Washington D.C. — Einleitung und Reisetipps, Wetter, Sehenswürdigkeiten

Washington DC (Bild: White House, Washington Memorial, Jefferson Memorial)
Washington DC (Bild: White House, Washington Memorial, Jefferson Memorial)

Washington D.C. ist kein Staat der USA sondern ein Bundesdistrikt, District of Columbia genannt.

Das Kürzel D.C.

D.C. bedeutet District of Columbia und wurde angelehnt an den Entdecker Christoph Columbus.

Der District of Columbia wurde als neutrales Staatsgebiet gegründet und liegt östlich und westlich des Potomac Rivers (an dem Washington liegt) auf dem Staatsgebiet von Maryland und Virginia, die das Land dazu bereitstellten.

Zunächst war nur die Ostseite besiedelt aber im Laufe der Zeit dehnte sich Washington D.C. immer mehr auf die westliche Seite (Virginia Staatsgebiet) des Potomac Rivers aus (wo z.B. auch der Washington Dulles International Airport liegt).
Der Potomac River ist der eigentliche Grenzfluss zwischen Maryland und Virginia.

Washington D.C.

Hier ist seit 1800 der Sitz der Regierung – dieses Datum kennzeichnet die Fertigstellung des Capitols, welches 1793 begonnen wurde zu bauen.
Ungefähr 140 Nationen haben in Washington D.C. ihre Landesvertretungen.

Abseits der National Mall gibt es ein paar von Washington’s am besten gehüteten Geheimnissen: Denkmäler, Museen und Attraktionen, die faszinierend und informativ zugleich sind.

Washington bietet außerdem zahlreiches Weltklasse-Entertainment, vorzügliche Restaurants und Sportveranstaltungen.

Bevölkerung in Washington
Auch wenn Washington hochkulturell ist und sich mit seinem außergewöhnlichen Stadtdesign von anderen amerikanischen Städten unterscheidet, es ist nicht Wohnort der besser Situierten, sondern vorwiegend der Sozial Schwächeren – Washington gilt als multi-ethnisch, was einerseits schön ist und andererseits das Problempotential ist.

Sicherheit
Washington zählt nicht zu den sichersten Städten. Die Kriminalitätsrate ist relativ hoch. Taschendiebstahl und Autoaufbruch sind Tatsachen, die man bedenken sollte.
Abends sollte man nicht mehr zu Fuß unterwegs sein; U-Bahnen sind relativ sicher.
Der Nordwest-Sektor der Stadt gilt allgemein als am sichersten.

Architektur

Washington liegt heute im ‚V‘ Winkel, den der Potomac River mit dem Anacostia River bildet.
Das Capitol bildet den Mittelpunkt der Stadt und man muss es sich so vorstellen, dass von jeder Seite des Capitols (wie bei einem Fadenkreuz) Strassen in die 4 Richtungen weggehen.

Diese sind:

  • North Capitol Street
  • South Capitol Street
  • East Capitol Street
  • ‚The Mall‘, welche die vierte Achse bildet.

So ist die Stadt in 4 Quadranten unterteilt (Nordost, Südwest, Südost, Nordwest).
Sich dies so vorzustellen hilft genau dann, wenn Ihnen in Washington jemand erklärt, wo Sie was finden – dann wird nämlich oft gesagt, in welchem Quadranten es sich befindet.

Der Nordwest-Quadrant wird pauschal als der für den Besucher interessanteste bezeichnet.

Sehenswürdigkeiten

Washington bietet seinen 20 Mio. Besuchern pro Jahr eine Reihe der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Landes.
Washington ist die Heimat einiger der berühmtesten Monumente und Museen der Welt, die wir Ihnen auf den folgenden Seiten vorstellen.

Washington D.C. — die Top Sehenswürdigkeiten und Reisetippps

Reisezeit und Wetter

Washington hat ganzjährig Saison. Was Washington ausmacht, sind seine Kultur, Museen und die Regierungsgebäude und diese sind wetterunabhängig.

Klima / Temperaturen

Von April bis Oktober herrschen überwiegend moderate Temperaturen. Die Winter erinnern an die in Deutschland. Mit oftmals mehr Regen als Schnee. Höchsttemperaturen im Sommer bei 31 Grad Celsius, die Tiefsttemperaturen bei 20 Grad C. Im Winter liegen die Höchsttemperaturen 8 Grad Celsius, die Tiefsttemperaturen um 0 Grad Celsius.

Monat Max Min
Jan 6,6 -1,1
Feb 7,7 -1,7
Mrz 12,2 2,2
Apr 18,8 7,7
Mai 24,4 13,3
Jun 28,3 18,3
Jul 30,5 20,5
Aug 29,4 20
Sep 26,1 16,1
Okt 20,0 10
Nov 13,9 3,9
Dez 7,7 0

Daten und Fakten

Landfläche
179 qkm (68 sq.mi)

Öffentliche Verkehrsmittel
Mit den öffentlichen Bussen, dem METROBUS, kommt man so gut wie überall in der Stadt hin. Es fahren die ROTE, WEISSE und BLAUE Linie. Fahrpreis etwas über einen Dollar.
Die Metrobusse fahren in Gebiete, die nicht an die Metrorail angebunden sind.

Die METRORAIL ist die U-Bahn in D.C.. Mit ihr verkehrt man am allerbesten zwischen den Sehenswürdigkeiten, sieht aber leider weniger.
Einen Fahrplan mit Streckennetz bekommt man im Visitor Center oder allen Haltestellen. Es gibt auch Ganztages-Pässe zu sehr günstigen Preisen.

Die Metro-Stationen öffnen um 5.30 Uhr an Wochentagen und um 8 Uhr an Wochenenden. Um Mitternacht wird die Metro geschlossen. An den Eingängen sind braune Pfeiler mit einem großen „M“ , der Station und den Linien die hier fahren markiert. Der Fahrpreis richtet sich danach, wann und wohin Sie fahren.

Website: www.wmata.com

Bevölkerung
Stadtbereich; 572.059
(Volkszählung 2000; alle 10 Jahre stattfindend)

694.ooo (geschätzt 2017)

Airport
Drei Flughäfen bringen den Besucher in die Stadt.
Washington Dulles Airport liegt ca. 25 mi westlich der Stadt. Baltimore/Washington Int’l Airport (BWI) liegt 30 mi im Nordwesten der Stadt und Ronald Reagan Washington National Airport liegt am Potomac River im Süden der Stadt.
Taxi: von Dulles und BWI ca. 45-50 Dollar in die Stadt, von Ronald Reagan ca. 15 Dollar.
Zugverbindungen von allen drei Flughäfen möglich: erkundigen Sie sich nach den aktuellen Preisen im Flughafen an der Information.

Website: www.flydulles.com

Strassensystem
Die Strassen, die Nummern haben, laufen Nord-Süd; die mit Buchstaben Ost-West.

Höhenlage
125 m

Symbol-Blume
American Beauty Rose

Symbol-Vogel
Wood Thrush

Zeitzone
Eastern Time (GMT-5 Std, MEZ-6 Std), Sommerzeit ja.

Zeitung
Washington Post

Visitor Center
Washington DC Convention and Visitors Association
1212 New York Ave., Washington DC 20005
Visitor Information Center
1300 Pennsylvania Ave NW, Washington, DC

Website: www.washington.org

Besuchen Sie das Visitor Information Center als erstes, wenn Sie ankommen! Sie erfahren alles über die Touranbieter, die Sehenswürdigkeiten, bekommen Stadtkarten und mehr. Die Adresse findet sich im Ronald Reagan Building and International Trade Center, nur 2 Blocks von der National Mall entfernt und einen Block vom White House Visitor Center. Sie können die Metro nehmen und aussteigen am Federal Triangle Stop. Gehen Sie aus der Station heraus und ins Reagan Building auf Strassen-Level.

Washington D.C. Geschichte: Wie Washington D.C. entstand

Karte

Mehr Infos zu Washington D.C. und seinen Sehenswürdigkeiten

Info: Alle unsere Reiseartikel zu Washington D.C. finden Sie unter dem Stichwort ‚Washington D.C.‘: Reiseartikel zu Washington D.C.

Washington D.C. — die Entstehungsgeschichte

Washington D.C. ist kein Staat der USA, sondern ein Bundesdistrikt (siehe dazu auch Washington D.C. — Einleitung und Reisetipps).

Washington ist die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Hier ist seit 1800 der Sitz der Regierung – dieses Datum kennzeichnet die Fertigstellung des Capitols, welches 1793 begonnen wurde zu bauen.

1783 beschloss der Kongress, dass die Nation eine permanente Hauptstadt braucht. Den Standort wählte George Washington aus, der Namensgeber war Christoph Columbus (District of Columbia).

Man wollte eine ganz neue Stadt zu diesem Zweck gründen, da keine Entscheidung gefällt werden konnte, welche der bereits existierenden Städte die Ehre bekommen könnte, Hauptstadt zu werden.

Neutrales Gebiet musste her: Virginia und Maryland stellten ein Quadrat von 10 mal 10 Meilen (also 100 Quadratmeilen) westlich und östlich des Potomac Rivers bereit. Hier wurde der Federal District, also eigenes Staatsgebiet gegründet. Nun musste die Stadt selbst noch gebaut werden.

Pierre L’Enfant wurde 1791 mit dem Entwurf von Federal City beauftragt, erst später wurde sie in Washington umbenannt. Er plante sie gleich für 800.000 Einwohner (ein Viertel der damaligen Gesamtbevölkerung der Vereinigten Staaten), um späteres Anwachsen bewältigen zu können. Im Jahre 1800 hatte die Stadt knapp 5.000 Einwohner. Erst um 1870 (Bürgerkriegszeit) erreichte die Bevölkerungszahl etwa 138.000 Einwohner. Dies lag u.a. an der starken Zuwanderung von Schwarzen nach der Befreiung aus der Sklavenschaft. Auch heute ist der Anteil der schwarzen Bevölkerung in Washington mehr als die Hälfte.

Zurück zur Geschichte …
1815 zerstören britische Truppen die Stadt weitflächig und der Stadt scheint die Energie zu fehlen, den Wiederaufbau und die Expansion fortzubringen. So gibt man 1846 den nicht genutzten Teil der Stadt westlich des Potomac Rivers an Virginia zurück (32 Quadratmeilen; nachdem Virginia sich beschwert hatte!)

In den folgenden Jahren kommen die Stadtbauer wieder auf Touren und es wird überall gebaut – nur nicht gemäß der alten Pläne von Pierre L‘ Enfant. Dies ändert sich erst im Jahre 1900 wieder (anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Stadt) und die ursprünglichen Pläne werden aus der Schublade geholt – unschöne Gebäude wieder neutralisiert und das Aussehen der Stadt an alte Vorgaben angepasst.
Erst seit 1964 dürfen die Bewohner Washingtons an den Präsidentschaftswahlen teilnehmen.

1974 bekam Washington den Status einer Stadt, setzte also einen Bürgermeister ins Amt – bis dahin war Washington ein Federal District und somit unter der Verwaltungshoheit des Staates.

Die Amischen in Amerika

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Die Amischen

Wegen ihres strengen protestantischen Glaubens verfolgt, emigrierten die Amischen zu Beginn des 18. Jahrhunderts aus Südwestdeutschland und der Schweiz. Ihre neue Heimat wurde Lancaster County in Pennsylvania. Die Amischen spalteten sich wegen ihrer radikalen Ansichten im Jahr 1693 von der Wiedertäufersekte der Mennoniten ab.

Der Name Amisch leitet sich von Jakob Amann ab. Amann war Bischof, Mennoniten-Ältester; ihm und seinen Anhängern waren die Regeln der Mennoniten zu ‚lasch‘. In den USA zählen die Amischen zu den „Plain People“, gemäss ihrer Einstellungen zu den einfach lebenden Menschen. Genau wie die Mennoniten and Hutteriten.

Wie bei allen Wiedertäufern lehnten sie sowohl den Kriegsdienst, als auch die Kindestaufe sowie die Todesstrafe ab, sie weigerten sich Eide zu leisten, öffentliche Ämter zu belegen und suchten die Distanz zur übrigen Welt.

Bei den Amischen gilt: wer gegen die Regeln verstößt, wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Das gilt bis heute – nur das sie nicht mehr verstoßen, sondern ’nur‘ abgesondert werden von den übrigen Gemeindemitgliedern, d.h. niemand spricht mehr mit ihnen, niemand schaut sie mehr an, niemand beachtet sie mehr und sie müssen allein leben – das gilt auch für Ehepartner und das solange, bis der ‚Bann‘ aufgehoben wird.

Die Amischen führen ein einfaches, hartes Leben und lehnen jegliche technische Errungenschaften ab. Zu deutsch – ‚echte Amische‘ besitzen beispielsweise keine Autos, keine Telefone und nutzen keinen Strom etc.

Es ist ihnen verboten, Andersgläubige zu heiraten, sie tragen keinen Schmuck -nicht einmal Knöpfe- weil sie die als Mode ansehen. Mode dient nur der Eitelkeit und ist untersagt, Haken und Ösen halten die Kleidung zusammen, Männer tragen Vollbärte, ihre Kleidung ist einfach, sie besteht aus einer schwarzen Hose, Schuhe derselben Farbe und weißen Hemden und einem Strohhut, die Frauen tragen ein ‚altmodisches‘ Häubchen. Nach den Regeln Amann’s kleidet sich der wahre Christ so wie er lebt – schlicht. Jeder wahre Christ verzichtet weitgehend auf seine Individualität, jeder hat sich in die Gemeinschaft einzufügen. Die Kindestaufe ist untersagt, da sich nur Erwachsene aus freien Stücken für die eine Religion entscheiden können.

Und trotz aller Weltabgeschiedenheit waren die Amischen in ihrer Geschichte immer wieder vor die Aufgabe gestellt, sich den Neuerungen und der übrigen Welt zu stellen. Einige von ihnen machten Konzessionen, aber der weitaus größte Teil blieb den von Amann geforderten Regeln treu. Probleme mit dem Gesetz gab es beispielsweise, als sie ablehnten, die Milch, die sie von ihren Höfen verkaufen wollten, mit elektrischen Geräten kühl zu lagern.

Die fundamentalistischsten unter ihnen lehnen noch heute Knöpfe ab, lassen ihre Kinder keine höheren, weiterbildenden Schulen besuchen und versammeln sich sonntäglich zu einem dreistündigen Gottesdienst, den sie in einem alten Deutsch abhalten, daher auch der Name „Pennsylvania Dutch“ – was nichts mit Holland zu tun hat, sondern nur damit, dass sie im Prinzip Deutsche sind und man im Englischen ‚dutch‘ daraus machte.

Pennsylvania Dutch Country“ ist heute der Beiname für das Lancaster County in Pennsylvania, wo ca. 20.000 Anhänger der Amischen-Gemeinschaft leben.

Amische haben keine Versicherungen für ihr Hab und Gut und auch nicht für medizinische Absicherung. Familien bleiben zusammen, bis die Mitglieder sterben. Jede Hilfe von außen wird abgelehnt. Ihre Weltabgeschiedenheit und ihre selbstgewählte Isolation führten auch noch zu einem anderen folgenschweren Umstand.

Die Gemeinden, alles Fremde ablehnend, vermehrten sich ausschließlich durch Kinder aus den eigenen Reihen; durch diese seit drei Jahrhunderten praktizierte Inzucht leidet heute die Religionsgemeinschaft der Amischen. Vielleicht um dem Problem entgegen zu wirken, dass nachkommende Generationen mit zu viel Druck von der Außenwelt ferngehalten werden und Trotzreaktionen auftreten könnten, wird heute jungen Menschen erlaubt, eine Zeit lang außerhalb der Gemeinschaft „in der großen Welt“ zu leben, um dann frei entscheiden zu können, ob sie zurückkehren wollen.

Heute leben die meisten der zur Zeit ca. 85.000 umfassenden Gemeinde der Amischen in den Staaten Pennsylvania, Indiana und Ohio.
Immer mehr Menschen sind an der ‚eigenartigen‘ Lebensart der Amischen interessiert: Jedes Jahr besuchen in etwa 5 Millionen Besucher das Pennsylvania Dutch Country!

Die Quäker in Amerika

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Quäker

„Unser Leben bedeutet Liebe, und Frieden und Sanftmut; einander ertragen, und einander vergeben, aber nicht uns gegenseitig anklagen; es heißt füreinander beten und dem anderen mit weicher Hand helfen.“
– Isaac Penington im Jahre 1667 –

Ursprünge der Quäker

Die Ursprünge der Quäker reichen weit zurück. Ihre Lehren sind auf verschiedene Religionseinflüsse zurückzuführen. Besonders die Einflüsse der Täufer und der Familisten, die eine Kirchenführung nur durch Laien und die Trennung von Kirche und Staat vertraten, sind erkennbar. Sie kommen ohne Bekenntnis, Sakramente und Liturgie aus und vertrauen einzig auf das „innere Licht“. Die Quäker glauben, dass sich Gott jedem Menschen persönlich offenbart, jeder kann Gott in seinem Herzen empfangen und sein „inneres Licht“ danach ausrichten. Ein wichtiger Teil Ihres Gottesdienstes, was sie „meeting“ (Treffen) nennen, ist die schweigende Andacht.

George Fox, ein Laienprediger, war wohl der Gründer dieser Religionsgemeinschaft um 1650. Seine Anhänger nannten sich „Kinder des Lichts“ oder „Freunde der Wahrheit“ und später „Gesellschaft der Freunde“. Grundsätzlich ist das Quäkertum unter dem Dach des Protestantismus anzusiedeln, allerdings wichen ihre Ansichten stark von der staatlich kontrollierten anglikanischen Kirche ab. So waren sie, wie die Puritaner auch, eine Abspaltung des Protestantismus in England.

Der Begriff Quäker

Das Wort Quäker kommt von ‚to quake‘ und bedeutet ‚zittern‘. Und genau das tat die Gesellschaft der Freunde, wenn sie in ihren Gebetsversammlungen in Trance verfielen. Quäker, diese als Schimpfwort gebrauchte Bezeichnung für die Gesellschaft der Freunde, wurde von den so genannten nicht als eine Beleidigung verstanden.

Quäker und Kirche

Schon bald waren die Quäker Verfolgungen ausgesetzt, da sie die Evangelien wörtlich befolgten und sich als Nachfolger Christi sahen: sie lehnten Luxus ab, betonten die Einfachheit in Kleidung, Umgangs- und Sprachformen, sie weigerten sich Eide zu leisten (Matthäus: Ich aber sage Euch, dass Ihr überhaupt nicht schwören sollt), Kriegsdienste zu absolvieren (Matthäus: Wenn Dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch die linke hin), sie opponierten gegen die Staatsmacht und gegen die Kirche.

Das ging soweit, dass sich die Quäker weigerten, der Kirche die Steuern zu entrichten. Darüber hinaus hielten sie Gottesdienste ab, was eigentlich per Gesetz verboten war. Aber trotz aller Verfolgungen traten immer mehr Menschen ihrer Gruppe bei.
Als die Verfolgungen und Repressalien zunahmen, emigrierten zahlreiche Gläubige in die Neue Welt.

1681 gründete William Penn, Pennsylvania. Hier konnten die Quäker zunächst einmal Ihren Glauben und ihre Religion frei ausüben. Und sie taten es. Sie zeichneten sich durch Nächstenliebe, im Kampf für die Menschenrechte, für die Rechte der Frauen und im Kampf gegen die Sklaverei aus. Aber auch in der Kolonisation Amerikas haben sie sich durch hervorragende Arbeit Verdienste erworben. Vermutlich aufgrund ihrer sehr eigenartigen Tracht und weil sie auf jegliche Höflichkeitsfloskeln verzichten, hatten sie auch hier mit Anfeindungen zu kämpfen. So konnten sie sich nur in Rhode Island und in Pennsylvania frei entfalten. Bis ins 19. Jahrhundert lebten sie in ihren strengen Regeln, dann kam es innerhalb der Gemeinschaft zum Zwist über Lehrinhalte, Kleidungsvorschriften, Umgangsformen, Sprache und Kultur. Von diesem Zeitpunkt aus kleideten sich die meisten Quäker legerer, legten die alte Sprache ab und fingen an, sich auch für Kunst und Literatur zu interessieren. Shaker.

Die Shaker oder wie sie sich auch nennen „United Society of Believers in Christ’s Second Appearing“, eine Glaubensabspaltung der Quäker, wurde von der Quäkerin Ann Lee ins Leben gerufen. Ann Lee sah sich als eine Prophetin und betrachte sich als eine Art Mutter oder Ahnfrau Christi. Das ging soweit, dass sie einen sexuellen Dualismus in Gott lehrte und sah Jesus Christus als die männliche und sich als die weibliche Erscheinung Christi. Die Glaubensgrundlage der Shaker war das Streben nach Vollkommenheit durch größere Nähe zu Gott. Und der Weg dahin führte nur über Arbeit, Ehelosigkeit, eiserne Disziplin und sexuelle Enthaltsamkeit. Shaker-Gemeinden waren stets autark, Männer und Frauen waren gleichberechtigt, lebten unter einem Dach, waren aber während des Tages von einander getrennt. Viele „Mitglieder“ erhielten sie durch den Zulauf von Waisenkindern. Die Shaker waren hervorragende Landwirte und Handwerker und waren stets für Neuerungen offen, solange sie nicht eitlem Ruhm oder Überflüssigen dienten.

Im 19. Jahrhundert erlebten sie ihren Höhepunkt und hatten in der Mitte des Jahrhunderts ca. 6.000 Anhänger. Heute gibt es nur einige wenige Anhänger dieser Glaubensgemeinschaft.

Heiraten auf Hawaii

Auf Hawaii zu heiraten ist sicherlich ein Traum und immer noch das Besondere.

Außerdem ist es in der Tat einfach und unbürokratisch: kein Bluttest, keine Geburtsurkunde (sofern 19 oder älter), keine Scheidungsurkunde (sofern nicht in den vergangenen 30 Tagen geschieden) und ein einfacher Reisepaß als Ausweisdokument reicht.

Der Rest bleibt dem Paar überlassen: ob mit Standesbeamten (‚Justice of the Peace‘ genannt) oder einem ‚Minister‘, dem Geistlichen. Die Strandhochzeit ist eine der beliebtesten Varianten bei Deutschen.

Wie man vorgeht?

Man beantragt eine ‚Marriage License‘ und danach kann es losgehen: Standesbeamten oder Geistlichen beauftragen oder eine private Firma, die die gesamte Hochzeit abwickelt.
Zur Marriage License finden sich Infos auf der offiziellen Hawaii Regierungsseite: http://health.hawaii.gov/vitalrecords/marriage-licenses/

Mehr zum Thema Heiraten in den USA:

Unser Ratgeber zum Heiraten in den USA mit vielen Links zu offiziellen Seiten.

Puritaner und Pilgrims — was ist das?

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Da waren die Pilgrims, vielleicht auch die Puritaner. Aber wer waren sie überhaupt?

Diese Gruppen stellen Abspaltungen von der anglikanischen Kirche, die zum Protestantismus gehört, dar.

Grundsätzlich und vorwegschickend soll gesagt sein, dass die Pilgrims Angehörige der Puritanischen Glaubensgemeinschaft waren, dennoch es Unterschiede gab – diese Differenzierung zu den Puritanern machte sie zu den Separatisten.

Die Puritaner wie auch die Pilgrims, die eben oft als „englische Separatisten“ bezeichnet werden, waren sich nur in einem einig und das war, dass die Reformen der englischen Kirche bei weitem nicht weit genug gingen und somit nicht vollendet wären.

Leben nach der Bibel

Puritaner wie auch Pilgrims strebten ein Leben an, das nur noch auf der Bibel beruhte: so wie auch die Puritaner lehnten die Pilgrims eine Autorität ausserhalb Gottes und der Heiligen Schrift vollkommen ab.

Der Unterschied zwischen den beiden Gruppierungen war jedoch gravierend. Pilgrims entstammten meistens des Standes armer Farmer und tendierten in ihrem Denken darin, dass alle Menschen (natürlich nur die mit dem richtigen Glauben) gleich sein sollten und wie erwähnt nur noch die Bibel als Autorität über ihnen stehen sollte. Folglich konnte es auch keine Anglikanische Kirche mehr geben und sie wollten so auch mit ihr brechen.

Dies lag nicht in der Absicht der Puritaner, die zwar auch noch nicht zufrieden waren mit den Reformen der Kirche aber aus einem anderen, differenzierten Blickwinkel schauten.
Sie betrachteten Religion als eine komplexe, fein auszulotende und vor allem Iintellektuelle Angelegenheit – letztes schon konnte nicht die Zustimmung der Pilgrims finden. Die Führer der Puritaner waren meistens gebildete Männer oder auch Lehrer und forderten von Glaubensgenossen strengen Gehorsam – somit war Autorität ein Bestandteil ihres Systems. Wieder etwas, was sich nicht mit dem Pilgrim’schen Denken vertragen konnte.

Aufbruch nach Holland

1608 brachen die Pilgrims alsdann mit der Kirche und machten sich nach Amsterdam, Holland, auf, um dort in ihrem Sinne leben zu können. Ein Jahr später gingen sie nach Leiden, wo man 12 Jahre versuchte, die Lebensphilosophie umzusetzen. Aber auch dort konnte nicht die Zufriedenheit erlangt werden und es wurde beschlossen wieder weiterzuziehen – man sah vor allem die Erziehung der Kinder nicht in Pilgrim’schen Sinne gewährleistet, da man zuviel holländischen weltlichen, unguten Einfluss auf sie vermutete. Ebenfalls war die wirtschaftliche Lage alles andere als zufriedenstellend.

Die Folge war der Aufbruch mit der „Mayflower“ am 6.09.1620 in die Neue Welt.

Die Mayflower und die Fahrt in die Neue Welt

102 Menschen fuhren so in Richtung Ostküste der Vereinigten Staaten.
Allerdings waren nicht alle von ihnen Pilgrims, sondern es waren auch „andere Menschen“ an Bord, eben welche, die nach mehr Glück suchten aber nichts mit puritanischem oder Pilgrim’schen Denken zu tun hatten. Man ging sich an Bord aus dem Weg. Dies führte dazu, dass sich die Pilgrims selbst als „Saints“ und die ‚Anderen‘ als „Strangers“ bezeichneten – aber die Gleichheit unter den Menschen musste ja schließlich auch erst noch hergestellt werden!

Während der anstrengenden Reise gab es demzufolge auch viele ‚Missverständnisse‘ an Bord, die dazu führten, dass man sich nach der Ankunft zusammensetzten und die Angelegenheit in Übereinstimmung lösen wollte. Das spätere Zusammenleben sollte nicht schon von Anfang an mit gegenseitiger Ablehnung starten.

Die MayflowerSehenswürdigkeiten in Boston

Vereint als Pilgrims

Die erste Landsichtung war am 9.11.1620.
2 Tage später ankerte man dort, wo heute Provincetown ist. Saints und Strangers sprachen nun zusammen und kam tatsächlich auch zur Einigung, zumindest zu einem kleinsten gemeinsamen Nenner, so dass die Energie des Aufbaus des neuen Lebens gebündelt werden konnte. Man verabschiedete den sogenannten „Mayflower Compact“, das war die „Übereinkunft, dass man als Gemeinschaft fühlt und zur Glorie Gottes sowie zur Ehre des Englischen Königs !!! die neue Kolonie gründen werde…“.
Man fühlte sich nun zusammengehörend, an einem ‚Strang ziehend‘ und ‚vereint‘ – so vereint, dass sich alle zusammen die ‚Pilgrims‘ nannten.

Natchez am Mississippi — Südstaaten Flair

Natchez – typisch Südstaaten Stadt und älteste Ansiedlung am Mississippi

Natchez -- Antebellum Mansions und eine Southern Belle gezeigt bei der Pilgrimage Tour (photo Memphis und Mississippi Fremdenverkehrsamt)
Natchez — Antebellum Mansions und eine Southern Belle gezeigt bei der Pilgrimage Tour (photo Memphis und Mississippi Fremdenverkehrsamt)

Natchez (gesprochen: Natschieh) ist eine der ältesten Städte des Staates Mississippi und hatte 2000 eine Bevölkerung von 18.464 Einwohnern. 2020 nur noch geschätzte knappe 15.ooo.

Natchez wurde gegründet im Jahre 1716, was mehr als ein Jahrhundert früher als die Gründung der heutigen Hauptstadt Jackson war.
Natchez liegt am Mississippi River und hier beginnt der National Scenic Byway (sehenswerte Strasse) „Natchez Trace Parkway“.
Natchez ist ein Symbol und Beispiel für die Entwicklung des ‚alten Südwestens‘ und einer typischen Stadt des Mississippi River.

Sehenswerte Punkte der Stadt sind:

  • House on Broadway Street, Longwood (140 Lower Woodville Road, Nutt’s Folly genannt, eine Antebellum Octagonal Mansion)
  • Stanton Hall (in der High Street, gebaut 1851)
  • Natchez National Historical Park
  • Auburn (eine Mansion am Duncan Park)
  • Dunleith Mansion (84 Homochitto Street)
  • Melrose Mansion (Melrose Ave)
  • Commercial Bank and Banker’s House (206 Main St Ecke 107 Canal St)
  • House on Ellicott’s Hill (das Haus am Hügel war eines der ersten, welches unter den Spaniern gebaut wurde und ist bekannt unter anderen Namen: Connelly’s Tavern, das James Moore House oder das Gilreath’s Hill Haus)
  • Natchez On-Top-of-the-Hill Historic District (Überbegriff des historischen Viertels, welches etliche der oben genannten Mansion enthält)
  • Monmouth Plantation
  • Natchez National Cemetery

Besucherzentrum

Hier sollten Sie Ihre Tour beginnen und Kartenmaterial und Infos einholen:
The Natchez Convention & Visitors Bureau, 640 S. Canal St., Natchez — es liegt am Kopf der Mississippi Bridge wo Highway 84 Reisende von und nach Louisiana führt.

Natchez Fremdenverkehrsamt Website: www.visitnatchez.org

Natchez – Tag der offenen Tür: Südstaatenvillen

Prächtige Südstaatenvillen in Privatbesitz öffnen ihre Türen zweimal im Jahr zu Führungen.
Die Frühlings-„Pilgrimages“ in die Epoche der Baumwollbarone von Natchez am Mississippi beginnen Mitte März und gehen bis Mitte April.
Die Herbst-Pilgrimages plant Natchez für Ende September bis Mitte Oktober. Das Datum variiert jedes Jahr ein wenig.

Für Ihre Reiseplanung besuchen Sie die Website des Fremdenverkehrsamtes (siehe Natchez Official Visitor Center: Natchez Visitor Center (visitnatchez.org)) oder gehen Sie bei Ihrer Ankunft in Natchez in deren Büro.

Natchez, drei Autostunden flussaufwärts von New Orleans am Mississippi gelegen, war vor mehr als 150 Jahren die reichste Stadt der USA. Auf Raddampfern verschifften hier Baumwollbarone das Gold des Südens; einen Teil ihrer aus Sklavenarbeit gepressten Gewinne gaben sie für Prachtbauten aus. Im Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 waren sie klug genug, die Stadt kampflos aufzugeben. Die Sklaverei war beendet, doch mehr als 500 der Häuser blieben unbeschädigt erhalten. Keine andere Stadt der USA besitzt nur annähernd so viele „Antebellum“-Häuser aus der Vorkriegszeit. In den meisten der liebevoll renovierten Villen leben heute Familien. Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, zeigen sie Reisenden die prächtigen Zimmer und Salons von 25 Anwesen. Gastgeber führen in Kostümen durch die Räume, einige der Damen auch in den weiten Kleidern der „Southern Belles“ des alten Südens. „Pilgrimages“ heißen diese ganz besonderen Wochen, weil es sich lohnt, dafür an den Mississippi zu pilgern.
Geführte Touren durch drei Häuser kosten umgerechnet 20 Euro. Zusätzlich zu den Geschichten von damals, die die Eigentümer erzählen, können sich die Besucher auch die Komödie „Southern Exposure“ im Natchez Little Theatre ansehen.
Eintrittskarten zu den Führungen und der Komödie bucht man unter www.natchezpilgrimage.com.
Dort stehen auch das Programm und Informationen über die Villen. Einige der Plantagenhäuser sind als Bed & Breakfast ganzjährig geöffnet.

Natchez Trace Parkway

Die Strasse startet bei Natchez im Süden des Staates Mississippi bei Milepost (Meilenstein) 0 (Null) und geht dann nordöstlich über Tupelo, Elvis‘ Geburtsstadt, nach Nashville, Tennessee.
Das Parkway Visitor Center in Tupelo ist bei ca. Meile 266 und das Ende der Route bei Meile 444 dicht bei Nashville.

Die Website des National Park Service gibt mehr Details zu dieser Route:  www.nps.gov/natr/

Die Kunst des amerikanischen Barbecue (BBQ)

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Barbecue (BBQ) in Amerika
Barbecue (BBQ) in Amerika

Was macht das amerikanische BBQ aus?

Barbecue: Steaks, Pork, Chicken… und Saucen

Barbecue Zubereitung ist eine Art Wissenschaft in den USA – viele Staaten und Städte streiten darüber, wer das originale oder beste Barbecue zubereitet. Die Südstaaten inklusive Texas nehmen sich gerne das Recht raus die Autorität in Sachen BBQ zu sein und sicherlich sind dort einige großartige Geschmacks- und Zubereitungsrichtungen entstanden aber man sollte offen sein auch andere Regionen zu testen.

Dry or Wet Barbecue (Sauce)?

Die Barbecue Sauce … hier fängt es an ideologisch zu werden: allgemein ist die „feuchte“ rote Sauce am besten bekannt, aber es gibt BBQ Sauce auch in trockener Form. Hierbei wird eine Gewürzmischung millimeterstark über die Fleischstücke gestreut.

Charles Vergo’s Rendezvous Charcoal Ribs Restaurant in Memphis ist vielleicht das bekannteste Restaurant seiner Art für ‚dry BBQ‘. Andere Lokale und BBQ Wettbewerbe, wo man probieren kann, finden Sie in unserer Linkliste BBQ, siehe Link weiter unten.

Holzkohle oder Gas Grill

Hierüber wird nie gestritten: Barbecue muss auf einem Holzkohlegrill gemacht werden, alles andere ist außerhalb jeglicher Diskussion. Gasgriller werden belächelt und es macht Sinn, denn die Zusammensetzung der Holzkohle macht den unverwechselbaren Räuchergeschmack.

Smoker — die Kunst des langsamen Garens

Wer Grillen über Holzkohle sagt, schliesst allerdings ebenfalls das langsame Garen in einem Smoker oder Pit-Barrel mit ein. Holzkohle wird in modernen Smokern immer öfter durch Holz-Pellets (kleine Plättchen gepresst aus Sägespänen) ersetzt, was eine bessere Temperaturkontrolle erlaubt.

Fleisch

Beef oder Pork, das ist hier die Frage.

Die Staaten haben ihre Favoriten, aber es ist eine leichte Tendenz in Richtung Pork (Schweinefleisch) zu sehen. Sogar das typische Texas BBQ ist oft mit Schweinefleisch zubereitet, wenngleich der Staat eigentlich der typische Rindfleisch Staat ist.

Selbstverständlich findet man oft Rindfleisch auf dem Grill, beispielsweise das Beef Brisket (Stück aus Brust oder untere Vorderseite des Rindes) als Barbecue Fleisch – es wird über viele Stunden (vielleicht sogar einen Tag lang) auf dem Grill gelassen bis es förmlich so weich ist, dass man es nicht mehr schneiden muss.

Wettbewerbe

Für jeden Barbecue Fan wird es ein Erlebnis sein, auf einen der BBQ Wettbewerbe des Landes zu gehen und an den Ständen der Dutzenden Teilnehmer die verschiedenen Staaten-typischen Barbecues zu probieren.

Geschichte

Am meisten hört man, dass es Christopher Columbus gewesen sein soll, der, als er in der Karibik landete, die Einheimischen auf diese Art kochen sah und das Fleisch mit würzigen Soßen und Gewürzen verfeinern sah.

Die Einheimischen sollen es als ‚barbacoa‘ bezeichnet haben, was die langsame Kochmethode über glühender Kohle bezeichnete.

So soll es dann in der Kolonialzeit in die Südstaaten und anderen Barbecue Hochburgen (Texas, die Carolinas, Tennessee, Kansas, Kentucky und andere) gekommen sein. North Carolina behauptet von sich, dass es die Wiege des Barbecue ist und alles dort entstanden ist: „North Carolina the Barbecue Capital of the World“.

Auch die Tatsache, dass in der Zeit der Sklavenhaltung in Amerika die Sklaven nur Reste bekamen, so zum Beispiel die vom Fleisch befreiten Rippen der Schweine und Rinder, soll dazu geführt haben, dass sie die Barbecue Spare Ribs sozusagen erfunden haben.

Man grillte die Ribs über offenem Feuer oder Kohle und kannte sich mit exotischen Gewürzen aus, die als Soße zubereitet wurden oder einfach drübergestreut wurden. Daher rühren die zwei Varianten von Barbecue – trocken oder feucht.

Der Name ‚Barbecue‘

Es heißt immer Barbecue und nicht Barbeque. BBQ ist dennoch ein gebräuchlicher und akzeptierter Name.

North Carolina und South Carolina haben sogar einen BBQ Trail.

Die 25 besten Grill-Plätze in North Carolina

Original Barbecue gibt es nur in North Carolina, denn dort hat dieses typisch amerikanische Grillverfahren seinen Ursprung — so sagt zu mindestens North Carolina.

Um diesem Erbe gerecht zu werden, hat die North Carolina Barbecue Society (NCBS) für Besucher des US-Staates die 25 besten Barbecue-Orte zusammengestellt – den so genannten Barbecue Trail. Siehe auch die Website des North Carolina Barbecue Society (NCBS): www.ncbbqsociety.com/bbqtrail.html

Die NCBS wählte ausschließlich gastronomische Betriebe aus, die seit mindestens 15 Jahren im Geschäft sind und nur mit Holz oder Holzkohle grillen.
Neben der Qualität der Speisen werden Barbecue-Fans auf ihrem Weg entlang des Barbecue Trail feststellen, dass jedes der aufgeführten Barbecue-Restaurants eine eigene Grill-Methode entwickelt hat und Barbecue-Soßen serviert, die nach geheimem Familienrezept zubereitet werden. Auf diese Weise kann jeder North Carolina-Tourist sein Lieblings-Barbecue finden.
Besucher, die selbst die Kunst des Barbecues erlernen wollen, können bei der NCBS auch Kochkurse belegen.

South Carolina’s Barbecue Trail

South Carolina beansprucht, wen wundert es, ebenfalls der Ursprung des pit-cooked Barbecues zu sein. Pit Cooking ist ursprünglich das Garen, besser gesagt Räuchern, über einem Erdloch aber ein Metallfass ist ebenfalls ein ‚pit‘ und heutzutage kauft man sich ein Pit Barrel wenn man diese Art Barbecue zuhause machen will. Ein Smoker tut allerdings des gleichen Zweck und ist fast das Gleiche — es geht allgemein darum ‚langsam‘ zu garen.

In SC ist der Barbecue Trails nach Regionen des Staates aufgeteilt: die nördliche MOUNTAIN Region, die MIDLANDS Region sowie die COASTAL Region. Eine Karte und viele Infos finden sich auf der englisch-sprachigen Website: South Carolina Barbecue | SC Barbecue, South Carolina BBQ Restaurants (discoversouthcarolina.com)

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Elvis‘ Geburtsstätte / Museum in Tupelo, Mississippi

Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi
Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi

Nach einem vollständigen Umbau 2007 steht das Museum an Elvis Presley’s Geburtsort Tupelo wieder Besuchern offen.

Die Einweihung am 8. Januar 2007 fiel auf den 72. Geburtstag des King of Rock ’n’ Roll, der hier in einem winzigen Haus zur Welt kam.
Klein und sehr persönlich gehalten ist das Museum am Stadtrand von Tupelo in Mississippi nach wie vor. Nach einer Renovierung, die eine Viertelmillion Dollar kostete und größtenteils aus Spenden bezahlt wurde, ist der Touristenmagnet im Geburtsort des Jahrhundert-Musikers jetzt auf dem neuesten Stand der Darstellungskunst.

In diesem winzigen Haus kam Elvis 1935 zur Welt. Kurz-Bio finden Sie hier: Elvis Kurzbiografie

Das Museum erzählt die Geschichte der bettelarmen Familie Presley bis zum Umzug nach Memphis im Jahr 1948. Ob es wirklich eine dem Vater drohende Gefängnisstrafe nach dem Diebstahl eines Schweins war, die zu einer Flucht zwang, ist umstritten. Sicher weiß man nur: Die Familie lebte zunächst auch in Memphis sehr bescheiden.

Erst nach den ersten Plattenerfolgen 1955 kaufte Elvis das Anwesen Graceland bei Memphis, Tennessee. In der ehemaligen Wohnung der Presleys, einem Teil der Sozialbau-Anlage Lauderdale Courts, nächtigen heute Elvis-Fans.
Graceland (Memphis) wurde nach dem Tod des Stars 1977 für Besucher geöffnet. Auch das Sun Studio, wo er anfangs Platten aufnahm, kann besichtigt werden. Siehe Sehenswürdigkeiten in Memphis, Tennessee

Tupelo liegt eine knappe Autostunde südlich von Memphis an der typischen Route großer Südstaaten-Rundfahrten ab Atlanta. Zu den Höhenpunkten zählen neben Memphis und Nashville (siehe Tennessee) auch die alte Villenstadt Natchez (Mississippi), das Mississippi-Delta mit seinen Bluesclubs sowie New Orleans (Louisiana) und die Strände der Golfküste.

Ende Mai/Anfang Juni feiert Tupelo das Elvis Presley Festival mit vielen Konzerten.

Website: www.elvispresleybirthplace.com

 

Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi
Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi

Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi
Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi

Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi
Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi

Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi
Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi

Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi
Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi

Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi
Elvis Geburtshaus in Tupelo, Mississippi

Tupelo, Mississippi

Tupelo liegt im nord-östlichen Eck, die sogenannte ‚Hills Region‘ von Mississippi. Die Stadt mit ca. 34.211 Einwohnern (U.S. Volkszählung 2000) ist über die Highways 45, 78 und den Natchez Trace Parkway erreichbar und liegt 90 Meilen (144km) südöstlich von Memphis (Tennessee) und 135 Meilen (217 km) von Birmingham (Alabama) entfernt.
Tupelo’s Klima ist als generell mid einzustufen und durchschnittliche Sommertemperaturen haben ihr Hoch bei 92 Grad Fahrenheit (33 Grad Celsius) und ihr Tief bei 68 Grad F (20 Grad C). Im Winter sind die durchschnittlichen Höchsttemperaturen bei ca. 54 Grad F (12 Grad C) und die Tiefsttemperaturen bei durchschnittlich dem Gefrierpunkt.

Einige interessante Fakten zu Tupelo:
Tupelo bezieht natürlich seinen Bekanntheitsgrad dadurch, dass es die Geburtsstadt von Elvis Presley ist.
Der Name Tupelo hat indianischen Ursprung: das Wort Tuh Pu Lah bedeutet ‚lautes Schreien und Krach machen‘.
Tupelo wurde in den Jahren 1967. 1989 und 1999 von der National Civic League zur ‚All America City‘ (typischen amerikanischen Kleinstadt) gewählt.
Das North MS Medical Center ist das größte medizinische Zentrum in den USA, das nicht zu einer Metro Stadtregion gehört. Es ist ebenfalls größter Arbeitgeber von Tupelo.

Der Umkreis von Tupelo ist Hauptsitz von etlichen Fortune 500 Firmen, nämlich ca. 17.
Tupelo ist ebenfalls Hauptquartier des Natchez Trace Parkway, einer als All American Road sowie National Scenic Byway gekürten Strasse.

 

Memphis, Tennessee — Einleitung und Reisetipps, Wetter, Sehenswürdigkeiten

Memphis, Tennessee
Memphis, Tennessee

Memphis wird auch die Heimatstadt des Blues genannt. Es war W.C.Handy, der Anfang des 20. Jh. zu diesem Titel verhalf, als er in Pee Wee’s Saloon auf der Beale Street begann, die einst von Sklaven gesungenen Rhythmen und Melodien zu formen und zu etablieren.
‚Memphis Blues‘ war das erste Stück Blues, das jemals veröffentlicht wurde. 1977 wurde dann Memphis durch den Kongress offiziell mit dem Beinamen bedacht.
Der Platz, an dem heute Memphis liegt, war einst Territorium der Chickasaw Indianer, die erste Siedlungen an den Hügeln am Mississippi errichteten.

Es dauerte bis 1540, das ein Europäer seinen Fuss in das Land setzte, es war Hernando de Soto, der hier am Mississippi ankam. Aber erst 1739 wurde die erste feste Siedlung durch Europäer errichtet – Fort Assumption.
Den Namen Memphis schuf der Amerikaner Andrew Jackson im Jahre 1819, als er empfand, dass der Mississippi ihn an den ägyptischen Nil erinnere und einen Namen verdiene, der aus Ägypten kommt.
So wählte er ‚Memphis‘, eine Stadt in Ägypten, deren Name frei übersetzt ‚Ein guter Platz‘ bedeutet.

Geplant wurde die Stadt sodann durch James Winchester, John Overton und den zukünftigen Präsidenten Andrew Jackson.
Der 4. April 1968 zählte dann zu den denkwürdigsten Tagen in der Geschichte Memphis‘: an diesem Tag wurde Martin Luther King Jr. erschossen.

Ein Mahnmal gegen die Gewalt und zu Ehren seiner Leistungen steht an der Nordseite der Civic Center Plaza – es trägt den Namen „The Mountain Top“.

Top Sehenswürdigkeiten (siehe mehr dazu hier: Die Top Sehenswürdigkeiten in Memphis):
Beale Street
Graceland, Home of Elvis Presley
Rock and Soul Museum
The Stax Museum of American Soul Music
National Civil Rights Museum, Lorraine Motel
Memphis Queen
Gibson Guitar Fabriktour
Musik Festivals in Memphis
Memphis Fedex Forum
Memphis Rock ’n‘ Soul Museum
W.C. Handy House Museum
Pink Palace Family of Museums
Das legendäre ‚Sun Studio‘
Blues Hall of Fame

Info: Alle unsere Reiseartikel zu Memphis finden Sie unter dem Stichwort ‚Memphis‘: Reiseartikel zu Memphis

Reisezeit und Wetter

Memphis befindet sich inmitten des sogenannten „Sun Belt“ und hat mehr Sonnentage pro Jahr als z.B Miami. Die schönsten Monate in Memphis sind Mai und Oktober. Das Frühjahr hat noch den Vorteil, dass man die Magnolien blühen sehen kann.

Im Sommer ist es heiß (bis über 30 C) mit hoher Luftfeuchtigkeit und die Temperaturen in den Wintermonate liegen im Schnitt bei knapp über Null bis 10 C.

Daten und Fakten

Fläche
Memphis Metropolitan Area 3,013 square miles (ca. 8 qkm)
City of Memphis: 279.32 sq.mi. (723.44 qkm))

Öffentliche Verkehrsmittel
MATA Trolley Line
Website: www.matatransit.com

Einwohner
City: 646.889 (2010); 650,100 (2000). Mit umliegenden Orten ist das geschätzte Einzugsgebiet ca. 1.3 Mio.
ca. 652.ooo (geschätzt 2017)

Airport
Memphis Intl. Airport (Website: www.flymemphis.com )

Höhe
Ca. 77 m über dem Meeresspiegel

 

Karte

Mehr Infos zu Memphis und seinen Sehenswürdigkeiten

Info: Alle unsere Reiseartikel zu Memphis finden Sie unter dem Stichwort ‚Memphis‘: Reiseartikel zu Memphis

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