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Alaska

Glacier Bay National Park and Preserve

Lange vor den heutigen Besuchern des Glacier Bay National Park and Preserve, die den Park per Kreuzfahrtsschiff oder Kajak erkunden, genossen Entdecker und die Ureinwohner der Region die schöne Landschaft und die Artenvielfalt der Region.

Schon vor der westlichen Zeitrechnung lebten die zwei Ureinwohnerstämme Huna Káawu und Gunaaxhoo Kwaan Tlingit in der Nähe der Bucht, fischten in den Gewässern und jagten in der Umgebung.

Ihre Stammesidentität ist historisch und spirituell eng mit den Flüssen, der Küste, den Bergen und den Tieren dieser Gegend verknüpft.

Die ersten Europäer kamen erst im Jahr 1794 nach Glacier Bay, obwohl die umliegenden Gebiete schon in den Jahren zuvor ausführlich erkundet worden waren. Archibald Menzies, eines der Mitglieder einer Expedition unter der Führung von George Vancouver, beschrieb Glacier Bay als „eine große mit Eis voll gestopfte Bucht vor einem riesigen Gebiet, so karg und öde, wie man es sich nur vorstellen kann.“

Für das Team, das Glacier Bay untersuchte, war es nicht wirklich eine Bucht, sondern vielmehr eine 8 km lange Einbuchtung, die aus einer gewaltigen Decke aus Eis herausgestanzt war und erst später zur Bucht Glacier Bay wurde.
Als der bekannte Naturforscher John Muir im Jahr 1879 die Gegend zum ersten Mal zu Gesicht bekam, war er sehr überrascht, zu sehen, dass die 8 km lange Einbuchtung, über die er in den Logbüchern von Vancouver gelesen hatte, um 50 km gewachsen war und so eine wirkliche Bucht gebildet hatte.
Muir untersuchte Glacier Bay mit Einbäumen und Tlingit-Führern und fand die Bucht sehr viel besser schiff bar als Vancouvers Crew sie vorgefunden hatte.

Muir war fasziniert von der damals gerade aufkommenden Gletscherkunde und sah in der Bucht Glacier Bay mit ihren schnell zurück weichenden Gletschern einen hervorragenden Ort, um seine Forschungen voranzutreiben. Er bewunderte zudem die Schönheit der Gegend und schrieb darüber ausführlich und mit Begeisterung in Artikeln, Briefen und Büchern wie „Travels in Alaska“.

Aufgrund seiner Lobeshymnen auf Glacier Bay wurde Muir bald als ihr Entdecker gefeiert, obwohl vor ihm schon viele hier vorbeigekommen waren – und auch gelebt hatten! „Es war seine Erkenntnis des wissenschaftlichen Wertes und sein Enthusiasmus, die andere hierher brachten, um die Bucht zu besuchen und zu studieren, was die Weichen für den späteren Nationalpark stellte“, sagt Howell.

Muir wurde 1838 in Schottland geboren und wanderte mit seiner Familie im Jahr 1849 in die USA aus. Seine Reiselust spiegelt sich auch in der Vielfalt seiner Berufe wieder, die von Bauer über Erfinder bis zu Schäfer, Naturforscher, Autor und Umweltschützer reichten.
Aufgrund seiner großen Naturverbundenheit wird Muir oft als Vater der amerikanischen Nationalparks bezeichnet. Seine Bemühungen führten z.B. zur Gründung der Nationalparks Yosemite, Sequoia, Mount Rainier und Grand Canyon.
Muir brachte einen Strom von Geologen, Glaziologen, Botanikern und anderen Wissenschaftlern in die Glacier Bay Gegend, welche noch heute ein „lebendes Labor“ für Forscher darstellt. „Die von Muir gestartete wissenschaftliche Tradition hatte tief greifende Auswirkungen auf Glacier Bay“, sagt Howell.

Es ist letztendlich den Bemühungen des Wissenschaftlers und Ökologen William Cooper und einer Kampagne der „Ecological Society of America“ zu verdanken, dass Glacier Bay im Jahr 1925 zum Nationalmonument erklärt wurde.
Der anwachsende Besucherstrom nach Glacier Bay bestand bald nicht mehr nur aus Wissenschaftlern. Binnen kürzester Zeit war die Gegend von Konservenfabriken für Lachse, Pelzjägern, Goldsuchern, Holzfällern, Fuchsfarmen und Bauernhöfen bevölkert. Bis auf die Fischerei sind diese Gewerbe jedoch zum größten Teil zurückgegangen.
Die „Homesteader“ hatten ebenfalls einen tief greifenden Einfl uss auf die Gegend. Die Ortschaft Gustavus, heute das „Tor zum Nationalpark“, ist im Prinzip durch einige erfolgreiche Homesteads (Landaneignung durch Ansiedlung) entstanden.

Durch den Erlass des „Alaska National Interest Lands Conservation“ Gesetz im Jahr 1980 wurde die Gegend zum „National Park and Preserve“. Heute entdecken pro Jahr mehr als 350.000 Besucher den Nationalpark und sehen mit eigenen Augen die Landschaft, die vor mehr als 125 Jahren Muir so gefesselt und begeistert hatte.

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Luftaufnahme mit frishcer Schneehaube
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Sources: NPS; magazinUSA.com
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