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Politik Themen

Beschreibung des Wahltages in in USA

Eine Beschreibung wie der Wahltag in den USA abläuft. Informationen wann, warum und weshalb Wahltag am Dienstag nach dem 1sten Montag im November ist, finden Sie hier: USA Wahltag im November

Am Wahltag in den USA

Bunte Ballons tänzeln über einem Meer regenbogenfarbener Schilder, aus Lautsprechern plärren Musik und Durchsagen und Menschen mit Hüten und T-Shirts, auf denen Slogans gedruckt sind, verteilen Flyer, Aufkleber und Anstecker.

Der Wahltag, der Tag der Präsidentschaftswahl, scheint manches Mal wie eine Karnevalsfeier, bei der die Aufmerksamkeit der Wähler erregt und ihr Interesse geweckt werden soll.

Der Wahltag (am Dienstag nach dem ersten Montag im November) beginnt früh in amerikanischen Dörfern und Städten, wenn Tausende Freiwillige vor Sonnenaufgang aufstehen, um während der Wahlen zu helfen. Einige werden sich vor den Wahlkampfzentralen einfinden, um Flyer, Broschüren und Schilder abzuholen, die sie an den Wahllokalen in der Hoffnung verteilen, dass sie die Entscheidung der Wähler noch beeinflussen können.

Andere gehen in Schulkantinen, Sporthallen und Gemeindezentren, die als Wahllokale dienen, um Wählerverzeichnisse zu überprüfen, die Wahlmaschinen aufzustellen und sicherzustellen, dass die Wahlen gemäß aller gültigen Gesetze und Bestimmungen durchgeführt werden.

Für diese engagierten Helfer ist der Wahltag der Höhepunkt monatelanger, harter Arbeit – ein Tag, an dem Freiwillige jeden Alters und jeglicher Herkunft die Aufregung und das gelegentlich entstehende Chaos von Demokratie in Aktion genießen.

Ehrenamtliche Helfer sind im Wahlkampf unerlässlich

Die Arbeit eines Wahlkampfhelfers mag mit einem Zeitungsartikel angefangen haben, einem Hilferuf von einer Gruppe in der Gemeinde oder einer Gewerkschaft oder mit einem zufälligen Treffen mit einem möglichen Kandidaten. Es kann ein Thema gewesen sein, das diese Person begeistert hat, das einen Wähler dazu bewog, einem Kandidaten mehr als nur seine Stimme am Wahltag zu geben.

Unabhängig von den Beweggründen für ihr Engagement bieten die Wahlkampfhelfer – meistens unbezahlt – ihre Zeit und ihr Wissen, um andere Wähler zu informieren, aufzuklären und sie dazu anzuregen, bestimmte Kandidaten, politische Parteien oder Themen zu unterstützen.

Ihr Engagement ist für den Wahlprozess in den Vereinigten Staaten unerlässlich. Die meisten politischen Organisationen sind sehr auf ehrenamtliche Helfer angewiesen, um einen effektiven Wahlkampf betreiben zu können. Beide Parteien rekrutieren aktiv freiwillige Helfer auf nationaler, einzelstaatlicher und lokaler Ebene. Wahlkampfhelfer erledigen viele unterschiedliche Aufgaben:

  • "Lit drops“ bezeichnet das Austeilen gedruckter Materialien über die Kandidaten. Den freiwilligen Helfern wird ein Bezirk zugeteilt, in dem sie diese Informationen in die Briefkästen der Wähler werfen.
  • Beim "canvassing" gehen die Wahlkampfhelfer von Haus zu Haus, um mit den Wählern ins Gespräch zu kommen.
  • "Mailers" sind schriftliche Informationen, die an die Wähler verschickt werden. Diese Materialien werden von freiwilligen Helfern vorbereitet, gefaltet, in Briefumschläge gesteckt, frankiert und adressiert.
  • Beim so genannten "phone banking" werden Hunderte, manchmal Tausende, Wähler telefonisch kontaktiert, um Kandidaten zu unterstützen und die Wähler zu ermutigen, ihre Stimme abzugeben.

Bereits Monate vor der Wahl beginnen Freiwillige damit, Schilder an Wähler auszuteilen, die sie in Fenstern oder im Garten anbringen können, oder Informationsmaterial an Bushaltestellen und U-Bahnstationen zu verteilen. Sie nehmen an Veranstaltungen zum Sammeln von Spendengeldern und Kundgebungen teil, tragen T-Shirts mit dem Wahlkampfslogan, kleben Flaggen oder Aufkleber auf ihre Autos, um ihre Unterstützung für den Kandidaten ihrer Wahl zum Ausdruck zu bringen.

Am Wahltag verteilen ehrenamtliche Helfer vor den Wahllokalen Materialien über den Wahlkampf und Wählerinformationen und fungieren als Zeugen des Wahlprozesses für ihre Partei. Ein langer Arbeitstag – mit manchmal mehr als 12 Stunden in den Wahllokalen – endet auf einer „Siegesfeier“ der Partei in gespannter Erwartung auf die Nachricht, ob der gewünschte Kandidat gewonnen oder verloren hat.

Die Bedeutung parteiloser Freiwilliger

Viele Freiwillige, die am Wahltag arbeiten, sind bewusst keiner Partei beigetreten und versuchen, die Wähler vielmehr aufzuklären als sie zu beeinflussen.

Die Mitglieder der League of Women Voters, einer parteiunabhängigen politischen Organisation, die 1920 gegründet wurde, setzen sich dafür ein, durch die Aufklärung der Bürger das Regierungssystem und die öffentliche Politik zu verbessern. Die Organisation beschreibt sich selbst als „Organisation an der Basis auf nationaler, bundesstaatlicher und lokaler Ebene“, die in den Vereinigten Staaten und allen Territorien tätig ist. Parteiunabhängig zu sein bedeutet, dass sie auf allen Regierungsebenen Kandidaten für Ämter weder unterstützt noch kritisiert, und dass die Organisation als angesehener, neutraler Akteur bei politischen Veranstaltungen agiert, wie beispielsweise Debatten zwischen den Kandidaten. Einige der Mitglieder sind auch als Wahlhelfer tätig.

Jedes Wahllokal in den Vereinigten Staaten ist von Wahlhelfern abhängig, um eine gerechte und geordnet ablaufende Abstimmung zu ermöglichen, die Rechte der Wähler zu schützen sowie die Wahlgesetze und Bestimmungen umzusetzen. Die Anforderungen an Wahlhelfer sind von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich, sie müssen in allen Bundesstaaten aber als Wähler registriert sein. Darüber hinaus sehen die Regeln in allen Bundesstaaten vor, dass Kandidaten, die ein Amt anstreben, sowie deren Familienmitglieder, nicht als Wahlhelfer tätig sein dürfen.

Die Wahlhelfer müssen vor dem Wahltag eine Schulung absolvieren, um sich mit dem Prozedere und den Wahlmaschinen vertraut zu machen. Sie lernen, wie sie Wähler unterstützen können, ohne deren Recht auf eine freie und geheime Wahl zu beeinflussen, zu beschneiden oder zu stören. Vor allem aber müssen Wahlhelfer unparteiisch sein. Sie dürfen keinen Kandidaten unterstützen oder Gegenstände tragen bzw. zur Schau stellen, durch die sie für einen Kandidaten oder eine politische Partei werben.

Bis zum Mittwoch nach der Wahl werden alle Papierschlangen abgehängt, alle Schilder abgenommen und jegliche Dekoration eines lebhaften Wahlkampfes weggeräumt sein, während die freiwilligen Helfer wieder in den Alltag zurückfinden und die neu gewählten Amtsinhaber sich auf ihre Aufgaben vorbereiten. Und in Büros im ganzen Land beginnt bereits die Planung für den nächsten Wahltag.

Weitere Terminologie des U.S. Wahlkampfes erklärt

Begriffe, die im U.S. Wahlkampf und Politik häufig vorkommen, erklärt

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Document Information
Sources: US-Botschaft Berlin/Amerika Dienst
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