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U.S. Geschichte

Im Detail: Die Reise von Lewis & Clark

Lewis und Clark - das ist gleichbedeutend mit einem Stück amerikanischer Pionier-Geschichte.

Der Initiator dieser Expedition war der amerikanische Präsident Thomas Jefferson, dessen Ziel die Ausdehnung nach Westen war. Obwohl der Amerikaner Robert Gray 1792 die Mündung des Columbia River entdeckte und damit den amerikanischen Anspruch auf das Gebiet untermauerte, hatte um das Jahr 1805 die englische North West Company, die den Pelztierhandel in diesem Territorium betrieb, das Sagen.

Louisiana Purchase Im Jahr 1803 kaufte Thomas Jefferson Napoleon Bonaparte im sogenannten "Louisiana Purchase" das Gebiet zwischen Mississippi und den Rocky Mountains ab.
Den Preis, den Napoleon dafür verlangte, betrug 15 Millionen Dollar - sicher war dieser Deal aus heutiger Perspektive ein Schnäppchen und eine grossartige Idee.

Der Landkauf verdoppelte das Staatsgebiet der Vereinigten Staaten mit einem Schlag, aber das schien nicht genug und so sollte das "Oregon Country", das westlich davon lag, nach Jefferson's Anscht den jungen Vereinigten Staaten ebenfalls noch hinzugefügt werden.
Jefferson's Plan war es, dass die amerikanischen Trapper und Pelzhandelsgesellschaften auch an dem lukrativen Handel mit den wertvollen Pelzen partizipieren sollten. Den Hintergedanken, den er dabei hatte: Er wollte den Handel der Engländer beenden. Thomas Jefferson entschied sich für eine äußert kluge Strategie: es gab eine wissenschaftliche Expedition zur Erforschung der Fauna und Flora und des Gebietes in Auftrag.
Mit dieser Aufgabe betraute er seinen Sekretär Meriwether Lewis, der im übrigen weder Botaniker, noch Biologe und auch kein Geograph war, sondern Offizier in der US-Army sowie William Clark, einen Freund von Lewis.

Vorbereitungen
Eine Mannschaft bestehend aus 29 Männern, Wägen, Pferden, Booten, Kanus, Kisten mit Proviant und Geschenken für die Indianer und Waffen für den Schutz vor Indianerüberfällen - diese Waffen, um es vorwegzunehmen, wurden nicht gebraucht, die Indianer waren friedlich, nicht zuletzt weil es die Expeditionsteilnehmer auch waren und zudem noch eine Indianerin als Dolmetscherin dabei hatten. Sacagawea, so der Name dieser Indianerin, vom Stamm der Shoshone.

Sacagawea
Sowohl ihr Name als auch ihre Lebensgeschichte sind noch heute vielen Amerikanern ein Begriff und rühren zu Tränen. Als Kind wurde sie bei feindlichen Auseinandersetzungen mit Indianern vom Stamm der Hidatsa entführt und Jahre später an den Franzosen Toussaint Charbonneau verkauft.
Dieser Charbonneau war jetzt einer jener 29 Männer, die an der Expedition teilnahmen. Sacagawea war damals 15 Jahre alt. Mit Fug und Recht darf man behaupten, dass es ihr Verdienst war, dass die Expedition friedlich verlief. Sie war sprachbegabt, sprach gleich mehrere indianische Sprachen und Dialekte und führte während der Expedition die Palaver mit den Indianern über den Verkauf von Pferden und anderen nützlichen Gegenständen die benötigt wurden. Auch als Pfadfinderin in dem unbekannten Gebiet erwies sich Sacagawea als ein Gewinn der Expedition. Selbst bei der Verpflegung der Männer konnten sich ihre Kenntnisse der Pflanzenwelt sehr positiv für die Ernährung der Teilnehmer auswirken.
Sie war es, die die Abenteurer mit ihnen noch völlig unbekannten Früchten, Pflanzen und Wurzeln, versorgte. Dass es zu keinem blutigen Zwischenfall mit Indianern kam, war vermutlich nur ihrer Anwesenheit zu verdanken, denn alle Indianer waren von den friedlichen Absichten der Expeditionsteilnehmer überzeugt. In den Augen der Stämme waren Weiße, die mit einer Indianerin unterwegs waren, gute und friedfertige Menschen. Und Begegnungen mit mit Shoshone- und Blackfeet Indianern gab es reichlich. So an die 40-50 sollen es gewesen sein. Clark war über die Hilfe Sacagaweas so dankbar, das er später sich ihrer Tochter und ihres Sohnes annahm und den Kindern eine Ausbildung ermöglichte.

Aufbruch
Am 14.5.1804 verließen die Männer um Lewis und Clark die Stadt St. Louis und zogen entlang des Missouri River in nördlicher Richtung in des Gebiet des heutigen North Dakota. Dort, im Fort Mandan, schlugen sie ihr Winterlager auf. Die Wintermonate nutzten sie dazu, detaillierte Landkarten zu erstellen, und ihre Erforschungsergebnisse, der Erfahrungen mit hier beheimateten Indianern sowie der Tier- und Pflanzenwelt in den Expeditionstagebüchern niederzuschreiben.

Im Frühjahr 1805, genauer gesagt am 7.4.1805 folgten sie dem weiteren Verlauf des Missouri entlang der heutigen kanadischen Grenze im Montana-Territorium. Dann südwärts dem Fluß folgend. Am 13.6.1805 erreichte die Lewis-Clark Expedition die "Great Falls of the Missouri River" und am 15.8.1805 nach Überwindung der Rocky Mountains, die Quelle des Missouri-River. Was nun folgte, war die Erforschung des Snake River. Anfang November 1805 waren die Explorer an dem Ort, wo der Snake in den Columbia River mündet. Einige Tage später sahen Lewis und Clark zum ersten Mal den Pazifischen Ozean. Das Ziel war erreicht.

Man kann sich aus heutiger Sicht nur allzu leicht vorstellen, das die Überquerung von Bergen und Gebirgspässen sowie das Übersetzen und Befahren von Flüssen, die Teilnehmer der Expedition vor schwierige Aufgaben stellte - welche mit denen sie Tage ja Wochen beschäftigt waren.

Den Winter von 1805 auf 1806 verbrachten alle in einem behelfsmäßigen und eigens für die Expeditionsteilnehmer zusammen gezimmerten Fort "Clatsop". Hier sichteten sie wieder ihre Proben und Materialien und katalogisierten sie in ihren Tagebüchern.

Erfolgreich beendet
Im März des Jahres 1806 machen sich die Forschungsreisenden wieder auf den Heimweg. Allerdings trennen sich Lewis und Clark. Während sich Lewis in nordwestlicher Richtung aufmacht, um den Marias River noch zu erkunden, entschließt sich Clark, den Yellowstone River zu erforschen. Beide treffen im August in North Dakota wieder aufeinander. Gemeinsam beenden sie ihr Abenteuer am 23.9.1806 dort, wo sie es begonnen hatten - in St. Louis.

Nur ein einziger Expeditionsteilnehmer kam durch eine Blinddarmentzündung ums Leben.

Die zahlreichen Aufzeichnungen von Lewis und Clark wurden erst im Jahr 1814 publiziert.
Viele niedergeschriebene Erkenntnisse über die Tier- und Pflanzenwelt veranlaßten Botaniker später, zwei Planzengruppen (Lewisia und Clarkia) nach ihnen zu benennen.
Diese Expedition wird in der amerikanischen Geschichtsschreibung als eine nationale Heldentat betrachtet. Diese Expedition, die ihren Anfang im Mai 1804 in St. Louis nahm und die 29 Teilnehmer bis September 1806 durch den bis dahin unbekannten Westen der Vereinigten Staaten bis an den Pazifischen Ozean, führte. Die gesamte Strecke die das "Corps of Discovery" bewältigte, entsprach einem Drittel des Erdumfangs.

Epilog - und nur der Ordnung halber soll hier noch erwähnt werden, dass Lewis und Clark nicht die ersten waren, die den Kontinent durchquerten. Schon 1793 durchstreifte Alexander Mackenzie, auf einer nördlicheren Route dieses Gebiet und kam bis zum Pazifik. Auch waren Lewis & Clark nicht die ersten, die den Columbia River befuhren - dieser Verdienst gebührt David Thompson.

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Lewis & Clark Trail map
Lewis & Clark Trail

   
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Document Information
Sources: -bg-
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