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Politik Themen

Was sind Primary Elections (Vor-Wahlen) in USA?

Primary Elections starten Anfang des eigentlichen Wahljahres und dienen dazu per tatsächlicher Wahl festzustellen, welche Kandidaten am populärsten innerhalb einer Partei sind.
Anderthalb bis 2 Jahre vor dem Präsidentschaftswahltermin kristallisieren sich mehrere Kandidaten pro Partei heraus, die sich für das Amt des Präsidenten interessieren und ins Rennen gehen wollen. Es gehört eine Menge Geld dazu, um solch ein Ansinnen in die Realität umsetzen zu können, daher müssen diese potentiellen Kandidaten um Geldspenden bei Sympatisanten werben, was "Fund Raising" genannt wird.
Am Ende sehen in der Regel nur noch 5-7 Kandidaten pro Partei realistische Chancen für sich bei der Wahl und setzen ihren Wahlkampf fort - die anderen haben erkannt, dass sie alleine bei der Bewerbung der eigenen Person finanziell nicht mithalten können. Manche Kandidaten nutzten ihr persönliches Vermögen für den Wahlkampf, andere haben keines, sind dafür aber vielleicht sehr populär und konnten bei den Fund Raising Events viele Dollars sammeln.

Im Januar des Wahljahres werden dann die ersten "primaries" (Vorwahlen) abgehalten. Dies sind öffentliche Wahlen, an denen registrierte Wähler teilnehmen können. Dabei ist es von Staat zu Staat unterschiedlich gehandhabt, ob man registrierter Wähler mit angegebener Partei Präferenz sein muss oder nicht. Partei Präferenz bedeutet, dass man sich, wenn man sich als Wähler registriert, für eine Partei registrieren lassen kann: entweder Demokrat, Republikaner oder Independent.
Dies bedeutet nicht, dass man damit 'Parteimitglied' ist und dementsprechend später wählen muss - wie gesagt, man nennt nur eine Präferenz, die einem dann die Möglichkeit gibt bei den Primaries mitzubestimmen, wen man als letztendlichen Präsidentschaftskandidaten sehen will.

Iowa und New Hampshire sind alle 4 Jahre die ersten beiden Staaten, die die Primaries abhalten - dies hat Tradition und obwohl diese Staaten klein sind, so handelt es sich um das erste grosse Wahl Event im Wahljahr und alle Augen der Nation sind darauf gerichtet. Kandidaten müssen sehen, dass sie einen best-möglichen Eindruck hinterlassen, denn Ausrutscher können sich durch alle folgenden Staaten ziehen. In Iowa und New Hampshire wird Wahlkampf auf recht persönlicher Ebene gehalten, d.h. viel Händeschütteln, kleine Wahlkampfveranstaltungen und so fort. Iowa ist ein repräsentativer Staat für den amerikanischen mittleren Westen und repräsentiert somit die Anliegen und Sorgen vieler anderer aus der Region. New Hampshire ist ein klassischer Vertreter der New England Staaten und es gilt das gleiche.

Einige Staaten halten keine Primary Elections ab, sondern nur einen Partei Caucus, was eine lokale Parteiveranstaltung ist.

Im Januar finden i.d.R. folgende Primary Elections (oder Caucus') statt: Iowa, New Hampshire , Wyoming Caucus, Michigan, Nevada Caucus, South Carolina, Florida, Maine.
Diese Liste ist jedoch nicht statisch und jeder Staat kann dann -auf Parteiebene- entscheiden, wann er wählen läßt. Parteiebene bedeutet, dass die Primary Election der Republikaner und Demokraten *nicht* unbedingt an einem Datum sein muss (beispielsweise 2008 in South Carolina); die Norm ist allerdings sehr wohl, dass sie an einem Datum zusammen stattfinden, alleine des Wahlaufwandes wegen.

Anfang Februar findet dann der sogenannte Super Tuesday statt: es ist der Primary Wahltag, an dem ca. weitere 20 Staaten zur Wahl laden. Das bedeutet, dass sich damit der letztendliche Kandidat pro Partei schon recht klar herausstellt und die Nominierung bei der Partei "National Convention" fast klar ist.
Es muss nicht nur 1 (einen) Super Tuesday geben und man sollte diesen Begriff mehr als 'Gruppen-Wahltag' betrachten, an dem sich eine bestimmte Zahl an Staaten einigt, dann die Primary Election abzuhalten.

Ein Grund für einen Staat *nicht* am Super Tuesday, sondern davor seine Primaries abzuhalten, ist, dass man ein größeres Augenmerk seitens der Nation (über die Medien) erhält und Wähler, die erst später in anderen Staaten wählen, mehr beeinflussen kann. Kandidaten, die sich bei Primaries stark und überzeugend darstellen, unter Presse Druck gut reagieren und Antworten auf brennende Fragen haben, können sich definitiv besser für das weitere Geschehen positionieren und haben Vorteile. Andere, die Schwächen zeigen, fallen meistens nach einer Primary Election aus dem Rennen (bedeutet: freiwilliges Aufgeben, weil von Analysten empfohlen).

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Primary Elections USA
Primary Elections USA: es sind die Vorwahlen, die die Kandidaten der Parteien beistimmen helfen.

   
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Sources: magazinUSA.com
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