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USA Leben & Arbeiten

Resume (Lebenslauf)

Ein Resume ist das, was Sie unter dem Begriff Lebenslauf oder Profil kennen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie das Resume aussehen darf - allerdings ist es immer tabellarisch aufgebaut. Verzichten Sie auf aufwendige Formatierungen und komplexe Tabellengestaltung.

Einfach ist mehr, denn vielfach werden Resume's zu scannen versucht. Das ist sicherlich das Schlimmste, was Ihnen passieren kann, denn der Zweck besteht meist darin, dass sich die Firma eine Datenbank mit potentiellen Arbeitskräften aufbaut, in der man dann leicht untergeht. Allerdings kann man versuchen, ein Wiederfinden der eigenen Person dahingehend zu 'pushen', dass man sich überlegt, welche Schlüsselworte (keywords) für einen wichtig sind und diese dann im Resume auch unterbringt. Die automatischen Kandidatensuchprogramme finden später ausschliesslich einen Bewerber über diese Begriffe.

Benutzen Sie die üblichen (der englischen Fachsprache entnommenen) Begriffe und keine deutschsprachigen. Gruppenleiter, Sachbearbeiter kennt niemand, daher suchen Sie sich den englischen Titel 'raus. Wer Führungsaufgaben sucht, der hat dann also Begriffe wie 'leader oder manager etc. zu verwenden). Meister sind schon eher bekannt, zumal das Wort im englischen existiert, allerdings muss es nicht jeder kennen. Dies ist nun schon eine erste Regel: Benutzen Sie die in den USA üblichen Fachbegriffe, Berufsbezeichnungen und Tätigkeitsgebiete, dann weiss derjenige, der Ihr Resume liest, was Sie gemacht haben und wie das einzustufen ist. Es gibt Bücher, die diese Begriffe erläutern und auch Job-Beschreibungen liefern, z.B. 'American Job Titles - und was sie bedeuten' (über die FAZ vertrieben). Man kann sich aber auch über das Englisch-Wörterbuch weiterhelfen.

Ein Resume ist in diverse Abschnitte gegliedert, dies sind:

  • Name und Adresse sowie email-Erreichbarkeit
  • Als Ausländer geben Sie dann Ihren Status an, d.h. ob Arbeitserlaubnis vorliegt etc.
  • Objective
  • Summary (optional)
  • Work History
  • Experience
  • References
  • Education
  • Sonstige Fähigkeiten, z.B. Sprachen und sonstige Tätigkeiten, Verantwortlichkeiten

Eine Grundregel sollte sein, das Resume nicht unendlich werden zu lassen. Oft wünschen sich die Verantwortlichen ein- oder max. zwei-seitige Resumes, was in der Praxis bei langjährigem Erfahrungsschatz beim einen oder anderen schwierig wird. Fassen Sie sich auf jeden Fall so kurz als möglich, aber nennen Sie alle primären Aufgaben, die Sie bislang hatten. Wenn dann drei oder vier Seiten herauskommen, dann ist das in keinem Fall ein k.o.-Kriterium, allerdings muss auch wirklich Inhalt da sein und nicht nur schön ausformulierte Texte. Erschlagen und langweilen Sie den Leser nicht!

Legen Sie sich in Ihrem Textverarbeitungsprogramm eine Tabelle an und gehen der Reihe nach vor. Ob Sie einspaltig oder zweispaltig arbeiten, bleibt Ihnen überlassen. Wenn ausdrücklich nach einem scan-fähigen Resume oder ASCII-Format gefragt wird, bleiben Sie einspaltig.

Name, Adresse kommt ganz oben auf das Blatt. Wie, bleibt Ihnen überlassen. Z.B. zentriert oder in Blöcken nebeneinander. Telefonnummer und vielleicht wichtiger als Ausländer: die email-Adresse.

Der Status sollte gleich danach als erster Absatz folgen, da der Leser dann sofort weiss, welches Visum Sie haben. Oder ob Sie keines haben und um ein Sponsorship bitten.

Die 'Objective' ist die Kurzbeschreibung Ihrer Ziele in wenigen Zeilen: wie Sie sich Ihre beruflichen Ziele vorstellen und was Sie vom neuen Job erwarten. Die Objective ist sehr wichtig. Nicht immer ist es gut, einen bestimmten Job-Title als Bezeichnung dessen, was Sie sich vorstellen, anzugeben. Viele moderne Berufsbezeichnungen sind grossen Schwankungen ausgesetzt und nicht in jeder Firma versteht man dasselbe darunter. Besser ist oft, den gewünschten Job zu beschreiben und sich selbst ein 'flexibles Spektrum' einzuräumen, damit man im Falle des Falles auch für bessere Jobs einsetzbar erscheint. Schweifen Sie aber nicht in Wunschdenken aus oder nennen Sie keine Ziele, wo Ihnen definitiv die Erfahrung fehlt. Das, was Sie hier sagen, sollte mit Ihrer Qualifikation, die Sie weiter unten beschreiben, erreicht werden können.

'Summary ' meint eine kurze Zusammenfassung Ihres Lebenslaufes in wenigen Zeilen, eine viertel bis halbe Seite maximal. Diese Summary brauchen Sie nur, wenn Sie aussergewöhnlich viele Seiten Resume zusammenbekommen; in diesem Fall geben Sie dem Leser die Möglichkeit (und sich damit selbst auch), dass er beim Lesen der Summary sofort 'neugierig' auf den Kandidaten wird und sich 'die Mühe' macht, weiterzulesen. Wenn Sie ein kurzes und straffes Resumee schaffen, können Sie die Summary auf jeden Fall weglassen, denn bedenken Sie, dass Sie eigentlich die Dinge doppelt sagen!

Die 'Work History' ist die tabellarische Aufstellung, beginnend mit dem aktuellsten Arbeitgeber, der bisherigen Arbeitsstellen. Geben Sie jeweils die Von-Bis-Zeit (Jahresangaben sind ok, nur wenn man oft gewechselt hat und Überschneidungen vorkommen sind Monate besser; der zukünftige Arbeitgeber will nur sehen, ob und wo die Lücken sind), dann den Arbeitgeber, dann Ihre Position dort und die ausgeführten Tätigkeiten an. Dies wiederholen Sie für jeden Arbeitgeber. Dieser Absatz pro Arbeitsstelle enthält dann auch Keywords zu Ihren Tätigkeiten und die Produkte, mit denen Sie dort gearbeitet haben. Wenn der Arbeitgeber eine Web Site hat, dann kann man die ebenfalls nennen, denn damit lässt sich eine Einschätzung dieser Firma vornehmen. Alles kurz und präzise halten und keine Romane schreiben - wenige Sätze pro Arbeitgeber.

Wer vorwiegend freiberuflich gearbeitet hat, der steht immer wieder vor dem Problem, keinen eigentlichen Titel oder eine Positionsbezeichnung gehabt zu haben. Auch sind oftmals die Auftraggeber sehr vielfältig und/oder überschneiden sich. In diesem Fall sollte die Liste der Work History eine Projektfolge-Beschreibung sein - unter Nennung der Firma, für die Sie den Auftrag ausgeführt haben. Ist diese Firma eine Zeitarbeitsfirma oder Vermittlungsfirma gewesen, so ist interessanter, wer die Kunden waren. Die Vermittlungsfirma kann man marginal nennen, es sei denn, sie ist eine von internationaler Bedeutung. Dies trifft wiederum für einige IT-Consultingfirmen oder Wirtschaftsberatungen zu, die auch im Ausland bekannt sind. Sind Sie freiberuflich arbeitender Handwerker oder selbstständiger Handwerker, so gilt auch hier, dass Sie die Projekte nennen und die Verantwortlichkeit dabei. Beispiel: Ein Schreiner hat über die Jahre viele Einzelprojekte abgewickelt. Er sollte die Projekte in die verschiedenen Arbeitsgebiete aufteilen und wenn vorteilhaft, die über die Jahre aufaddierten Projektsummen nennen. Das ermöglicht eine Einschätzung, welche Projektgrössenordnungen von ihm verwaltet werden können. Letzteres gilt auch für Budget-verwaltende Positionen: Sind Sie für einen Etat verantwortlich? Dann geben Sie die Höhe an (wenn es etwas ist, was sich lohnt zu sagen).

Im Abschnitt Experience, der Erfahrung also, kann man, falls man nicht schon alle Produkte und Kenntnisse in der Work History untergebracht hat, tabellarisch und nach Themengebieten listen. Welche Kenntnisse man in welchem Produkt hat, welche Softwareprodukte, Maschinentypen man beherrscht, welche Computerkenntnisse speziell und allgemein vorhanden sind. Der Leser kann so schnell sehen, ob das dem entspricht, was in seinem Haus eingesetzt wird. Wer sehr viele Produkte etc. zu listen hat, der soll diese in Themen- bzw. Arbeitsgebiete gliedern.

References meint die Referenzen, die Sie angeben können, also z.B. Arbeitsproben und Empfehlungsschreiben. Falls es sich um etwas handelt, dass im Internet ansehbar ist, dann die entsprechende URL angeben und den Teil beschreiben, der von Ihnen stammt. Vielfach wird auch noch geschrieben: 'References available upon request' - das kann man sich sparen, so sagen Personalverantwortliche, da es selbstverständlich sei, Proben zu zeigen.

Education ist die Ausbildung. Es interessiert nicht, wie die Grundschule hiess - fangen Sie bei der ersten abgeschlossenen Schule an und nennen die Art des Abschlusses. Beim Abitur würde das bedeuten, dass Sie schreiben: 'High School (XYZ-Schule, Musterdorf, Switzerland): graduated in 1970 oder entsprechend. Dann kommt ggfs. die Universität, weiterführende Ausbildungen etc. Das aktuellste Ausbildungsinstitut steht ganz oben. Erwähnen Sie Lehrgänge und Seminare, falls diese nicht selbstverständlich für den Beruf sind.

Danach können Sie noch alles andere anführen, das einen guten Eindruck machen kann. Z.B. Sprachkenntnisse oder auch leitende Mitgliedschaften in Vereinen, die ggfs. aufzeigen, dass Sie Organisationstalent oder ähnliches besitzen.

Privates Lassen Sie alles weg, was privater Natur ist. Also wann Sie geboren sind, welche Hautfarbe Sie haben, ob und mit wem verheiratet und wieviel Kinder. Das amerikanische Gesetz schreibt vor, dass danach nicht gefragt werden darf - und daran hält sich jeder. Lassen Sie ebenfalls das Foto weg, es sei denn Sie bewerben sich als Model oder einen Beruf, bei dem das bestimmte Aussehen Voraussetzung ist.

Studenten Wer bislang noch keine Arbeitspraxis hat, weil er z.B. Student ist oder war, der gibt dementsprechend die Praktikumserfahrungen etc. an.



Max Mustermann

Alsterweg 100, 12345 Frankfurt, Germany
email: abc@.... , Tel. +1 (069) 123 123 123



STATUS
.... Visum Typus hier angeben und ob umeingeschränkt gearbeitet werden darf ...

OBJECTIVE
.... welche Position Sie sich vorstellen bzw die, die in der Jobausschreibung angeboten wird , z.B.: A position as E-Commerce Consultant, utilizing my 10 years of experience in developing ... for a major Internet reseller and ...

SUMMARY
... optionale Zusammenfassung der Arbeit und Erfahrung der letzten Jahre ...

WORK HISTORY

1996 - present <Ihre Position eintragen>, ABC-SHOPPING AG, Frankfurt, Germany
Responsibilities:
- ...
- ...

1995 - 1996 <Ihre Position eintragen> , DEF Firma, Basel, Switzerland
Responsibilities:
- ...

EXPERIENCE
Software products: .....
System platforms: .....
...


REFERENCES
www.ABC-SHOPPINGetc.com: <den Teil erläutern, an dem Sie gearbeitet haben>
... oder verweisen auf Anlage, falls Sie etwas mitschicken ...


EDUCATION
.... University of ....<Name der Stadt>, Abschluss
.... andere Schulen, z.B. High School (steht für Gymnasium)
.... oder die Berufsschule, die 'Vocational school' genannt wird
.... zusätzlich Seminare, Weiterbildungen angeben

LANGUAGES
German (native), English, French (...sie können den Kenntnisstand zusätzlich angeben, falls dies von Vorteil ist, ansonsten geht man bei English davon aus, dass Sie es schreiben und lesen/verstehen können)

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Resume Illustration
Resume Muster

   
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Document Information
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