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Kalifornien

Mit den spanischen Missionen kam der Wein

Auch wenn sein Ruf erstmals in den 70er Jahren über den Ozean bis nach Europa hallte, der Weinbau in Kalifornien hat Tradition.
Sozusagen eine spirituelle.
Vor über zweihundert Jahren, waren es die spanischen Missionare, die nicht nur ihren Glauben, sondern auch den Wein in Kalifornien verbreiteten. Allen voran der Franziskaner Pater Junipero Serra, der im Jahre 1769 mit mexikanischen Siedlern in der Nähe von San Diego die Mission San Juan Capistrano errichtete und dort den ersten nachweislich erwähnten Weinberg anlegte.

Entlang der unter dem Namen El Camino Real (dem heutigen Highway 1 und Teil des Highway 101) bekannt gewordenen Route zog er nach Norden bis hinauf nach Sonoma und gründete unterwegs 21 weitere Missionen.
In allen führte er die Kunst des Weinbaus ein. Angebaut wurde eine aus Mexiko importierte Rebsorte, die in Anlehnung an die geistlichen ersten Winzer Kaliforniens den Namen „Missionarstraube“ erhielt.
Eine Bezeichnung, die wörtlich zu nehmen ist, denn die ersten Weine Kaliforniens wurden ausnahmslos für kirchliche Zwecke und zum täglichen Bedarf in den Missionen gekeltert.

Der Grundstein für die Kommerzialisierung des kalifornischen Weines wurde gegen 1830 gelegt, als der aus Bordeaux stammende Franzose Jean Louis Vignes das reichhaltige Potential Kaliforniens für den Weinbau erkannte und zum ersten Mal europäische Rebsorten importierte und anpflanzte. Seine Weinberge lagen übrigens an jenem Ort, wo sich heute das Zentrum von L.A. befindet.
Mit dem im Jahre 1848 ausbrechenden Goldrausch im Norden des Staates wurde die unaufhaltsame Entwicklung der kalifornischen Weinwirtschaft angekurbelt. Unter den Goldsuchern befanden sich zahlreiche Europäer, die wussten, wie man Wein anbaut. Die, die kein Gold fanden,
versuchten durch den Anbau von Reben an Geld zu kommen.
Die Gründung zahlreicher Weingüter zwischen 1860 und 1880 führte zu einem enormen Aufschwung, der in der Einrichtung des Weinforschungsinstituts der University of California in Berkeley und der damit verbundenen staatlichen Initiative zur Qualitätssteigerung kalifornischer Weine gipfelte.
Die Fertigstellung des transkontinentalen Eisenbahnnetzes im Jahre 1869 stellte schließlich die Weichen für den internationalen Siegeszug kalifornischer Weine. Erstmals wurden Weine in den Osten des Landes geliefert und anschließend per Schiff auch nach Europa.
Zwar wurde die Erfolgsstory der edlen Tropfen durch Reblausplagen und vor allem durch das Einsetzen der Prohibition zu Beginn des 20. Jahrhunderts erst einmal unterbrochen. Doch mit der Gründung vieler neuer Weingüter Anfang der 60er Jahre in Sonoma und im Napa Valley, den heutigen Vorzeigeweingebieten der kalifornischen Weinkultur, setzte sie sich unaufhaltsam fort.

In den 70er Jahren begannen viele Amerikaner Geschmack für einen guten Tropfen zu entwickeln und die ersten kalifornischen Winzer erhielten internationale Preise für ihre sonnengereiften Rot- oder Weißweine. Experimentierfreudige Winzer wie Robert Mondavi, Sohn italienischer Einwanderer, der wie kein anderer die Weinwelt Kaliforniens bewegt hat, trieben seither die Qualitätsentwicklung weiter voran.

Das Weinland Kalifornien schaffte in den letzten 30 Jahren den Aufstieg in die Weltspitze und gilt heute als eines der Topwein produzierenden Länder. Kalifornische Weine treffen weltweit den Geschmack von Weinliebhabern, -Kennern und -Nichtkennern.

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Sources: magazinUSA.com, California TTC, Images courtesy Wine Institute of California
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