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Washington

Leavenworth

Man wird kaum glauben, dass man sich in Amerika befindet. Der kleine Ort liegt eingebettet in die Cascade Mountains, ca 120 mi östlich von Seattle.

Am schönsten zu erreichen über den Highway 2, der nördlich des Interstate Highways I-90 verläuft und direkt von/bis Seattle geht.
Dieser Weg ist landschaftlich sehr reizvoll. Ausserdem stimmt die Berglandschaft schon einmal recht bayrisch ein, was dann bei der Ankunft in Leavenworth seinen Höhepunkt erreichen wird.
Ansonsten kann man auch vom I-90 aus den Exit 106, nördlich über den Highway 97, dann weiter auf den Highway 2, nehmen.

Wenn man einmal die englische Sprache, die man natürlich auch hier überall hört, vernachlässigt, dann wüssten Sie nicht, dass Sie vielleicht doch nicht in Bayern sind.
Selbstverständlich spricht man hier auch vielerorts die deutsche Sprache, schliesslich sind Strassennamen deutsch, die Läden und Wirtshäuser heissen deutsch und bayerische Volkmusik strömt aus Lautsprechern.

Die 'Bank of America' verzichtet hier in 'Klein-Bayern' dann sogar auf ihre zweite Logofarbe Rot und beschliesst ganz bayerisch korrekt in Weiss-Blau aufzutreten - selbstverständlich in einem Haus bayerischer Bauweise.

Vielleicht haben Sie Glück und kommen gerade zu einem Zeitpunkt in den Ort, wenn auf dem Marktplatz eine Veranstaltung (vielleicht gar ein Bierfest) stattfindet. Ansonsten ist Leavenworth, WA, immer einen Besuch wert.

Wann reisen?
Man kann Leavenworth das ganze Jahr hindurch besuchen, es lohnt sich immer. Besondere Veranstaltungen sind der Fasching im Februar, das Mai-Fest, das Summer Festival im Juli/August und das Oktoberfest.
Dann stellt sich Leavenworth besondern schön zu Weihnachten dar: man wird selten eine andere Stadt finden, die derart aufwendig geschmückt ist.

Unterkunft und Resturants?
Dazu braucht es kaum Angaben, da der Ort klein und überschaulich ist.
Kommen Sie frühzeitig (gegen mittag) in der Sommersaison, wenn Sie spontan übernachten wollen, dann haben Sie noch gute Chancen. Wirtshäuser finden sich rund um den Markplatz.

Wie wurde Leavenworth was es heute ist?

Leavenworth, in der Gebirgskette der Cascades gelegen, ist weder Filmattrappe noch Domizil bayerischer Immigranten, sondern das Resultat findiger Einwohner, die einen Weg aus der drohenden Arbeitslosigkeit suchten. Denn während Leavenworth Ende des 19. Jahrhunderts durch Eisenbahn, Holzfällerei und Sägewerk einen wirtschaftlichen Boom erlebte, von dem die Einwohner des Ortes viele Jahre lang gut leben konnten, sahen sie mit Beginn der 30er Jahre plötzlich einer Flaute entgegen – die Great Northern Railway Company bediente die Strecke nach Leavenworth nicht mehr, wodurch es mit der Holzfällerei in der Gegend den Bach hinunter ging und das Sägewerk letztendlich geschlossen wurde.

Dreißig Jahre war Leavenworth nahe daran, zu einer Geisterstadt zu werden bis die noch verbliebenen Einwohner in den 60er Jahren den richtigen Entschluss gefasst hatten: Leavenworth sollte bis ins kleinste Detail bayerisch werden, damit man beruflich von Holzfällerei auf Tourismus umsatteln konnte. Denn die Leavenworther kannten schließlich die Vorliebe der Amerikaner für einen Urlaub in Bayern – was lag da näher, als Bayern in die Vereinigten Staaten zu verlegen? Mit gemeinsamen Kräften machten die Bewohner aus ihrem Ort ein vollkommen bayerisches Dorf, in dem äußerlich seither nichts mehr an die USA erinnert. Die Authentizität der bayrischen Szenerie wird durch die Cascade Mountains abgerundet und lässt die Häuser im Fachwerk-Stil täuschend echt wirken.

Selbst die Niederlassung einer weltweiten Fast-Food-Kette, der örtliche Supermarkt sowie die Tankstelle bekamen eine bayerische Fassade mit Holzverzierung, großem Balkon und Blumenkästen. Restaurants und Hotels mit deutsch klingenden Namen wie „Alpenrose Inn“, „The Enzian Falls Hütte“, „King Ludwig’s“, „Cafe Christa“ oder „Best of the Wurst“ schossen in Leavenworth wie Pilze im bayerischen Wald aus dem Boden... und sorgen dafür, dass heute jährlich mehr als eine Million Besucher aus aller Welt in Leavenworth bestens beherbergt werden.

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Sources: magazinUSA.com
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