koste es was es auch immer kosten würde. Die Taktik des Südens nach dem Beschuß von Fort Sumter war eine Defensive. Agieren mußte der Norden. Im Juli 1861 marschierte eine Armee, bestehend aus 35.000 Soldaten, in Richtung Richmond, der Hauptstadt der Konföderierten. Als die Streitmacht ca. die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatte, stieß sie auf eine konföderierten Armee gleicher Stärke. Die Schlacht bei Bull-Run, war blutig, und bescherte dem Süden einen grandiosen Sieg über den Norden. Jetzt aber machten die militärischen Befehlshaber der Konföderierten einen schweren taktischen Fehler: hätten sie nachgesetzt und wären weiter in Richtung Washington marschiert, um die Stadt einzunehmen dann hätte der Süden vielleicht mit einer Schlacht den Krieg schon gewinnen und beenden können. Die Generäle zauderten und somit ging das Morden und Abschlachten auf beiden Seiten weiter. In den folgenden zwei Jahren erlebten die Truppen des Nordens weitere schwere militärische Niederlagen. Die anfänglichen Erfolge der Konföderierten waren darauf zurückzuführen, dass sie von alten und erfahrenden Offizieren befehligt wurden, die zuvor noch in der Unionsarmee ihren Dienst versahen. Damit war das Offizierskorps der Union entscheidend geschwächt, aber von Schlacht zu Schlacht lernten diese aus ihren Fehlern und sammelten Erfahrungen.

Nur in einem Teilbereich konnte die Union während der ersten zwei Kriegsjahre punkten. Die durch eine Seeblockade abgeschirmte Küste der Südstaaten zeigte Wirkung. Der Süden war von den für ihn so überlebens- und kriegswichtigen Handelsbeziehungen zu Europa und Asien abgeschnitten. Die Wende im Bürgerkrieg war eingeleitet. Im Sommer des Jahres 1863 eroberte General Ulysses S. Grant die von den Konföderierten besetzte Stadt Vicksburg. Als sich wenig später Port Hudson ergab, war der gesamte Flußverlauf des Mississippi unter der Kontrolle der Unions-Armeen. Der Oberkommandierende der Konföderierten, General Robert E. Lee, ließ seine Truppen nun über den Potomac setzen und marschierte von Maryland kommend nach Pennsylvania ein. Seine Strategie sah vor, die Unionsarmee in einer offenen Feldschlacht entscheidend zu schlagen. Präsident Lincoln und sein Generalstab erkannten seinen Plan und nahmen die Herausforderung an. Am 30.6.1863 ließ er eine aus 80.000 Mann bestehende Armee die Verfolgung der Konföderierten Armee aufnehmen. Lee, der unter dem starken Erfolgsdruck seiner Vorgesetzten stand, hatte nicht die Wahl, sich aus strategischen Gründen im Rückzug zu üben, er mußte sich der Schlacht stellen. Er mußte die Schlacht gewinnen. Erste schwere Kämpfe gab es bei Gettysburg. Die Geländebedingungen für einen siegreichen Kampf waren nicht gegeben. Lee blieb offensiv und am 2.7.1863 gab er seinen Generälen Richard Ewell, John Hood, George Pickett und James Longstreet, ohne die Truppenstärke des Gegners zu eruieren, den Befehl zur Attacke. Drei Tage und drei Nächte dauerte die Schlacht bei Gettysburg. Lange sah es so aus, als würden Lee's Truppen den Sieg erringen. Aber letztendlich machten sich die Unionstruppen auf Grund Ihres besseren Standortes die Topographie zum Verbündeten, indem sie die Anhöhen besetzt hielten und somit die Gesamtlage besser überblicken konnten und infolge dessen auch strategisch besser agieren konnten. General Lee wußte, dass er diese Schlacht nicht mehr gewinnen konnte. So setzte er alles auf eine Karte und befahl General Longstreet einen Frontalangriff auf die Unionsstellungen. Longstreets Proteste wider dieses sinnlosen Befehls verhallten und so mußte er mit seinen 70.000 ihm unterstellten Soldaten den Angriff wagen. Die Sache ging schief und von den 70.000 Soldaten überlebten nur einige wenige. Die Divisionen General Pickett's wurden ebenfalls völlig aufgerieben. Die von Lee herbeigesehnte entscheidende Schlacht endete in einem Desaster für die Konföderierten.

Gettysburg ging in die Geschichte als die blutigste Schlacht ein, die jemals auf amerikanischem Boden geführt wurde. Der Krieg war aber noch nicht zu Ende, weil die Moral und die Entschlossenheit der konföderierten Armee noch nicht gebrochen waren. Am 4.7.1863 traten die Restbestände der konföderierten Armee den geordneten Rückzug nach Maryland an. Die Bevölkerung des Südens glaubte fest an eine Allianz mit den Engländern und tatsächlich schickte die englische Königin Victoria einen Unterhändler, Arthur Freemantle, zu Verhandlungen nach Richmond. Im Generalstab glaubte jedoch niemand mehr daran, dass die Engländer auf Seiten der Konföderierten in den Krieg eingreifen würden. Und das sollte sich bewahrheiten - England hatte nicht vor, wirklich eine Regierung zu unterstützen, die mit allen Mitteln an der Sklavenhaltung festhalten wollte. Anfang des Jahres 1864 unternahm General Grant nochmals den Versuch, Richmond zu erobern. Die enormen Ressourcen des Nordens an Material und Mannschaften machten sich immer mehr bemerkbar und waren wohl auch kriegsentscheidend. Grant's Divisionen rückten unaufhaltsam vor. Selbst der Verlust von 60.000 Männern in vereinzelten Scharmützeln, konnte die Unionsarmeen nicht aufhalten auf ihrem Marsch nach Richmond. Im Juni 1864 belagerte Grant die Stadt Petersburg. General Sherman belagerte gleichzeitig mit seinen Divisionen Atlanta. Nach der Kapitulation Atlantas im September 1864 verlegte auch Sherman seine Divisionen in Richtung Richmond. Im Februar 1865 ergab sich Columbia der Übermacht des Nordens, Charleston wurde evakuiert. Jetzt im Frühjahr 1865 hatten die Unionsarmeen alle strategisch wichtigen Punkte im Süden erobert und unter ihrer Kontrolle. Am 2.4.1865 standen nun auch Shermans Truppen vor der Rebellen-Hauptstadt Richmond. General Lee erkannte die Sinnlosigkeit und floh mit seinen Verbänden. Die Wut der Unionstruppen war so groß, dass sie Richmond dem Erdboden gleichmachten und niederbrannten. Erst eine Woche nach seiner Flucht kapitulierte Lee offiziell. Der blutige amerikanische Bürgerkrieg, der mehr als 600.000 Menschen das Leben gekostet hatte, war beendet. Mit der Kapitulation des Südens wurde auch die nationale Einheit wieder erneuert. Mit das wichtigste Ergebnis dieses Krieges war die Abschaffung der Sklaverei. Vier Millionen schwarze Sklaven erhielten nach dem Kriegsende Freiheit und Rechte. Die Abschaffung der Sklaverei wurde im Dezember 1865 als 13. Zusatz in die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika aufgenommen.

Ort Datum Sieg
Fort Sumter 12.4.-14.4.1861 Konf.
Schlacht bei Bull Run 21.6.1861 Konf.
Fort Henry 6.2.1861 Union
Fort Donelson 16.2.1861 Union
Shiloh 6.4.-7.4.1862 Union
Jacksonsvalley 4.5.-6.5.1862 Konf.
Fair Oaks 31.5.-1.6.1862 Union
Seven Days 25.6.-1.7.1862 Konf.
2.Schlacht bei Bull Run 29.8.-30.8.1862 Konf.
Antietam 17.9.1862 Union
Perryville 8.10.1862 Union
Fredericksburg 13.12.1862 Konf.
Stones River 31.12.62-2.1.1863 Konf.
Chancellorsville 1.5.-4.5.1863 Konf.
Vicksburg 19.5.-4.7.1863 Union
Gettysburg 1.7.-4.7.1863 Union
Chickamauga 19.9.-20.9.1863 Konf.
Chattanooga 23.11.-25.11.1863 Union
Wilderness 5.5.-9.5.1864 Union
Spotsylvania 8.5.-12.5.1864 Konf.
Cold Harbor 3.6.-1884 Union
Kennesaw Mountain 27.6.1864 Konf.
Petersburg 20.6.64-2.4.1865 Union
Mobile Bay 5.8.1864 Union
Atlanta 2.9.1864 Union
Franklin 30.11.1864 Union
Nashville 15.12-16.12.1864 Union
Appomattox 9.4.1865 Kapitulation der Konf.

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Geschichte

Abe Lincoln; Bild aus dem National Archive and Record Administration
Abe Lincoln; Bildmaterial aus dem National Archive and Record Administration

   
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Document Information
Sources: magazinUSA.com; Images: National Archives and Record Administration
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