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Fortsetzung: Wie kann man als Bounter Hunter Kundschaft finden? Kopfgeldjäger und ihr Verhältnis zur Polizei.

Gesetzesgrundlage

Grundlage hierfür ist ein Gesetz aus dem Jahr 1872, das vom Supreme Court erlassen wurde und auf den Fall Taylor vs. Taintor begründet ist. Das Gesetz besagt, dass sowohl der Bail Bondsman als auch der Bounty Hunter, wann immer er beschließt einen Flüchtigen zu verfolgen, berechtigt ist, diesen eben auch zu verfolgen und ihn den Justizbehörden zu überstellen. Ist eine Auslieferung nicht möglich, so darf er diesen arrestieren - solange, bis es möglich ist, ihn dem Sheriff zu überstellen. 
Der Bail Bondman/Bounty Hunter darf ihn (den Flüchtling) über Grenzen hinweg verfolgen, ihn sogar am Wochenende festnehmen und wenn es nötig ist, sogar dessen Tür einschlagen, bzw. in dessen Haus eindringen. Ein Haftbefehl oder gar Durchsuchungsbescheid ist nicht erforderlich. 
Das Gesetz hat bis zum heutigen Tag bestand.

Verhältnis zur Polizei

Dennoch wird das Recht, das sich aus dem oben erwähnten Gesetz ableitet und den Bail Bondsmen und/oder deren Vertretern besondere Rechte in der Verfolgung von flüchtigen, mutmaßlichen Straftätern einräumt, von den zuständigen Polizeibehörden häufig in der irrigen Annahme, dass dies nicht den Gesetzen entspräche, abgelehnt und führt oft zu Missverständnissen. So wurden beispielsweise zwei Kopfgeldjäger 1984 -kurz nachdem sie einen Flüchtigen gefasst hatten-  wegen Kidnapping verhaftet und zwei Jahre zuvor kam es zwischen dem amerikanischen Außenministerium und dem Staat Kanada zu Spannungen, weil ein Bounty Hunter einen Flüchtigen von Kanada nach Florida deportiert hatte. Auch dieser Kopfgeldjäger wurde wegen Kidnapping verhaftet.
Um solche unliebsamen Begegnungen mit den Behörden zu umgehen und um Mißverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen, haben viele Bounty Hunter gleich mehere Schriftstücke dabei, die die Rechtmäßigeit ihrer Arbeit bestätigen. 


So ist auf jeden Fall eine Kopie der Entscheidung des Supreme Court von 1872 darunter, ferner haben sie ein Schreiben des Rechtsanwalts vom Bail Bondman und einen Brief von der Bail Bond Agentur, aus der hervorgeht, dass es bei dem Gesuchten um einen Kautionsflüchtling handelt.

Kundschaft finden

Wie akquiriert ein Bounty Hunter, der keine Verbindungen zu einer Bail Bond Agentur hat, seine "Kunden"?
Nun er braucht bloß in ein Gerichtsgebäude gehen und anhand der Unterlagen, die für jedermann zugänglich sind, nach den Aktenzeichen suchen und somit eine Verbindung zu den Bail Bond Agenturen herzustellen. 
Eine andere Möglichkeit ist, sich im Internet die Police Department Seiten aufzurufen. Fast jedes Department veröffentlicht die "meist gesuchten Verbrecher" der Stadt (siehe in unserer Box unten die Webadressen). 

In aller Regel haben die Bail Bond Agenturen nichts dagegen, wenn sich freischaffende Bounty Hunter auf die Suche nach den Flüchtigen begeben. Meist sind dann die Prämien bei einem Erfolg geringer oder sogar ganz kostenfrei, denn nicht wenige "Freie" bieten ihren Service die ersten Male kostenlos an, um dann bei erfolreicher Arbeit in Zukunft mit den Bail Bondsmen zusammen arbeiten zu können. 
Bei dieser Art von Akquirierung können die Agenturen das Engagement und die Fähigkeiten der Bounty Hunter ohne jedes Risiko testen. Haben die Bounty Hunter ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt, so ergibt sich in der Folge eine oft jahrelange Zusammenarbeit. Die Bounty Hunter werden dann, wie zu Zeiten des Wilden Westens,  regelmäßig mit den Fahndungsplakaten (Wanted Persons Posters) versorgt bzw. erhalten sie heute eMails mit Listen ihrer "Klienten".

Es erübrigt sich wohl zu erwähnen, dass dieser Job nichts für "Weicheier" ist. Es ist eine gefährliche Arbeit, denn die meisten "Kunden" sind keine Lämmer, sondern gefährliche Straftäter, die sich im Drogen,- Rotlichtmilieu bewegen und/oder anderer schwerer krimineller Sraftaten beschuldigt werden. Die Kunden die "nur" wegen zivilrechtlicher Vergehen gesucht werden und eher als harmlos eingestuft werden, sind selten. 
Eine Statistik besagt das die Bounty Hunter jährlich zwischen 26.000 und 30.000 Kautionsflüchtlinge einfangen und sie wieder der Justiz überstellen.

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Bail Bond Men sind Kautionssteller.

   
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