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Kulturunterschiede USA und Deutschland?

Die USA werden -wie andere Länder auch, die dem eigenen Lebensraum sehr ähnlich erscheinen und nichts 'exotisches' haben- oft nicht als andere Kultur gesehen. Aber wenn Sie bedenken, daß Sie sich erstens sehr wohl im Ausland befinden und zweitens auch in einem Land mit anderer Entwicklungsgeschichte und anderen Wurzeln, dann sollte man dies in Betracht ziehen. Also liegt es nahe, dass einige Dinge anders gehandhabt werden als 'daheim'.

Nehmen wir doch einmal das Beispiel mit der oft zitierten Oberflächlichkeit. Sie begegnen jemandem und kommen schnell in ein Gespäch - Sie mögen zwar die von Ihrem Gegenüber gesagten Worte in Ihrem Kopf richtig übersetzen, aber wenn man nicht eine längere Zeit im fremden Land lebt, dann übersetzt man eben wörtlich und erkennt nicht, was eigenständige Satzgebilde mit besonderer Bedeutung sind.

Beispiel: 'See you later' sagt Ihr Nachbar bei der Verabschiedung (das werden Sie sehr häufig und nicht nur von guten Bekannten hören). So, da sitzen Sie nun und warten, daß er dann später nochmal vorbeischaut. Und dann kommt langsam der Ärger bei Ihnen auf, denn dieser 'Kerl' kommt einfach nicht. 'So ein oberflächlicher Schwätzer...' werden Sie denken, aber die Wahrheit ist: Er hatte gar nicht gemeint, dass er Sie wirklich nochmal (heute) sehen wird, sondern das war einfach nur eine allgemeine und höfliche Verabschiedungsformel.
Waren Sie schon einmal in Bayern? Sagte da jemand zu Ihnen: 'Grüß Gott' ? Meinte der das wörtlich ? Eher nein.

'Go and jump in the lake': wenn das mal jemand zu Ihnen sagt, dann war es keine Einladung, daß Sie im See ein kühles Bad nehmen sollten; es wäre eine direkter Rausschmiss (den Sie hoffentlich nicht erleben). 'How are you?' oder 'How's it going' und viele andere Varianten davon sind eine Begrüßungsformel, die sehr unterschiedlich beantwortet wird. Es hängt da von der Situation, vom Landstrich und der Person ab, die Sie das fragt. Wenn Sie nichts falsch machen wollen, dann können Sie immer hübsch mit: 'Fine, thank you. How are you?' kontern, wie es Ihnen Ihr Englischlehrer beibrachte - damit machen Sie nichts falsch. Es ist eine Höflichkeitsform am Beginn eines Gespräches, auch am Telefon, worauf der Gegenüber kurz mit z.B. 'good' oder was anderes antwortet und die Frage zurückgibt. So, werden Sie jetzt sagen, 'also doch ein oberflächliches Gehabe!'. Aber hier kommt die Sache mit der anderen Kultur wieder ins Spiel: Betrachten Sie den Gegenüber einfach als jemanden, der ein Ritual, eine Zeremonie ablaufen läßt, die in seiner Kultur, in seinem Land, so üblich ist. So wie sich ein Japaner verbeugt oder gleich mal die Schuhe auszieht.

In New York interessiert es den Fragenden vielleicht oft wirklich nicht, was Sie antworten oder gar, ob Sie antworten...es ist einfach nur eine Begrüßung wie 'Guten Tag'. In New York City muß alles sehr schnell gehen. Sind Sie jedoch mal wieder zu einer Dinner Party in NYC Upper East eingeladen und Ihre Gastgeber fragen Sie, dann meinen Sie es vielleicht wirklich so und warten auf Ihre Antwort!
Aber lassen Sie uns nicht über New York sprechen, da ist sowieso alles anders und was an der einen 'Straßenecke' noch gilt, ist an der nächsten Vergangenheit....

Im Geschäftsleben ist es ebensfalls für einen Europäer -oder gar einen Japaner- etwas verwunderlich, wie schnell in 'Amerika' zum Punkt gekommen wird. Es wird nicht lange vorher drum herum geredet. Man ist sozusagen nach der Begrüßung gleich beim Thema. Also scheuen Sie sich nicht, daß auch so zu machen. Wenn das Geschäftliche erledigt ist, dann kommt man gegebenenfalls zum persönlicheren Teil.
Tja, dann ist da noch der Handschlag. Sie als Europäer sind es gewohnt, den immer gleich zu Beginn einer Begrüßung in Ansatz zu bringen. Das ist vollkommen ok, denn Ihr amerikanischer Gegenüber sollte sich ja ebenfalls darüber bewußt sein, daß er es mit jemanden aus einer anderen Kultur zu tun hat. Es soll auch nur gesagt werden, daß man sich hier oft erst nach dem Treffen bei der Verabschiedung die Hand reicht - beim Anfang des Treffens nicht, was nicht als Unhöflichkeit Ihnen gegenüber oder Ungehobeltheit auszulegen ist.

Wenn man mehr über die 'andere Kultur' lernt, dann versteht man besser, wie der andere das Gesagte oder die Geste gemeint hat. ...und Sie sitzten nicht auf Ihrem Sofa und warten auf den Nachbarn...

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