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Mississippi

B.B. King Museum in Indianola

Ein Museum (seit September 2008) im US-Bundesstaat Mississippi erzählt den Werdegang der lebenden Blues Legende B. B. King und vermittelt tiefe Einblicke in das wirtschaftlich arme, aber musikalisch reiche Baumwollland des Mississippi Delta.

Das B. B. King Museum in Indianola verfolgt eine Musikerkarriere, die in den Clubs dieser Kleinstadt begann und den “Blues Boy“ Riley B. King nach ersten Plattenaufnahmen im Jahr 1949 im nahen Memphis zum Weltstar des Blues aufsteigen ließ.
Zu sehen sind Kostüme, die berühmten Gitarren namens „Lucille“ und 14 Grammy-Trophäen sowie persönliche Exponate aus dem Besitz des Musikers. Schaukästen, Musikstationen und Filme zeigen, wie auf den Baumwellfeldern der ärmsten Region des ärmsten Bundesstaates der USA der Blues entstand – eine eigenständige Form amerikanischer Kultur, die bis heute auf die Populärmusik der ganzen Welt ausstrahlt.
Das Mississippi Delta, eine flache Landschaft von großer Weite, überwand erst in den frühen 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts die Rassentrennung.
Für Afroamerikaner war die Musik über Generationen einer der wenigen Auswege aus harter Feldarbeit und Unterdrückung.
„Delta“ bezeichnet hier nicht etwa das Mündungsgebiet eines Flusses, sondern das alte Schwemmland des Mississippi südlich von Memphis im Nachbarstaat Tennessee, das heute von hohen Deichen geschützt wird.

Das Museum entstand auf einem Hektar Grund und zählt mehr als 1.800 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Seinen architektonischen Mittelpunkt bildet das restaurierte Backsteingebäude eines “Cotton Gin“ für die Entkernung und Wäsche von Baumwolle, in dem der junge Riley B. King gearbeitet hatte.
Zur Anlage gehören auch ein Café mit Souvenir- und CD-Laden in einem Neubau sowie ein kleiner Park. Von den 15 Millionen Dollar Baukosten spendeten viele der 12.000 Bürger Indianolas ein Zehntel. Stiftungen und staatliche Stellen trugen den Rest bei.

Mit einem viertägigen Stadtfest vom 10. bis 14. September 2008, nach fünfjähriger Planungs- und Bauzeit, weihten Bluesmusiker, Veteranen der Bürgerrechtsbewegung, Tausende von Menschen aus Mississippi sowie Besucher aus zahlreichen Ländern die Ausstellungen ein.
Sie machten der lebenden Blueslegende “Blues Boy“ Riley King kurz vor seinem 83. Geburtstag am 16. September das Geschenk, ihn als ersten Musiker zu Lebzeiten mit einem großen Museum zu würdigen.

B. B. King tritt zwar jährlich an mehr als 100 Tagen auf, war aber von den Feierlichkeiten zu erschöpft, um am 13. September das Eröffnungsband selbst zu durchschneiden. Während der Festwoche erklärte er, in seiner Jugend sei es im Delta unvorstellbar gewesen, einem Schwarzen so viel Respekt zu zollen. Für ihn sei das Museum der Beweis, „dass Amerika erwachsen geworden ist.“ Gefragt nach seinen Gefühlen sagte King „niemand kann wirklich verstehen, wie tief mich dies alles bewegt. Es ist noch schöner als in den Armen einer schönen Frau zu liegen.“ Obwohl er das Delta schon als junger Mann verlassen hat, sei er immer „ein Junge vom Lande“ geblieben.

Am 11. September 2008 weihte die Mississippi Blues Commission, eine Einrichtung zur Pflege des Blueserbes, ein Schild in Berclair bei Itta Bena ein.
Am Rande einer staubigen Straße nahe Indianola stand dort die armselige Hütte, in der B.B. King geboren wurde, um später von den Feldern des Delta den Himmel des Ruhms zu erklimmen.
An die Anfänge erinnert sich der große alte Mann des Blues nur allzu gut „Wir hatten kein fließendes Wasser, keinen Strom und wenig zu essen, aber wir hatten die Musik.“

Das B.B King Museum, ist dienstags bis samstags von 10 bis 18.30 Uhr geöffnet, sonntags von 13 bis 19 Uhr. Einzelreisende zahlen 8 Dollar Eintritt.

Online führt der Weg ins Mississippi Delta und zu seinem berühmtesten Musiker die Museums Website, siehe Adresse nachfolgend.

Indianola liegt ca. 150 Meilen südlich von Memphis, Tennessee, oder 25 Meilen östlich von Greenville, Mississippi.

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B.B. King am 11.9.2008 nach der Enthüllung des Museumsschildes
B.B. King am 11.9.2008 nach der Enthüllung des Museumsschildes.

   
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Document Information
Sources: Mississippi Development Authority/Division of Tourism; magazinUSA.com
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