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Tattoo Geschichte

Seeleute, Rocker und Ex-Knacki's - so oder ähnlich lauten die Pauschalurteile, denen der Tätowierte in der viktorianisch anmutenden Welt begegnet.
Wie passen Frauen in das Seeleute Klischee? Eine tätowierte freie Schulter in der Oper? Nun, einen schnellen Blick sicher allemal wert, ansonsten natürlich "verwerflich"? Der alte Kampf zwischen bravem Bürger und revolutionärer Jugend?
Wie kam es zur Tätowierung, zur gesellschaftlichen Ächtung und Rehabilitation?

Geschichte
Die Geschichte zeigt das Tattoo in anderem Licht. Könige und bürgerliches Volk, polynesische Seefahrer Völker im Südpazifik und natürlich auch Seeleute - sie alle trugen ihn, den Körperschmuck. Belege und Berichte aus Ägypten, Grönland, Japan und Neuseeland geben Auskunft darüber, wie alt die Tradition eigentlich ist. Bei den Maori's und Insel Bewohnern im Pazifik diente die permanente Körperkunst oft zur Abgrenzung der sozialen Klassen, aber auch als religiöses Symbol für das Leben nach dem Tod.
Japaner kennen seit dem späten 18. Jh. den "body suit", eine Ganzkörper-Tätowierung, die als Protestaktion gegen den Erlass des Verbotes von bestimmten Kimonos, die bei verbotenen Feierlichkeiten getragen wurden, zu verstehen war. Nun tätowierte man sich schlichtweg die bunten Symbole auf die Haut. Aber Japan hat einige Wandlungen in seiner Stellung zum Tattoo durchwandert. Um 300 n.Chr. findet man Aufzeichungen, die darüber berichten, dass Tätowierungen in Japan als Schmuck getragen wurden. Dies änderte sich in den folgenden Jahrhunderten drastisch. Vermutlich übernommen von den Chinesen, die Tattoos als barbarisch betrachteten (ausser z.B. von den Drung und Dai Minderheiten), wurde das Tätowieren ab ungefähr 600 n.Chr. auch in Japan geächtet und -wie bei den Chinesen schon vorher- als Kennzeichnung für Kriminelle benutzt.

Auch auf dem nordamerikanischen Kontinent stiessen die Entdecker im 17. und 18. Jh. auf einheimische Stämme, die schon seit langer Zeit das Tätowieren kannten und es in sozialem oder religiösem Sinne gebrauchten. Zugehörigkeit zu einem Stamm oder Heldentaten in Schlachten konnten durch Tattoo's ausgedrückt werden. Oder man wollte furchteinflössend auf Feinde wirken, wie es der Stamm der Huronen zum Beispiel praktizierte. Bei den Inuiten im kalten Norden war die Tätowierung bei Frauen ein Ausdruck von Reife. Frauen der Osage und Cree sahen einen Schutz vor dem Bösen sowie Krankheiten durch Linien und Punkt-Tätowierungen am Kinn gegeben. Mohave-Frauen hingegen wollten ihre Schönheit unterstreichen. Europäer, die nach Nordamerika kamen, betrachteten diese Tätowierung oft als heidnisch oder sogar teuflisch.
Insgesamt zeigen die Aufzeichnungem der frühen Reisenden und Entdecker in der Welt, dass die Kunst mindestens bis 10.000 oder 15.000 v.Ch. zurückreicht. Man erinnere sich auch an den Fund des "Ötzi" im Jahre 1991 in den Alpen. Professor Konrad Spindler von der Universität Innsbruck (Institut für Ur- und Frühgeschichte) beschrieb, dass die Haut des "Mannes im Eis", der ca. als 5.000 Jahre alt eingestuft wurde, verschiedene Tätowierungen trug. Einige Ausgrabungsfunde, die auf mehr als 10.000 Jahre v. Chr. zurückdatiert werden, sind als frühe Instrumente zum Tätowieren eingestuft worden.

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