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Texas

 
   
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Fortsetzung: Deutsche Einwanderer in Texas

Nach dem Bürgerkrieg
Nach dem Krieg ging es 1865 dann aber im noch stärkeren Masse weiter und bis 1890 blickte man auf ca. 40.000 weitere Einwanderer, die sich über Texas verteilten und eigene Besiedlungsprojekte starteten. Einige gingen schief, andere waren erfolgreich.
San Antonio, Galveston und Houston gehörten dennoch immer wieder aufgrund ihrer Wirtschaftskraft zu bevorzugten Siedlungsgebieten.
Ende der 1880er waren in San Antonio ein Drittel der Bevölkerung Deutsche. Der heutige 'King William Historic District', der auf der King William Street basiert, einst eine der einflussreichsten und wohlhabendsten Nachbarschaften in San Antonio, gibt noch heute einen Eindruck der damaligen Zeit.


Ruhe
Seit den 1950er Jahren ist es insgesamt stiller um die Aufrechterhaltung deutscher Sitten und Gebräuche in Texas geworden, zumindest ist die Dominanz und das Enklaven-Dasein langsam geschwunden. Sicherlich ist die Tradition nicht vergessen und die Zahl der deutschstämmigen wird das Deutschtum nicht vergessen lassen, aber der Texaner von heute, auch wenn er seine deutsche Wurzeln kennt und liebt, fühlt sich als Texaner und nicht als Deutscher. Die Migration ist abgeschlossen.


Verschiedenheit der Einwanderer
Über die Jahrzehnte der Einwanderung kamen die verschiedensten Gruppen nach Texas - nicht nur im religiösen Sinne, wo das Spektrum von Atheisten bis Protestanten und Katholiken ging, sondern auch vom Bildumgsstand und dem gesellschaftlichen Umfeld.
Das Pedernales River Valley hatte so für eine Zeit lang den Ruf, die Heimat der 'tanzenden und trinkenden' Deutschen zu sein, wobei es sich sowohl um lutherische als auch katolische Farmer handelte. Die sogenannten 'Freidenker', wobei es sich um Interlektuelle und politisch im Heimatland Verfolgte handelte, konzentrierten sich auf das Upper Valley of the Guadalupe. Das Llano Valley war bekannt für deutsche Methodisten.
Auf Kultur, Gesellschaft und Politik übten einige der dominanten Einwanderer ebenfalls eine nachhaltige Wirkung aus. Namen wie Chester W. Nimitz (Militär), Robert J. Kleberg (Rancher), Gustav Schleicher (Politik) und Charles A. Schreiner (Handel) sind noch heute bekannt.

Bräuche
Deutsche Zeitungen, Vereine, Handwerke und anderes ist noch viel zu finden. Der Brauch der Osterfeuer stammt vermutlich von Einwanderern aus Westfalen und Niedersachsen, Ostereier und -sträuche sowie Weihnachtsbäume sollen ebenfalls von deutschen Einwanderern verbreitet worden sein. Am Oster-Samstag abends ist es in Fredericksburg heute noch ein alljährlicher Brauch, die Osterfeuer zu entzünden.

Besucher
Der Besucher von Texas kann sich bei seinen Reisen die vielen deutschen Kolonien und Einflüsse anschauen.
Schützenfeste, Tradtionsvereine und 'deutsche Wurscht' sind immer noch eine Besonderheit im Texas von heute. Eine
Fahrt durch 'German Hill Country' wird viele Erinnerungen an Deutschland hervorrufen.

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Sources: magazinUSA.com
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