Texas – deutsche Einwanderergeschichte

Deutsche Einwanderer in Texas

Fredericksburg, Texas
Fredericksburg, Texas

Deutsche und Texas haben eine enge Verbindung – gemessen an der Bevölkerungszahl im Jahr 2000 leiten sich aus reinen deutschen Vorfahren ca. 8% der Texaner ab und aus teilweisen nochmals die gleiche Zahl ab. So sind Deutschstämmige die zweit-stärkste ethnische Gruppe nach den Hispanics.

Fredericksburg, Texas
Fredericksburg, Texas

Einwanderungswelle
Wenngleich einzelne deutschstämmige Einwanderer schon in der Zeit, als die Mexikaner und Spanier die Kontrolle über das Gebiet hatten, eingewandert sind, so werden allgemein die frühen 1830er Jahre als der Beginn einer starken deutschen Einwanderungswelle benannt.

German Belt
Ein interessantes Phänomen in Texas ist der sogenannte German Belt. Deutsche hatten bei ihrer Immigration in die neue Welt ein starkes Zusammenhaltgefühl und siedelten stets in ‚geschlossenen Gruppen‘, blieben weitestgehend unter sich. Wurden die Siedlungen zu gross oder unattraktiv oder kamen ganze „Dörfer“ geschlossen in die Neue Welt, so zog man weiter und siedelte an neuer Stelle.
Es entstand eine Art Gürtel, eben der German Belt. Dieser begann bei Galveston und Houston im Südosten und zog sich über Zentral-Texas gen Westen nach Kerrville, Mason und Hondo – allgemein gesprochen das Gebiet von der Küste, den Coastal Plain nach Hill Country.
Letzteres oder ein Teil davon wird noch heute als ‚German Hill Country‘ bezeichnet.
Betrachtet man diese Orte, so stellt man fest, dass sich der Belt über eine riesige Distanz zieht und sicherlich nicht als eng geschlossen bezeichnet werden kann, aber in Texas ist eben alles etwas grösser…

Auslöser
Nun kann man sich fragen, was diese Immigrationswelle auslöste, schliesslich war hier kein Goldrausch und es handelte sich nicht um den Goldenen Westen. Migrations-Wissenschaftlern ist dies kein unbekanntes Phänomen: Es wird als ‚Konzept starker Persönlichkeiten‘, ‚Ketten-Migration‘ oder ‚Amerika-Briefe‘ bezeichnet. Ausgelöst durch eine Persönlichkeit, die eine besonders ausgeprägte Führungsnatur und Motivationskraft hat, um andere zu beeinflussen und mit sich zu reissen. Im Falle von Texas handelt es sich um Friedrich Diercks, einem Gärtner aus Nordwestdeutschland, dem Gebiet um Oldenburg. Diercks, der sich allerdings einen anderen Namen zulegte, nämlich Johann Friedrich Ernst, wurde zu zentralen Figur der Einwanderungswelle. Seine in die Heimat versandten ‚Amerika-Briefe‘ sprühten von Begeisterung und die Idee des Aufbruchs, des Neuanfangs mit fantastischen wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen, setze sich in den Köpfen der bis dato ‚Daheimgebliebenen‘ fest.
Zigtausende folgtem seinem Ruf.
Ernst selbst hatte bei seiner Einwanderung Missouri als Ziel. In New Orleans hörte er jedoch davon, dass westlich in der Kolonie, die von einem Stephen F. Austin gegründet worden war, Land vergeben wurde. Ernst bewarb sich und bekam 1831 ein 1.600ha groses Stück Land zugeteilt. Er siedelte und von hier aus motivierte er durch seine Briefe die dann folgenden Aussiedler. Das Gebiet, heute Austin County, wurde zum Startpunkt des German Belt.
Die ersten Siedler blieben in seiner Nähre und liessen sich in Orten wie Industry, Cat Spring und Rockhouse nieder.

Ernst’s Briefe wurden in Norddeutschland in Zeitungen abgedruckt und initierten somit vorwiegend einen Einwandererstrom aus Oldenburg, Holstein und Westfalen.
Der deutschen Mentalität und Gewohnheit entsprechend in kleinen begrenzten Gemeinden auf engem Raum zu leben wurde
interessanterweise auch auf das neue Land übertragen – man konnte fast beobachten, wie ganze Gemeinden einfach ein paar tausend Kilomenter von Europa nach Amerika versetzt wurden. Frühere Nachbarn waren oft auch wieder in Texas Nachbarn. Aber dieses Verhalten war auch die notwendige Grundlage, um Sprache, Gebräuche und Traditionen aufrechtzuerhalten.

Adlige und die Aussicht auf Macht
Der Zustrom deutscher Einwanderer, die von Ernst’s euphorischen und stets nur positiven Briefen bezüglich Texas‘ mitgerissen wurden, hielt das Jahrzehnt über an.

Lange genug, um bei einer kleiner Gruppe -bis dato unbedeutender- Adliger in Deuschland die Idee aufkeimen zu lassen, sich in einem neuen Land mit Einfluss, Macht, Ansehen und natürlich Wohlstand zu versehen.
Ihre Idee war, in der nun unabhängigen Republik Texas, unter Umständen auch politischen Einfluss gewinnen zu können.

Gesagt – getan, das ‚Texas Projekt‘ wurde ins Leben gerufen und ein Verein wurde gegründet: der Adelsverein – Verein zum Schutze Deutscher Einwanderer in Texas.

Tausende von Bauen wurden überzeugt, nach Texas zu kommen und den wirtschaftlichen Erfolg zu spüren. Ganze Dörfer in Deutschland wurden dadurch stark in ihrer Bevölkerung reduziert – manche komplett ‚ausgewandert‘.

Zwischen 1844 und 1847 kamen so ca. 7.000 Bauern und auch Handelstreibende nach Texas.

Viele der Einwanderer blieben einfach in Galveston, Houston und San Antonio hängen; einige erlebten die Neue Welt nur kurz, da die ersten Epidemien bereits eingeschleppt waren.
Wenngleich das Projekt den Verein finanziell ruinierte statt zu sanieren, bemühte man sich vom Verein aus, immer mehr eigenständige Gemeinden zu etablieren.

John O. Meusebach war einer der Adligen, der stark an der Auswanderungs-Motivation von Deutschen arbeitete und zugleich einer der Köpfe des Adligenvereins. Man spricht davon, dass er an die 35 Gemeinden zur Auswanderung bewegen konnte.
Die bekanntesten Orte, die von ihm und dem Verein gegründet wurden, waren New Braunfels und Fredericksburg, die heute noch eine deutliche deutschstämmige Bevölkerung aufweisen und in denen deutsche Traditionen hochgehalten werden.

Ein anderer massgeblicher Kopf war Henri Castro, der aus seinem Heimatgebiet, dem Elsass, mehr als 2.000 deutschsprachige Siedler zum Umzug animierte und den Ort Castroville gründete, dem Zentrum der Elsass-Deutschen.

Bis 1850 hatte der German Belt bereits seine Gestalt angenommen; man versuchte zwar weiterhin durch Briefe neue Auswanderungswillige zu finden, allerdings wurde es schwieriger, denn der Bürgerkrieg, der zwar erst etliche Jahre später beginnen sollte, zeichnete sich bereits ab und sorgte dann erst einmal für einen Stop der Einwanderungswelle.

Nach dem Bürgerkrieg
Nach dem Krieg ging es 1865 dann aber im noch stärkeren Masse weiter und bis 1890 blickte man auf ca. 40.000 weitere Einwanderer, die sich über Texas verteilten und eigene Besiedlungsprojekte starteten. Einige gingen schief, andere waren erfolgreich.
San Antonio, Galveston und Houston gehörten dennoch immer wieder aufgrund ihrer Wirtschaftskraft zu bevorzugten Siedlungsgebieten.
Ende der 1880er waren in San Antonio ein Drittel der Bevölkerung Deutsche. Der heutige ‚King William Historic District‘, der auf der King William Street basiert, einst eine der einflussreichsten und wohlhabendsten Nachbarschaften in San Antonio, gibt noch heute einen Eindruck der damaligen Zeit.

Ruhe
Seit den 1950er Jahren ist es insgesamt stiller um die Aufrechterhaltung deutscher Sitten und Gebräuche in Texas geworden, zumindest ist die Dominanz und das Enklaven-Dasein langsam geschwunden. Sicherlich ist die Tradition nicht vergessen und die Zahl der deutschstämmigen wird das Deutschtum nicht vergessen lassen, aber der Texaner von heute, auch wenn er seine deutsche Wurzeln kennt und liebt, fühlt sich als Texaner und nicht als Deutscher. Die Migration ist abgeschlossen.

Verschiedenheit der Einwanderer
Über die Jahrzehnte der Einwanderung kamen die verschiedensten Gruppen nach Texas – nicht nur im religiösen Sinne, wo das Spektrum von Atheisten bis Protestanten und Katholiken ging, sondern auch vom Bildumgsstand und dem gesellschaftlichen Umfeld.
Das Pedernales River Valley hatte so für eine Zeit lang den Ruf, die Heimat der ‚tanzenden und trinkenden‘ Deutschen zu sein, wobei es sich sowohl um lutherische als auch katolische Farmer handelte. Die sogenannten ‚Freidenker‘, wobei es sich um Interlektuelle und politisch im Heimatland Verfolgte handelte, konzentrierten sich auf das Upper Valley of the Guadalupe. Das Llano Valley war bekannt für deutsche Methodisten.
Auf Kultur, Gesellschaft und Politik übten einige der dominanten Einwanderer ebenfalls eine nachhaltige Wirkung aus. Namen wie Chester W. Nimitz (Militär), Robert J. Kleberg (Rancher), Gustav Schleicher (Politik) und Charles A. Schreiner (Handel) sind noch heute bekannt.

Bräuche
Deutsche Zeitungen, Vereine, Handwerke und anderes ist noch viel zu finden. Der Brauch der Osterfeuer stammt vermutlich von Einwanderern aus Westfalen und Niedersachsen, Ostereier und -sträuche sowie Weihnachtsbäume sollen ebenfalls von deutschen Einwanderern verbreitet worden sein. Am Oster-Samstag abends ist es in Fredericksburg heute noch ein alljährlicher Brauch, die Osterfeuer zu entzünden.

Besucher
Der Besucher von Texas kann sich bei seinen Reisen die vielen deutschen Kolonien und Einflüsse anschauen.
Schützenfeste, Tradtionsvereine und ‚deutsche Wurscht‘ sind immer noch eine Besonderheit im Texas von heute. Eine
Fahrt durch ‚German Hill Country‘ wird viele Erinnerungen an Deutschland hervorrufen.

Bisbee, Arizona, eine alte Minenstadt

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Bisbee – eine alte Minenstadt

Bisbee, Arizona
Bisbee, Arizona
Bisbee, Arizona
Bisbee, Arizona
Bisbee, Arizona
Bisbee, Arizona
Bisbee, Arizona
Bisbee, Arizona

Bisbee ist eine ehemalige Minenstadt mit Kupfer, Gold- und Silbervorkommen. Sie wurde benannt nach Richter Judge DeWitt Bisbee, der auch einer der Investoren der Copper Queen Mine gewesen ist.

Bisbee’s Innenstadt ist sehr nett gestaltet und die viktorianischen Häuser sowie das Art Deco Courthouse locken Besucher in Scharen an.

Hier einige der Sehenswürdigkeiten der kleinen Stadt:

Cochise County Courthouse, die Copper Queen Mine, die unterirdische und oberirdische Touren Touren anbietet, das Phelps Dodge General Office Building, welches im National Historic Landmark Register eingetragen ist und heutzutage das Bisbee Mining & Historical Museum beherbergt.

Weiterhin das historische Copper Queen Hotel aus dem Jahre 1902, in welchem man heutzutage immer noch Wohnen kann!

Der ‚Lavender Pit‘ ist eine nicht mehr in Betrieb stehende oberirdische Mine inmitten der Stadt.

Ein weiteres interessantes Bauwerk ist das 1909 errichtete Warren Ballpark Stadium, das immer noch in Betrieb ist und eines der ältesten der USA ist.

Wie man hinkommt

Bisbee erreicht man von Phoenix aus über die I-10 und nimmt dann die US 80 Richtung Süd, die auch durch Tombstone führt.

Karte

Grand Canyon Nationalpark in Arizona – einzigartige Landschaft und Ausblicke

Grand Canyon Nationalpark in Arizona
Grand Canyon Nationalpark in Arizona

Der Park auf einen Blick: Er ist ca. 4 Std. Autofahrt von Phoenix und ca. 1,5 Std. von Flagstaff entfernt.
Eintritt: $35 pro Fahrzeug; $30 pro Motorrad
Tipp: Denken Sie über den Nationalpark Jahres-Pass für USA Nationalparks nach, denn der beinhaltet alle Nationalpark und lohnt sich ab 3-4 Parks.

Wenn man wenig Zeit mitbringt:
Die Mehrzahl der Besucher hat wenig Zeit und will trotzdem den Eindruck des Grand Canyon mit nach Hause nehmen. In diesem Fall fährt man in den Park zur South Rim, und muss nicht mehr als 0.5 bis 3 km vom Visitor Center aus gehen, um auf dieser ganzen Strecke in den Canyon zu sehen. Souvenier Shop, Kaffee etc. ist ebenfalls angeboten. Wer übernachten will im Park, findet hervorragende Lodges für diesen Zweck direkt am Canyon. Mit dem Auto oder dem Parkbus kann man Rundfahrten an der Canyon-Rim unternehmen. Der kostenlose Shuttle Bus, der alle 15-20 min fährt bringt einen zu allen guten Punkten der South Rim — in 3-4 Stunden kann man diese bequem in einer Kombi von Busstrecken und Zu-Fuß-Strecken erkunden.

Möglichkeit Nummer 2 ist: man will richtig wandern, den Canyon von seinem Innersten aus sehen, bis zum Colorado River vorstoßen et cetera. Für all diejenigen ist der Canyon das ideale Wandergebiet. Verschieden lange Trails ziehen sich durch den Canyon. Morgens vor Sonnenaufgang sehen die Besucher, die oben am Canyon Rand bleiben und sich auf den Sonnenaufgang vorbereiten, noch die Lagerfeuer der Trail-Camper weit unten im Canyon. Touren mit Pferd runter in den Canyon sind ebenfalls möglich und beliebt. Eine Ranch unten im Canyon bietet ebenfalls Übernachtungsmöglichkeit.

Das Visitor Center sollte für jeden Besucher immer der erste Anlaufpunkt sein. Hier erfährt man, auch in deutscher Sprache, welche Programme seitens der Ranger angeboten werden (z.B. Kurzwandreungen, bei denen Phänomene erklärt werden oder auf Dinge hingewiesen wird, die man vielleicht sonst nicht wahrnimmt). Auch Gesprächsrunden etc.
Will man aktiv sein, so sollte man sich zu den geplanten eigenen Aktivitäten, z.B. Radfahren, Hiking (Wandern) etc. Infos beschaffen, z.B. bezgl. Begehbarkeit von Trails, Schwierigkeitsgrade, Zeitschätzungen etc., damit man Wassermengen, Streckenabschnitte besser einschätzen kann. Die Ranger geben sehr gerne Auskunft.

Grand Canyon Nationalpark – was man sehen muss!!!

Grand Canyon Nationalpark in Arizona
Grand Canyon Nationalpark in Arizona

East Rim Drive (an der South Rim)

Man kann den East Rim Drive 26 mi von Grand Canyon Village bis Desert View selbst mit dem Auto befahren – allerdings nur von ca. November bis März, danach muss das Fahrzeug geparkt werden und es geht mit einem kostenlosen Bus-Shuttle weiter. Diese Tour gibt einen schnellen Eindruck vom Canyon und führt an den schönsten Aussichtspunkten vorbei.

Im Visitor Center Bereich: Beginnend am Visitor Center der South Rim geht ein kurzer, vielleicht eine Meile langer Weg an der Canyon Kante entlang. Man kann schön in den Canyon hineinschauen und kommt an Shops und Hotels des Grand Canyon Villages vorbei. Hier finden Sie auch das Lookout Studio und Kolb Studio. Alles ist gleich in der Nähe des Visitor Centers gelegen (10min zu Fuss oder fährt mit dem Auto und parkt direkt davor). Versuchen Sie hierher zu kommen, wenn es noch nicht so voll ist, denn aufgrund der Nähe zu den Unterkunftsmöglichkeiten, Parkplätzen und Shops etc. wird es zur Saison sehr voll.

Geführte Tour: Grand Canyon Rim Drive (South Rim): eine 70 mi lange Rundfahrt, die einmal morgens und einmal nachmittags veranstaltet wird. Morgens wird die West Rim gefahren und Punkte wie Hopi und Pima Points, Hermits Rest (Klippenbehausung). Nachmittags ist der East Rim Drive an der Reihe, der zum Yavapai Point, Mran Point und Lipan Point und Desert View (hier hat man vom Watchtower (Aussichtsturm) grandiose Ausblicke auf den Canyon, Painted Desert und den Kaibab National Forest. Buchen kann man an den ‚Transportation Desks‘ von Bright Angel Lodge, Maswik Lodge und Yavapai Lodge.

Grand Canyon Nationalpark in Arizona
Grand Canyon Nationalpark in Arizona

Sonnenaufgang & Sonnenuntergang Grand Canyon

Sonnenaufgang

Der Mather Point an der South Rim ist einer der besten Punkte, um einen Sonnenaufgang am Canyon zu erleben.
Weitere favorisierte Aussichtstellen sind:
Hopi Point am West Rim Drive; Yavapai Point im Village Bereich; am East Rim Drive sind es Yaki Point und Lipan Point; oder versuchen Sie Desert View am Osteingang des Parks.

Sonnenuntergang

Abends wird aus romantischer Sicht vielleicht der Lipan Point Ihr Lieblingsplatz werden.
Vielleicht sind Sie schon am Vorabend im Park und finden Ihren Lieblingsstandort für den nächsten Morgen selbst ‚raus. Die Abende im Grand Canyon können wunderbar entspannend sein.

Tabelle mit ungefähren Sonnenauf-/ -untergang Zeiten am Grand Canyon.

Werte stellen ca. Angaben dar.  
DateSunriseSunset
1. Jan7:4117:28
1. Feb7:2917:56
1. Mar6:5918:24
1. Apr6:1518:50
1. May5:3619:16
1. Jun5:1319:40
1. Jul5:1619:49
1. Aug5:3619:33
1. Sep6:0018:56
1. Oct6:2418:12
1. Nov6:5117:33
1. Dec7:2117:15
Grand Canyon Nationalpark in Arizona
Grand Canyon Nationalpark in Arizona

Nachfolgend mehr Details zum Grand Canyon Nationalpark

Der Grand Canyon wird in drei Teile eingeteilt:

South Rim

Die ‚South Rim‘ ist das ganze Jahr geöffnet. Eingang hat 24 Std. offen, Visitor-Center hat i.d.R. zwischen 8.00 Uhr morgens und 17.00 Uhr auf.

North Rim

Offen vom 15. Mai bis November. Aufgrund der Höhe liegt während des Rests des Jahres zu viel Schnee.

‚Rim‘ bedeutet ‚Kante‘ im Englischen. Somit geht es um die Süd- und Nordkante des Canyon.

Canyon

Der gesamte Bereich im Tal des Canyon entlang des Colorado Rivers.

90% der Besucher kommen zur South Rim, die zu allen Jahreszeiten wunderbare Aussichten auf den Canyon bietet. Nur 10 Prozent sehen die North Rim (Nordkante), die aufgrund ihrer höheren Lage im Winter nicht erreicht werden kann. Wer sie besuchen will, kann dies nur zwischen Mitte Mai bis Mitte Oktober. An der South Rim stehend kann man leicht auf die nur 16 km entfernt gegenüberliegende Nordseite schauen, jedoch muß man 215 mi (345 km) mit dem Auto fahren, um dort hinzukommen, da man um den Canyon herumfahren muß.
Der Grand Canyon ist 277 mi (445 km) lang, 10 mi (16 km) breit und 1 mi (1,6 km) tief (an der South Rim).

Grand Canyon Nationalpark in Arizona
Grand Canyon Nationalpark in Arizona

Die South Rim

Die South Rim (Südkante des Grand Canyons) erstreckt sich vom Visitor Center aus 25 mi nach Ost und über 250 mi nach West. Auf der ‚South Rim‘ liegen Aussichtspunkte nahe ‚Grand Canyon Village‘, an ‚Hermit’s Rest‘ und ‚Desert View‘. An der South Rim befindet sich die Grand Canyon Village mit dem Visitors Center. Das Visitor Center sollte auf jeden Fall die erste Station im Park sein.

Hier gibt es alle notwendigen Informationen von sehr engagierten Rangern, die in der Planung gerne behilflich sind. Auch wer keine herausfordernden Wanderungen unternehmen will, sollte sich hier informieren. Das drei-dimensionale Modell des Parks ist besonders und für jederman interessant. Der Park veröffentlicht zudem ‚The Guide‘, das ist die eigene Parkzeitung für die South Rim. Sie ist kostenlos im Visitors Center erhältlich und wird auch in deutscher Sprache herausgegeben. Im und um Grand Canyon Village gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Hotels Motels und Cabins.

Die Busse, die einen zu den für den Autoverkehr gesperrten Punkten bringen, starten ebenfalls an der South Rim. Die Fahrt lohnt sich, zumal man an interessanten Stellen aussteigen kann und dann einfach mit dem nächsten Bus weiterfährt.

East Rim Drive (an der South Rim)

Man kann den East Rim Drive 26 mi von Grand Canyon Village bis Desert View mit dem Auto befahren – allerdings nur von ca. November bis März, danach muss das Fahrzeug geparkt werden und es geht mit einem kostenlosen Shuttle Bus weiter.

Typische South Rim Aktivitäten

Grand Canyon Rim Drive: Ein 70 Meilen Rundtrip entlang der South Rim bietet spektakuläre Aussichten in unterschiedlichste Teile des Canyon. Es wird ein „Morning-Trip“ und ein „Afternoon-Trip“ angeboten.

South Rim Wandern

Es gibt kurze Tagestrips und mehrtägige Touren, die einen tief in den Inner Canyon bis zum Colorado River führen. Zu beachten ist, dass alle Touren unterhalb der Rim sehr anstrengend – vor allem in den heißen Sommermonaten – werden können.

Pferde und Maultiere

Touren per Pferd und Maultier können im Park gebucht werden. Ihre Tourführer sehen ‚Cowboy-gerecht‘ aus und man erlebt die Touren weniger anstrengend als bei Wanderungen und gleichzeitig mit dem richtigen Ambiente. Station gleich in der Nähe des Visitor Centers. Tagestrips bis zum Plateau Point und 2-Tagestrips bis zur Phantom Ranch am Fusse des Canyons sind möglich.

Bright Angle Trail

Beginnt westlich der Bright Angel Lodge. Führt von der South Rim 1600m tief in das Tal des Canyons. Der Trail ist eine mehrstündige Wanderung und bietet die Möglichkeit, bis zum Colorado River vorzudringen. Rechnen Sie mit 10km pro Strecke!

Grand Canyon Nationalpark in Arizona
Grand Canyon Nationalpark in Arizona

Die North Rim

Die North Rim (Nordkante des Grand Canyons) ist bei Weitem nicht so stark touristisch entwickelt wie ihr Gegenüber, die South Rim.

Sie ist ca. 220 mi von Grand Canyon Village (South Rim) entfernt. Ca. 5 Std. Fahrt, denn man muss ‚aussen rum‘ fahren. Alternativ bleibt nur die Wanderung durch den Canyon. North Rim besuche sind mehr etwas für Besucher, die weniger an Souvenier Läden als an fordernder körperlicher Aktivität, sprich Wanderung, interessiert sind. Die Strassen zur ‚North Rim‘ sind von ca. November-Mitte Mai wegen starken Schneefalls gesperrt.

Klima der North Rim : An der ‚North Rim‘ (ca. 2.700m hoch gelegen) liegen die Temperaturen im Sommer bei angenehmen 20 Grad und im Winter erwarten den Besucher 180 bis 300 cm Schnee. Allerdings ist die ‚North Rim‘ im Winter für einige Monate (ca. November bis April/Mai) geschlossen.

Offizielle Website: https://www.nps.gov/grca/

Grand Canyon West und der gläserne Skywalk

Grand Canyon West gehört nicht zum Grand Canyon Nationalpark und wird separat von den Hualapai Indianern betrieben. Siehe unser Artikel: Skywalk und Grand Canyon West

Newport, Oregon und Yaquina Head Leuchtturm

Yaquina Leuchtturm, Newport, Oregon
Yaquina Leuchtturm, Newport, Oregon
Newport, Oregon
Newport, Oregon
Newport, Oregon
Frischen Fisch kaufen, Newport, Oregon

1882 wurde Newport als Fischerei Stadt an der Yaquina Bay an Oregon’s Küste aus der Taufe gehoben. Die ersten Austern-Fischer entdeckten den Platz schon 1855. Offiziell als Ortschaft wurde Newport 1866 am Unabhängigkeitstag, gegründet.
Heute leben hier knapp 10.000 Menschen und die Fischerei dominiert immer noch und macht einen großen Teil des wundervollen Flairs dieser Stadt aus.

Das zweite Standbein der Stadt ist heute der Tourismus: Saison ist im Sommer aber wer kilometerlange Spaziergänge an teilweise 100m breiten Sandstränden liebt, der sollte auch einmal im Frühling oder Herbst hierher kommen. Sogar der Winter bietet eine besondere Attraktion: den Zug der Wale – Yaquina Bay ist einer der besten Plätze in Nordamerika, um die 14m großen Grauwale bei ihrer fast 10.000 km Wanderung von den Gewässern Alaskas in die warmen Wasser von Baja California hier vorbeiziehen zu sehen. Das gleiche Spiel wiederholt sich von März bis Mai, wenn sie wieder zurückziehen.

Aber wie die Bewohner von Newport erzählen, sieht man Wale eigentlich das ganze Jahr über: aber man muss einen geübten Blick haben, um die ersten Zeichen, das Ausstoßen des Wassers in Fontänen in vielleicht 1 Meile von der Küste entfernt, zu sehen.
Wer keinen Wal vom Strand aus zu Gesicht bekommt, der kann im Fischerhafen von Newport eine Tour buchen und aus nächster Nähe sein Glück versuchen.

Aber der Hafen alleine ist es wert, ihn genauer unter die Lupe zu nehmen: Seelöwen liegen faul auf jedem freien Liegeplatz, der sich zwischen den Booten bietet, herum und ‚grölen und schreien‘ den ganzen Tag über herum (und nachts endet das immer noch nicht).

Das „Oregon Coast Aquarium“( https://aquarium.org/ ) ist eine der meistbesuchten Attraktionen in Newport, aber darauf bleibt die Attraktivität der Stadt nicht beschränkt. Die zwei Leuchttürme der Yaquina Bay dürften auch beim letzten Besucher endgültig die Romantik der alten Tage in Erinnerung kommen lassen: Yaquina Head und Yaquina Bay heißen die beiden Prachtstücke von Leuchttürmen. Ersterer erlaubt eine Besichtigung bis hoch in die Leuchtstation.

Die Strände von Newport suchen ihresgleichen. Hotels bieten direkte Strandlage und mehr als 80 Restaurants liefern die Grundlage für Energie, wenn man lange Strandwanderungen unternimmt.

Walbeobachtung an der Küste von Oregon, hier: ein Hinweisschild bei Newport, Orgeon
Walbeobachtung an der Küste von Oregon, hier: ein Hinweisschild bei Newport, Orgeon
Fisch Restaurant direkt am Hafen, Newport, Oregon
Fisch Restaurant direkt am Hafen, Newport, Oregon
Newport, Oregon
Newport, Oregon

Newport Coupons / Discounts
Auf Newport’s Website finden sich etliche Coupons und Hinweise auf Discounts zu Sehenswürdigkeiten, Hotels, Restaurants:
Website: http://discovernewport.com/get-deals

Yaquina Leuchtturm, Newport, Oregon
Yaquina Leuchtturm, Newport, Oregon

Yaquina Head Lighthouse / Leuchtturm

Leuchtürme sind romantisch, erinnern an eine andere Zeit und Reisende lieben sie.

Yaquina Head – Ein Leuchtturm in allerbestem Zustand, bilderbuchmässig restauriert.
1893 wurde der höchste Leuchtturm an der Küste von Oregon erstmalig in Betrieb genommen.
Der Turm steht direkt an der Steilküste der Yaquina Bay – wenige Meilen von Newport entfernt.
Er ist 93 ft (28.34m) hoch und präsentiert sich in klassischen Farben: unten weiss gestricherner Ziegel mit schwarzer Stahl-Kuppel und rotem Dach.
Man kann den Leuchtturm besichtigen, welches auch heute noch in Betrieb ist. Zwei 1.000 Watt Birnen können bis zu 19 Meilen (30 km) hinaus auf Meer gesehen werden.

Yaquina Leuchtturm, Newport, Oregon
Yaquina Leuchtturm, Newport, Oregon

Karte

Tillamook

Tillamook Käsefabrik
Tillamook Käsefabrik
Tillamook Käsefabrik
Tillamook Käsefabrik

Tillamook – Tillamook County, das bedeutet für jedermann in den USA: Käse!

1909 gründeten Farmer im Tillamook County die Tillamook County Creamery Association (TCCA).
Tillamook, der Ort, hat ca. 4.000 Bewohner, aber 6 mal soviel Kühe.
Wer die US101 entlangfährt sollte unbedingt einen Stop hier einlegen und sich im Besucherzentrum der Käse-Firma umsehen und … natürlich die ausgelegten Probierstücke testen.

Tillamook Käsefabrik
Tillamook Käsefabrik

Man kann im Shop dann auch alle Produkte kaufen.

Auch die Eiskrem von Tillamook gehört zu den Lieblingsprodukten der Besucher; in den Sommermonaten oft lange Schlangen!

Tillamook liegt am Highway 101 ca. 40 miles südlich von Cannon Beach, 75 mi südlich von Astoria und ca. 110 mi westlich von Portland.

More Information 4175 Highway 101 North
(2 mi nördlich der Gemeinde Tillamook)
Tillamook, Oregon

Eintritt frei

Öffnungszeiten:
8.00 bis 18.00 Uhr (Labor Day – Mitte Juni)
8.00 bis 20.00 Uhr (Mitte Juni – Labor Day)
RV Parking : ja (nicht über Nacht)

Website: https://www.tillamook.com/

Cannon Beach, Haystack Rock, Ecola State Park

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Haystack Rock, Cannon Beach, Oregon, USA
Haystack Rock, Cannon Beach, Oregon, USA
Sonnenuntergang am Haystack Rock, Cannon Beach, Oregon, USA
Sonnenuntergang am Haystack Rock, Cannon Beach, Oregon, USA

Haystack Rock mit seiner auffälligen Form ist das Wahrzeichen von Cannon Beach, einer Top Destination an der Oregon Küste.

Cannon Beach bietet ein Urlaubsort Flair, ist voll und ganz auf Tourismus ausgelegt und Hotels sind nicht gerade billig, ausser man besucht Cannon Beach zwischen Oktober und Mai, wenn alles ruhig zugeht, nur wenige Restaurants noch geöffnet haben und das Wetter frisch bis kalt sein kann. Der Sommer ist dann Hochsaison und oft ausgebucht. Die Strände von Cannon Beach sind gewaltig: breit und kilometerlang.

Man findet im Ort und Umgebung auch viele kleine Hotels, B&B’s und AirBnB’s.

Cannon Beach liegt an der US 101, ca. 25 mi südlich von Astoria und ca. 70 mi westlich von Portland.

Karte

Cannon Beach, Oregon, USA
Cannon Beach, Oregon, USA
Cannon Beach, Oregon, USA
Cannon Beach, Oregon, USA

Ecola State Park

Ecola State Park, Oregon, USA
Ecola State Park, Oregon, USA
Oregon Küste
Oregon Küste

Nur 5-10 Minuten nördlich von Cannon Beach findet sich Ecola State Park, dessen Name vom indianischen Wort für Wal abgeleitet ist.
Wenn man auf den Klippen hoch über dem Strand steht, hat man einen fantastischen Blick über die Küste. Indian Beach ist herrlich für Strandspaziergänge und wenn man den Sonnenuntergang beobachten will.

Ecola State Park ist eine Top Camping Stelle.

Website: Ecola State Park

Oregon’s Küste, Strände und Leuchtürme

Haystack Rock, Cannon Beach, Oregon, USA
Haystack Rock, Cannon Beach, Oregon, USA
Heceta Leuchtturm -- Leuchttürme an Oregon's Küste
Leuchttürme an Oregon’s Küste (hier: Heceta)
Oregon Küste
Oregon Küste
Oregon Küste
Oregon Küste

Oregon’s Nördliche Küste

Wer gerne in der Brandung windsurft oder am Strand einen Drachen steigen lassen möchte, freut sich über eine kräftige Brise. Doch wenn man lieber sonnenbadet, ein gemütliches Picknick veranstaltet oder mit den Kindern eine Sandburg baut, ist starker Wind weniger willkommen.

Oregon, das Urlaubsparadies im Nordwesten der USA, hat zum Glück beides zu bieten.

Beschrieben sind die Strände hier von Norden nach Süden. Einige sind nur bei Ebbe nutzbar und stehen bei Flut unter Wasser. Deshalb sollte man sich vorher vor Ort eine Gezeitentabelle besorgen. Die gibt es in Geschäften oder in der Lokalzeitung. Oder ganz einfach auf dem Handy suchen. In deutsch beispielsweise: Gezeiten Cannon Beach oder im Englischen „High tide low tide Cannon Beach“. Oder „Tides Chart Cannon Beach“. High Tide ist die Flut und Low Tide is Ebbe.

Crescent Beach im Ecola State Park hat schon in einigen Filmen „mitgespielt” und gehört zu den meistfotografierten Stränden Oregons.
Kein Wunder, dass es ausgerechnet der Fotograf Robert L. Potts ist, dem dieser malerische Strand spontan in den Sinn kommt, wenn es um ein windgeschütztes Plätzchen an der Küste geht.

Etwas weiter südlich – zwischen Cannon Beach und Arch Rock – findet man den Strand am Hug Point, der sogar einen hübschen kleinen Wasserfall und eine Höhle zu bieten hat, aber nur bei Ebbe erreichbar ist – bevor die Flut kommt, sollte man ihn wieder verlassen.

Sonnenuntergang am Haystack Rock, Cannon Beach, Oregon, USA
Sonnenuntergang am Haystack Rock, Cannon Beach, Oregon, USA

Der Short Sand Beach im Oswald West State Park ist nicht nur einer der schönsten an der gesamten Küste von Oregon, sondern zudem auch rundum umschlossen und damit im Sommer wie im Winter geschützt.
Er ist vor allem auch bei Surfern sehr beliebt.

Im Cape Lookout State Park, am “Three Capes Loop”, liegt der Strand am Cape Lookout. Ein Redakteur der Zeitschrift Oregon Coast, Jason F. Jensen, schrieb über diesen Strand einmal, das Wasser sei hier tropisch, fast wie in der Karibik. Er empfahl, oben am Berg zu parken und dann hinunterzuklettern, auch wenn der Weg etwas steil ist.

Oregon’s Mittlere Küste

Der Strand von Hidden Cove am nördlichen Rand von Lincoln City ist genau das, was der Name verspricht:
versteckt.

Die meiste Zeit steht er nämlich unter Wasser.
Man „findet” ihn nur bei Ebbe, wenn man vom nördlichen Ende des weitaus bekannteren Roads End Beach weiterläuft.

Bevor die Flut kommt, sollte man ihn aber wieder verlassen. Spektakuläre Felsgebilde bekommt man vor der Küste am Fogarty Creek State Park zu sehen, rund 5 km südlich von Gleneden Beach. Man erreicht den Strand, der im Winter sogar noch geschützter liegt als im Sommer, über einen Pfad, der unter dem Highway 101 hindurchführt.

Robert Potts empfiehlt auch Cape Cove Beach an der bei nördlicher Brise windabgewandten Seite des Cape Perpetua:
„Hier ist es garantiert warm, wenn alle anderen im kühlen Wind frieren.” Der Strand liegt direkt unterhalb des Besucherzentrums, ist aber auch bei Flut überspült und daher nur während der Ebbe nutzbar.

Bei den Bewohnern des Städtchens Florence ist der Devil’s Elbow Beach äußerst populär. Er liegt beim malerischen Leuchtturm am Heceta Head, ungefähr 16 km nördlich der Küstengemeinde.
Den Leuchtturm selbst kann man nachmittags besichtigen, und gleich daneben gibt es im alten Wärterhaus sogar eine Frühstückspension.

Leuchttürme an Oregon's Küste (hier: Yaquina)
Leuchttürme an Oregon’s Küste (hier: Yaquina)
Oregon's Strände
Oregon’s Strände

Oregon’s Südliche Küste

Drei sehr schöne Strände findet man innerhalb von zehn Kilometern, wenn man von Charleston aus dem Cape Arago Highway bis zum Ende folgt.

Gut drei Kilometer südlich der Stadt liegt der Bastendorff Beach in der Nähe des gleichnamigen Parks. Er empfiehlt sich vor allem wegen seiner zahlreichen Zeltplätze und seinem großen Picknickbereich.

Noch einmal anderthalb Kilometer weiter südlich lockt der sehr flache Strand am Sunset Bay State Park mit angenehm warmem Wasser und nach weiteren fünf Kilometern der Cape Arago State Park. Hier ist es die südlichste Bucht – die South Cove –, die im Sommer guten Windschutz bietet. Von hier hat man einen herrlichen Ausblick auf das vorgelagerte Riff und Shell Island (die Muschelinsel), die häufig von Seehunden und Seelöwen besucht wird.

Neben der alten Küstenstraße, südlich des Otter Point State Park, gelangt man zu dem flachen und sehr breiten Bailey Beach.
Einen schönen Ausblick auf Hunter Island genießt man vom Strand an der rund zehn Kilometer weiter südlich gelegenen Südseite des Cape Sebastian. Gerade an einem richtig windigen Tag spürt man hier sofort den Unterschied. Allerdings verschwindet auch dieser Strand regelmäßig in der Flut, um dann bei Ebbe wieder aufzutauchen.

Innerhalb des “Samuel H. Boardman State Scenic Corridor” gibt es schließlich noch zwei weitere windgeschützte Strände kurz vor der Grenze zu Kalifornien.

Seinem Namen alle Ehre macht der Secret Beach an der Thunder Rock Cove. Hier donnert die Brandung mit lautem Getöse gegen die Felsen, aber der Strand mit dem kleinen Wasserfall und den wilden Angoraziegen, die mitunter am Hang grasen, ist ein echter „Geheimtipp” unter Kennern.
Ganz in der Nähe und leicht zugänglich ist der Whaleshead Beach: hier kann man fast am Strand parken.

Oregon's Küste
Oregon’s Küste

Oregon State Parks

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Colorado’s Great Sand Dunes Nationalpark — Sanddünen zum Begehen und Sandboard fahren

Great San Dunes Nationalpark, Colorado
Great San Dunes Nationalpark, Colorado

Sandwüsten gibt es in Arizona und Kalifornien und New Mexico, aber die Great Sand Dunes of Colorado sind etwas besonderes in Ansehen und Größe. Wer in Colorado herumfährt und sich in die Landschaft hineingesehen hat, der erwartet einfach keine ‚echten‘ Sanddünen, vor allem keine, die Hunderte Meter hoch sind.

Great San Dunes Nationalpark, Colorado
Great San Dunes Nationalpark, Colorado

Es sind die höchsten Sanddünen in Nordamerika.

Wie völlig ‚fehl am Platz‘ wirken diese goldenen Sandberge am Fuß der schneebedeckten Rocky Mountains.

Great San Dunes Nationalpark, Colorado
Great San Dunes Nationalpark, Colorado

Great San Dunes Nationalpark, Colorado
Great San Dunes Nationalpark, Colorado

Great San Dunes Nationalpark, Colorado
Great San Dunes Nationalpark, Colorado

Das 153 qkm große Areal ist 38 mi nordöstlich von Alamosa gelegen und über die I-25 und dann US 160 und dann SR 150 zu erreichen.

Zu schwer, um mit dem Wind über die „Sangre de Cristo Range“ getragen zu werden, hat sich der Sand hier seit ca. 15.000 Jahren abgelegt. Das Resultat ist eine 101 qkm große, sich ständig in der Form verändernde Sanddüne. Gerüchte von ganzen Planwagen-Trecks, die in der 250 m hohen Düne verschwunden sind, halten sich ebenso, wie die von Kreaturen, die im Inneren der Düne leben.

Das „echte Wüstengefühl“ bekommt man sicher beim Ersteigen der Düne. Im Sommer ist es ratsam, die kühleren Morgentemperaturen zu nutzen für den Aufstieg vom Parkplatz bis zum höchsten Punkt. Dieser höchste Punkt ist bis zu 213 m hoch. Der Sand kann sich im Sommer bis zu 70 Grad Celsius aufheizen.

Ein Minimum von 2 Stunden wird benötigt, um die Sanddünen zu besichtigen bzw. wenn man ganz nach oben will. Aber ein halber Tag ist realistischer bei der Zeitplanung. Der Park liegt etwas abseits der üblichen Touristenrouten und ist daher nicht so überlaufen. Wenn man sich in Sandboarding oder Sandschlitten fahren versuchen will, muss man mehr Zeit einkalkulieren und auch das Sportgerät noch mieten, was nicht im Park möglich ist. Die Park Website gibt Auskunft darüber.

Im Frühling und Sommer können die Temperaturen leicht bis 40 Grad Celsius erreichen. Der Herbst bietet milde, nicht zu heiße Temperaturen – die beste Möglichkeit die Düne zu besuchen. Im Sommer ist die Sonnenstrahlung sehr intensiv und man sollte an Sonnenschutz und Wasser denken. Wenn sie Glück haben, können sie im Winter die Düne mit weißer Haube erleben.
Es lohnt sich der Ausflug jedoch nur an sonnigen Tagen.

Es gibt keine wirklichen Wege – man geht da, wo man glaubt am einfachsten die Düne hochzukommen. Die Gipfeltour kann an jeder beliebigen Stelle beginnen.
Zur Entschädigung gibt es phantastische Ausblicke auf das gesamte 101 qkm große Dünenfeld.
Wer ganz bis zum höchsten Punkt der Dünen steigen will, braucht eine sehr gute Kondition, da das Bergauflaufen im Sand extrem anstrengend ist, aber es macht ungeheuren Spaß.
Cameras sollten gut geschützt werden, da bei plötzlich auftretenden Sandstürmen (was durchaus an der Regel ist) kaum etwas vor den Sandkörnern sicher ist und auch ohne Sandsturm immer irgendwelche Sandpartikel fliegen.

Man sollte ebenfalls die ‚dünnere‘ Luft in dieser Höhe bedenken, die einen Aufstieg schwerer macht. Wer nicht nur Dünen Erklimmer sein will, kann im Visitor Center den Verlauf von 1-10 km langen Wanderwegen ersehen, z.B. Monteville Nature Trail, Mosca Pass Trail, oder Sand Creek Trail.

Lage

Highway 150 erreichbar über I-25 South Ausfahrt Walsenburg. Dort die 160 West bis Blanca. Dann noch 18 Meilen auf Highway 150, die sich aber schon lohnen, denn man wird plötzlich die Silhouette der Dünen erkennen, zunächst sehr winzig und dann später beeindruckend gross.

Visitor Center

Das Visitor Center liegt gleich hinter dem Parkeingang und zeigt in einer Ausstellung die Entstehungsgeschichte der Dünen sowie die kontinuierliche Veränderung.
Man kann hier Informationen zu verschiedenen Wanderwegen bekommen, die 1 bis 10 km lang sind.
Offen das ganze Jahr von 8.00 – 18.00. (Öffnungszeiten können im Sommer variieren) Thanksgiving und 25. Dez. ist das Visitor Center geschlossen, ebenfalls bei sehr schlechten Wetterverhältnissen.

Eintritt

$25 pro Auto und $20 pro Motorrad. Gültig 7 Tage.
Übrigens: Ein Jahrespass, der für alle U.S. Nationalparks gültig ist (‚America the Beautiful‘ ist der Name) kostet übrigens $80 und ist bei mehreren geplanten Parkbesuchen vielleicht der bessere Weg: Jahrespass für alle U.S. Nationalparks

Offizielle Park Website: https://www.nps.gov/grsa/

Sedona, Arizona

Red Rock, Sedona, Arizona
Red Rock, Sedona, Arizona

Sedona und Oak Creek Canyon

Sedona, Arizona
Sedona, Arizona

Atemberaubende Kulisse, Outdoor-Aktivitäten, erstklassige Hotellerie, Restaurants, Galerien, Einkaufsmöglichkeiten. Festivals, Kunstereignisse und Aufführungen. Action, Erholung und Entspannung. Erinnerungen auf Lebenszeit!

Sedona liegt im Herzen von Nordzentral-Arizona in einer Höhe von 1500m über dem Meeresspiegel, 120 Meilen nördlich von Phoenix und 30 Meilen südlich von Flagstaff.
Die atemberaubende Schönheit der Natur, das durchweg milde Klima, die klare Luft und das reine Wasser machen Sedona zu einem der beliebtesten Touristenorte Arizonas.

Sedona’s größte Attraktion ist die rote Felsenlandschaft. Jeep Touren sind die beliebteste Art, das “back country” zu erleben sowie Wissenswertes über die Geschichte, Kultur, Pflanzen, Tierwelt und die Ureinwohner zu erfahren.

Red Rock, Sedona, Arizona
Red Rock, Sedona, Arizona

Des weiteren kann man reiten und wandern oder den Red Rock aus der Vogelperspektive betrachten: Per Flugzeug, Helikopter oder auch mit einem Heißluftballon entdecken Sie u.a. den Grand Canyon und historische Indianerstätten. Die Felsenkathedrale am Red Rock Crossing ist einer der meistfotografierten Naturansichten der USA.

Tuzigoot National Monument, westlich von Sedona, ist eine prähistorische Ruine errichtet von den Sinagua Indianern. Um alles zu sehen, sollte man mindestens 4-5 Tage in Sedona bleiben.

Kunst, Kultur und shopping
Sedona gilt als bedeutendes Kunstzentrum, mit über 40 Galerien und einem kulturellen Erbe, welches man selbst sehen, erleben und in der Literatur wiederfinden kann. Das Sedona Arts Center bietet regelmäßig Ausstellungen sowie Workshops, bei denen man in Kunst und Handwerk unterrichtet wird.

Wichtige Events sind das Sedona Festival of Lights (Luminaria) Mitte Dezember, das Sedona International Film Festival (https://www.sedonafilmfestival.com/) Ende Februar/Anfang März und das Sedona Arts Festival (https://www.sedonaartsfestival.org/) im Oktober. Ende September ist das Sedona WineFest und Ende Oktober das Red Rocks Oktoberfest.

Sedona ist ein aber auch wahres Einkaufsparadies: Geschäfte, Galerien und Boutiquen bieten einzigartiges Kunsthandwerk, typische Kleidung, Schmuck und Geschenkartikel für jeden Geschmack. Die besten Geschäfte der Stadt findet man in modernen Einkaufszentren.

Der Coconino National Forest und mehrere staatliche Parks von Arizona bieten auf einer Fläche von ca. 8.000 km² unbegrenzte Möglichkeiten für Freizeit Erholung und Tagesausflüge vom Schwimmen auf dem Slide Rock über Angeln im Oak Creek bis hin zum Camping, Wandern, Mountain Biking und Reiten durch eine herrliche Umgebung. Mehrere ausgezeichnete Golfplätze, eingebettet in eine atemberaubende Landschaft, machen Sedona zu einer äußerst beliebten Golfdestination.

In einem Umkreis von ca. 100mi / 160km von Sedona’s magischen roten Felsen liegt eine große Zahl natürlicher und von Menschenhand erschaffener Wunder: historische Indianer Ruinen, riesige Krater, ein berühmtes Observatorium, die größte Geisterstadt sowie der unvergleichliche Grand Canyon. Für die weniger Abenteuerlustigen lassen sich viele Ausflüge auch bequem mit dem PKW von Sedona aus organisieren, um all die schönen und interessanten Plätze der Umgebung zu erleben.

Mehr zu Arizona

Starten Sie hier in der Übersicht zum Staat Arizona, USA.

Kaliforniens Pacific Coast Highway 1 — Von L.A. nach San Francisco

Die 470 Meilen, das sind 756 km, zwischen Los Angeles und San Francisco sind das meistbefahrene Stück der eigentlich noch weiterführenden Route.

Karte des Highway-1 in Kalifornien
Karte des Highway-1 in Kalifornien

Die Route in Kurzform Der Highway 1, das ist der Abschnitt, der der Küste folgt, vereint sich immer wieder einmal mit dem Highway 101 auf seinem Weg, der südlich von Leggett in Nordkalifornien beginnt. VOn Legget geht es über Mendocino nach San Francisco. Von dort über Monterey und San Louis Obispo nach Lompoc, Santa Barbara und Los Angeles. Sein letztes Teilstück hat er dann nördlich von San Clemente, wo er auf den Highway I-5 trifft.

Im Strassenatlas wird die Panoramastrasse ‚California 1‘ genannt; klassisch wird sie aber meistens als Highway Number 1 oder Pacific Coast Highway bezeichnet. Letztes drückt auch aus, was er ist: eine Küstenstrasse am Pacific und jeder, der sie einmal bei schönem Wetter gefahren ist, weiss, dass „Küstenstrasse am Pacific“ nicht annähernd das ausdrückt, was man einem an Emotionen beim „erfahren“ der Strasse begegnet. Richtung Wer sich die Route einmal anschauen möchte, der wird sich überlegen, ob Nord-Süd oder umgekehrt der bessere Weg ist. Wir würden Süd-Nord vorschlagen, weil San Francisco als Stadt vom Ambiente her die richtige und passende Endstation bildet, aber entscheiden Sie selbst.

Karte des Highway-1 in Kalifornien
Karte des Highway-1 in Kalifornien

Fahrzeit

Kein Zweifel, man kann das Ganze in einem Tag ‚abhaken‘ – aber schliesslich ist der Weg das Ziel und wer „rasen“ will, ist besser auf anderen Highway’s aufgehoben. Es wird zur Sommerzeit ohnehin sehr schwer werden schnell zu fahren, denn ungezählte Wohnmobile und „sightseeing people“ werden dem Schnellfahrer den Spass nehmen. Wer in einem Tag fahren will, kommt zudem abends in San Francisco oder L.A. an und wird kaum Momente zum Ausspannen finden.

Zwischen San Simeon (ungefähr Hearst Castle) und Monterey ist die Strasse extrem kurvenreich und man wird ohnehin viel Zeit dafür brauchen. Also empfehlen wir irgendetwas zwischen 2 und 5 Tagen – je nach Zeit und Gemütlichkeit des Reisenden.

Highway Nr.1 – Abschnitt: Los Angeles, Malibu, Santa Barbara, Lompoc

Malibu
Malibu

Es geht Richtung Malibu.

Hier ist Gelegenheit, sich im Prominentenort umzuschauen oder die insgesamt 27 mi Strand zu begutachten. Aber Malibu ist schnell wieder vergessen und es geht Richtung Santa Barbara, was weitaus exklusiver und mit mehr prominenten Namen in Verbindung zu bringen ist. Nach vielleicht 2 Stunden oder mehr hat man die 100 mi hinter sich gebracht.

Santa Barbara
Santa Barbara

Santa Barbara

Santa Barbara hat seinen Ruf, teuer, exklusiv, sauber und natürlich touristisch zu sein, nicht umsonst, das wird klar, wenn man erstmal aussteigt. Wer Zeit und Geld mitbringt, kann sich einmal in den gehobenen Geschäften umsehen.
Mindestens so ordentlich ist auch die „Queen of the Missions“: die 1786 als 10te erbaute spanische Mission der insgesamt 21 in California. Ihr richtiger Name ist „Mission Santa Barbara“.

Eine weitere Attraktion ist der angeblich grösste Feigenbaum der Welt, der bei der Chapala und Montecito Street steht. Heute ist er ins Register der grössten kalifornischen Bäume eingetragen und hat einen Umfang von mehr als 12m bei einer Höhe von 24m.
Ein Seemann, der 1876 aus der Morton Bay in Australien zurückkehrte, soll den Baum als Setzling seiner Geliebten mitgebracht haben und in ihrem Garten angepflanzt haben. Nachdem Sie wegzog, hat ihn der Nachbesitzer des Hauses an die jetzige Stelle verpflanzt.

Lompoc

Wenn man nun weiter nordwärts fährt, hat man es gleich wieder mit einem Superlativ der botanischen Szene zu tun:
Lompoc heisst der kleine Ort und ist „Blumensamen Hauptstadt der Welt“, denn die meisten Blumensamen der Welt stammen hierher.
Dies wird auch gar nicht verheimlicht, denn wer im Sommer hier des Weges kommt, wird in einem wahren Blumenmeer versinken.
Viele Häuser des Ortes sind ebenfalls mit Schmuckbildern verziert.

„La Purisma Conception Maria Santisima“ ist die spanische Mission, die man ganz in der Nähe besichtigen kann. Sie wurde nach der Mission Santa Barbara als 11te im Jahre 1787 erbaut. Hervorragend restauriert und erhalten liegt sie in einer 40.000qm Parkanlage, die zum Ausruhen einlädt.

Filmkulisse und Naturschutzgebiet zugleich sind die Guadalupe-Nipomo Dunes mit den mehr als 150 m hohen Dünen. Damit gehören sie zu den grössten im Land und erstrecken sich über mehr als 6km entlang der Küste bei dem Ort Guadalupe.

Highway Nr.1 – Abschnitt: Pismo – San Louis Obispo – Morro Bay

Pismo

ist der nächste sehenswerte Stop, den man einplanen sollte:
An 32km Strand kann man sich erholen, Kanu fahren oder reiten. Wer Hunger bekommt, sollte einmal Clam Chowder Soup oder Clams in irgend einer anderen Variation probieren, denn Pismo war einst eine Berühmtheit dafür – heute sind die Fänge nicht mehr der Rede wert oder die Clams zu klein.

Pismo ist relaxed und noch nicht versnobbt. Man sollte nicht zu früh hier sein, denn wie an der gesamten Küste muss man morgens immer mit Nebel rechnen. Ab 10, 11 Uhr sollte der dann so langsam verschwinden.

San Louis Obispo

Weiter geht’s von Pismo nach San Louis Obispo. Hier ist wieder ein Halt für einen weiteren Besuch einer spanischen Mission. Es ist die „Mission San Louis Obispo de Tolosa“, die als 5te im Jahre 1772 gebaut wurde. Das San Louis Lighthouse Hotel „Tip San Louis Obispo“.
Das Madonna Inn ist ein Themen-Hotel und jedes der über 100 Zimmer hat eine andere Dekoration: von Rock’n Roll bis Blumenzimmer. Ansonsten ist San Louis Obispo vermutlich nicht so sehr der Hit. Aber weiter im Norden wird’s wieder richtig schön…
Wer ein paar Fotos schiessen will, der macht einen Ausflug in den Montana de Oro State Park und begibt sich bis zum Aussichtspunkt mit herrlichem Ausblick hoch über dem Pacific und geniesst die Fahrt durch Eukalyptus-Wälder und landet am Strand. Etwas ausruhen und dann kann es weiter gehen.

Morro Rock
Morro Rock

„Gibraltar des Pacific“ heisst die nächste Station: Morro Bay

Den riesigen 175m hohen Felsen -einst ein Vulkan- mitten im Hafen kann man nicht übersehen und wer abends hier ankommt und den früheren spanischen Hafen mit der untergehenden Sonne sehen kann, wird sich lange an den kleinen Ort erinnern.
Vorausgesetzt man fühlt sich nicht gestört durch die hunderte oder tausenden Vögeln, die heute auf dem Felsen leben. Darunter etliche vom Aussterben bedrohte Arten. Leider ist das ehemalige verträumte Fischerdorf natürlich nicht mehr ganz das, was es einmal war – eine Spur zuviel Tourismus.

Besuchenswert ist hier aber auch das Morro Bay Aquarium, das ein Rehabilitations Center für gestrandete oder kranke Meeres-Säugetiere unterhält. Für Kinder: Seehunde füttern ist möglich.

Highway Nr. 1, Abschnitt: Cambria – Piedras Blancas – Big Sur – Carmel

Cambria

Kleine Läden, Restaurants laden zum Verweilen ein. Ein Abstecher zum Moonstone Beach (man fährt vom Highway 1 kurz weg) lohnt sich auch für einen Sonnenuntergang oder einfach nur, um sich die Füsse zu vertreten auf einem Weg entlang der Dünen.
Gerade angenehm, bevor man dann nach San Simeon und somit zum Pflicht-Stop, dem Hearst Castle kommt.

Piedras Blancas Elephant Seal Point
Piedras Blancas Elephant Seal Point

Piedras Blancas Elephant Seal View Point

Bei San Simeon, kurz bevor man Hearst Castle erreicht, liegt dieser Aussichtspunkt, der einem erlaubt ganz nah an die Elephant Seals Kolonie heranzukommen.

GPS Koordinaten ca. N35 39.36 W121 15.85

Bei Abenddämmerung herrscht eine besonders schöne Atmosphäre, denn man hat im Hintergrund noch das piedras Blancas Lighthouse (nördlich von Ihrem Standpunkt aus).

Hearst Castle

An der „1“ ist ein Besucherparkplatz, von wo aus mit einem Bus-Shuttle zum Schloss gefahren wird. Hearst Castle heisst es, weil es dem Zeitungs-Verleger William Randolph Hearst einst gehörte. Das Haupthaus hat 115 Zimmer, 50 weitere Zimmer sind auf drei Gästehäuser verteilt – zusammen 165 Zimmer.

Das Schloss liegt auf einem ca. 500 m höhen Berg namens ‚La Cuesta Encantada‘ – der verzauberte Berg. Das Grundstück mit Gärten, Terrassen, Pools, Wegen umfasst ca. 500.000qm. 1919 begann Hearst das Schloss -er selbst bezeichnete es immer als ‚die Ranch‘ – zu bauen, 1947 beendete er das Projekt unfertig und verstarb 1951.

Big Sur

Nach diesem Stop geht es zum vielleicht eindrucksvollsten Abschnitt des California Number 1: entlang der sogenannten „Big Sur“ Küste mit der Steilküste im Westen und den bis zu 1.500 m hohen Santa Lucia Mountains im Osten. Big Sur Coast, ein Teil Highway 1 Erlebnis, das ca. 90 mi bis südlich von Carmel in der Monterey Bay weitergeht. Gleich am Beginn, ca. 6 mi nach San Simeon kurz vor dem Leuchtturm ist ein Parkplatz auf der Seite vom Meer, also Westen: dort kann man sich die erste Impression von dem holen, was einen erwartet. Anhalten und den Fussweg Richtung Meer gehen. Wenn Sie Glück haben, finden Sie gerade ein Kolonie von Seehunden hier am Strand vor sich „hindösen“.

Später dann verpassen Sie bitte auch nicht „Pfeiffer Beach“, ein kleiner aber malerischer Strand. Abends ideal, um einen Sonnenuntergang zu beobachten. Er ist bei Anwohnern bekannt, von Touristen wird er aber nicht immer gefunden. Es führt eine befestigte Strasse (Sycamore Canyon Rd.) dorthin (von der US 1 weg), die ca. 2 mi lang ist und schwer zu sehen ist vom Highway aus. Sie liegt westlich zwischen dem Postamt von Big Sur und dem Pfeiffer Big Sur State Park. Der Weg ist befestigt aber schmal und nicht für grössere Wohnmobile geeignet. Ein Parkplatz befindet sich am Ende der Strasse. Übernachten ist am Beach nicht erlaubt.

Carmel

Bei Carmel ist wieder Halt angesagt. Erstens vielleicht zum Essen und die Residenzen von etlichen Persönlichkeiten zu betrachten, dann evtl. auch, um eine der bekanntesten Missionen zu besuchen, die Basilica San Carlos Borromeo del Rio Carmelo, die 1771 gebaut wurde. Hier ist auch die letzte Ruhestätte von Pater Junipero Serra, der die Missionen an der Küste ins Leben rief.

Highway Nr. 1, Abschnitt: 17 Miles Drive nach Monterey – Castroville – Santa Cruz – San Francisco

Monterey 17-mi Drive
Monterey 17-mi Drive

Monterey Halbinsel

Die südlich von San Francisco gelegene Halbinsel hat im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen durchlebt. Bereits 1542 zum ersten Mal durch den spanischen Entdecker Juan R. Cabrillo entdeckt, dauerte es bis 1770 das eine erste spanische Mission durch den Franziskaner Priester Junipero Serra und den spanischen Governeur Gaspar de Portolar erbaut wurde.
Erst wurde bis ca. 1880 der Walfang als die Industrie der Region aufgebaut, dann folgte eine kurze Phase des Tourismus, die um 1920 durch Sardinenfang abgelöst wurde.
Heute ist die Monterey Halbinsel keine Fischerei-Basis mehr, vielmehr ist sie bekannt durch ihre Orte Monterey und Carmel, Wohn- und Ruhesitz verschiedener Prominenz.
Die Halbinsel bietet jede Menge aufregende Küstenabschnitte, Wanderwege durch Wälder und über Hügel, einen Jachthafen und Golf.

Die Stadt Monterey liegt am SR 1 (Highway 1) am nordöstlichen Eck der Halbinsel und ist ca. 200 km (125 mi) von San Francisco entfernt. Die kleine Stadt mit ca. 32.000 Einwohnern ist vielen Golfern durch die schönen Golf Courses bekannt.
Das Monterey Aquarium ist eines der bedeutendsten in den USA und ist in der Adresse 886 Cannery Row zu finden. Kleine Restaurants am Wasser sind ebenfalls in der Nähe.

17-mi-Drive

Eine Fahrt entlang der Monterey Halbinsel Küste zwischen Carmel, Pacific Grove und Monterey. Diese Rundfahrt ist eigentlich ein Muss für alle Besucher. Der Abschnitt der Strecke, der an der Küste mit spektakulären Aussichten entlang führt, ist kostenpflichtig (ca. $10) aber seinen Preis wert. Sie bekommen eine Landkarte mit den eingezeichneten und erklärten Aussichtspunkten.

Carmel-by-the-Sea
Carmel-by-the-Sea

Carmel-by-the-Sea
Carmel, die kleine Stadt, die dafür bekannt ist, dass sich hier ehemalige Hollywood Grössen zur Ruhe gesetzt haben. Die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit ist die Spanische Mission „Basilica San Carlos Borromeo del Rio Carmelo“, die 1771 erbaut wurde. Father Junipero Serra, der alle Missions in Südkalifornien ins Leben rief, hat hier seine letzte Ruhe gefunden.
Neon Reklame, Billboards und Hot Dog Stände sind in Carmel nicht erlaubt, um seinen Charme zu erhalten. Clint Eastwood, der hier lebt, ist Teilhaber an der Mission Ranch, einem kleinen Hotel und Restaurant in der Nähe von Downtown Carmel. Ebenso ist er Teilhaber etlicher Golfanlagen, Pensionen, dem 17-Mile-Drive und es gehört ihm so einiges an Land. Clint Eastwood ist ebenso politisch und sozial stark engagiert in Carmel.

Cypress-Inn in Carmel-by-the Sea
Cypress-Inn in Carmel-by-the Sea

Das Bed & Breakfast „Cypress Inn“ in der 7th Ave Ecke Lincoln wurde von Doris Day gegründet und ist immer einen Besuch wert, auch wenn Sie dort nicht wohnen. Es hat eine kleine Expresso Bar und eine Gartenterrasse zum Sitzen. Übrigens: natürlich ist dieses Hotel Hunde-freundlich und Ihr Vierbeiner ist immer willkommen. Nicht nur Doris Day ist stark im Tierschutz engagiert, sondern der ganze Ort zählt zu den tierfreundlichsten in den USA. Brian Smith von den Beach Boys, Joan Fontaine, Merv Griffin, Alan Funt, Kim Novak, Betty White, John Travolta, Timothy Bottoms, Ted Turner, Sammy Hagar, Michael Tucker und Jill Eikenberry haben hier entweder gewohnt oder tun es immer noch.
Web: https://cypress-inn.com/

Pacific Grove
Ein Fussweg führt kilometerlang entlang der wunderbaren und eindrucksvollen Küste von Pacific Grove. Der kleine Ort hat sich seinen Flair bewahrt und besticht durch Ruhe und Einfachheit.

Point Pinos Lighthouse
Es ist das älteste durchgehend funktionstüchtige Lighthouse der Westküste. Point Pinos ist seit 1. Februar 1855 im Einsatz – das Alcatraz Island Lighthouse wurde zwar 8 Monate eher in Betrieb genommen aber dann 1909 während des Ausbaus des Gefängnisses ersetzt.

Santa Cruz

Wer dies nicht will, fährt gleich weiter über Castroville, die „Artischocken Hauptstadt“ , nach Santa Cruz, was ein wenig an New Yorks Coney Island mit seinem Vergnügungspark Charakter erinnert. Die Fahrgeschäfte haben sogar historischen Wert. Der 1924 gebaute Roller Coaster (Achterbahn) und das Loof Caroussel aus dem Jahre 1911. Im Mark Abbott Memorial Lighthouse (West Cliff Drive, Tel. 831-420-6289) kann man sich über die Geschichte des Surfens informieren.

San Francisco

Dann von hier ist es nur noch ein Katzensprung und wir sind in San Francisco angelangt, der faszinierenden Metropole in Nord Kalifornien. Wer kurz vorher nochmal Lust auf Strand und Baden in kleinen Buchten bekommt, macht zwischen Santa Cruz und Half Moon Bay einen Stop. Verschiedene Strände, meistens ist man alleine, laden dazu ein. Dann in San Francisco ist es mit der Ruhe aus und eines der besten Großstadterlebnisse kann beginnen. Mehr in unserem Artikel: San Francisco – was man gesehen haben sollte

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