Preisspiegel USA: wie teuer ist was in Amerika?

Benzinpreise USA
Benzinpreise USA

Preisspiegel USA -Durchschnittliche Preise für Alkohol, Benzin, Essen, Hotels (Übernachtung)

Eine Übersicht zu Preisen für Alkohol, Fast-Food, Essen, Übernachtungspreise in Hotels und Motels, sowie Benzin.

Manchmal kann es nützlich zu sein, einige Preise zu kennen, die einen erwarten. Einige sind relevant für den täglichen Gebrauch, wie z.B. Benzinpreise, andere weil man etwas kaufen und mitnehmen möchte nach Deutschland. Hier sind einige unverbindliche Anhaltspunkte zu Preisen in den USA. Keine Preisgarantien, denn Preise variieren und sind regional unterschiedlich.

In den grösseren der Liquor Shops, den Getränkemärkten also, findet man so gut wie jedes gängige Bier aus Deutschland und Europa. Ob’s Peroni aus Italien oder Oktoberfest-Bier oder irgendein gängiges Weiss-Bier sein soll, ganz egal, man bekommt es.

Bier-Preise

Deutsche Marken (Becks, Warsteiner etc), 12Pk-0,33L Flaschen, ca. $18-$25
Budweiser 12 Dosen, $15-$20
Günstige Marken, 12 Dosen, ca. $7-$12
Coors, Miller, Budweiser, Grosspackung 30 Dosen, ca. $18-$26
6-Packs Bier, ca. $12-$18 (darunter sowohl die klassischen Dünnbiere wie aber auch exzellente Produkte von Kleinbrauereien, auch genannt ‚Craft Beers‘ ).

Spirituosen-Preise

Schnaps, 0,75L Flaschen:
Jim Beam, ca. $16
Jack Daniels, ca. $18
Hennessy, ca. $25
Campari, ca. $20
Averna, ca. $20
Stonesdorfer, ca. $22
Jägermeister, ca. $20

Grössere Flaschen zu kaufen lohnt oft, weil sie oft einen Preisvorteil haben.

Benzinpreise USA

Benzinpreise sind i.d.R. in den MidWest Staaten am günstigsten, allerdings sind dies oft Staaten, die nicht ‚viele‘ Touristen sehen.

Allgemein: Gross-Städte wie New York, L.A., San Francisco, Chicago (neben vielen anderen) sind immer teuerer und liegen an der Spitze der Preisskala.
Die teuersten Staaten sind immer Alaska und Hawaii — meistens mit einem Aufschlag um die 20-30 cent pro Gallone gegenüber dem Festland.

Auf dem Festland sind die teuersten Staaten: Kalifornien, Oregon, Washington State, Illinois, Wisconsin, Minnesota, New York State und die New England Staaten.
Nevada ist meistens auch recht teuer und passt sich Kalifornien ein wenig an. Die Südstaaten (aber nicht Florida) sind im Allgemeinen die günstigsten Staaten.
Florida liegt meistens so im Mittelsprektrum.
Weiterhin sind grosse Gefälle innerhalb einer Stadt, auch innerhalb der gleichen Tankstellenkette ganz normal. Auch kann ein bis zu 10 cent starkes Gefälle zweier nebeneinanderliegender Tankstellen vorkommen. Innerhalb einer Stadt können bis zu 20-30 Cent Preisunterschiede auftreten.

Durchschnittspreise pro Gallone (entspricht 3.79 Liter):

AKTUTELLE PREISE für Benzin in den USA finden Sie auf unserer Seite: Benzinpreise USA

Essen, Fast-Food Preise

Aufgrund der Verschiedenheit und Qualität von Restaurants läßt es sich nur schwer sagen, was die Preise sind. Allerdings können wir für einfache Family-Restaurants oder Burger (Sports) Bars sprechen, da fast in den gesamten USA das Preisniveau recht gleich ist: Family Restaurants sind Ketten wie Applebee, Chili’s, Red Robin, TGI Fridays, u.s.w.. man kann davon ausgehen, dass man für um die $10 ein Essen bekommt. Biere liegen um die $5 pro Glas, Cocktails um die $10-14.

Sports Bars sind Lokale, Kneipen, die eine Speisekarte anbieten, auf der man ‚typisches‘ Essen findet, was man gerne zu ein paar Bieren haben möchte: Burgers, Chicken Wings, Steaks, etc.. Sports Bar heissen sie weil meistens ein paar Fernseher installiert sind und meistens Sport läuft. Burger Preise inklusive Beilagen liegen meistens bei $8-$12. Oft werden an bestimmte Tage der Woche Specials gemacht, wo man bestimmte Essen oder Getränke billiger bekommt.

Fast alle ‚Bar-Restaurants‘ haben eine ‚Happy Hour‘, was bedeutet, dass man zu bestimmten Uhrzeiten die Getränke deutlich billiger bekommt. Meistens fängt die Happy Hour um 4 bis 5 Uhr an und endet so um 7-8 Uhr. Es ist keine übrigens keine Peinlichkeit nach der Happy Hour zu fragen und was es zu dieser Zeit billiger gibt.

Hotel-Motel-Preise

Beliebte Ziele wie Moab, Utah (bei Canyonlands, Arches Park etc.) liegen im Sommer heute bei 160 bis 300 Dollar. Alle populären Ziele sind zu den Hauptreisezeiten stetig teurer geworden.

Aber mal abgesehen von den beliebten Reisezielen kann man für ein Motel (Best Western, La Quinta) durchaus $100 im Schnitt rechnen, auch wenn sie nur neben der Autobahn liegen. Höherwertige Ketten wie beispielsweise Holiday Inn Express sind teurer.
JA, es gibt auch noch diese supergünstigen Motelpreise, die zu gut sind um wahr zu sein — vermutlich ist da irgend ein Haken, z.B. Sauberkeit, Sicherheit, Lage.

Billig… gibt es in Amerika eigentlich nicht mehr.

Las Vegas und Phoenix sind unserer Meinung nach die vielleicht billigsten Übernachtungsziele. Las Vegas, weil fast immer ein gutes oder sehr gutes Hotel ein Angebot hat, was für eine Grossstadt ungeschlagen ist. Selbstverständlich sind das keine Durchschnittspreise, denn man kann in Vegas auch ab $300 ausgeben, ganz klar.
Phoenix ist im Sommer so billig, weil eigentlich bei 40 Grad Celsius (und mehr) im Schatten kaum jemand im Sommer dorthin will. Nachbarort Scottsdale: viel schöner, aber teurer.

Zigaretten Preise

Zigaretten haben keinen einheitlichen Preis. In jedem Laden kosten sie unterschiedlich. Auch Angebote gibt es vielfach. Auf jeden Fall ist es immer günstiger, eine ganze Stange zu kaufen als einzelne Packungen.
Es besteht keine Preisbindung, d.h. der Preis variiert stark. Anhaltspunkte für Stangen (im Englischen heißt die Stange: carton):

Preise variieren stark von Staat zu Staat. Grundregel ist, dass in den ärmeren Staaten, oft den Südstaaten die Preise geringer sind als in den anderen.

Im Landesschnitt muss man mit 5-8 Dollar pro Packung Markenzigaretten rechnen.

An der Nord-Ostküste liegen die Preise allgemein höher, man kann mit 8-10 Dollar rechnen. In New York City 10-14 Dollar.
Kalifornien ca. 8-10 Dollar. Florida so ca. 5-7 Dollar.

Philly Cheesesteak – ein amerikanisches Original

Philly Cheesesteak (photo: phil-denton,CC BY-SA 2.0 license,https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)
Philly Cheesesteak (photo: phil-denton,CC BY-SA 2.0 license,https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

Ein Philadelphia Cheese Steak (Cheesesteak) ist das typischste Essen für Philadelphia.

Ein Philadelphian wird immer darauf bestehen, dass ein echtes Philadelphia Cheesesteak Sandwich immer nur aus Philadelphia kommen kann, weil das ‚echte‘ Philadelphia Brötchen (Italienische Semmel) dazu gebraucht wird.

Das ist die Basis des Sandwiches, der andere Teil ist die Füllung: sehr dünn in Streifen geschnittenes Steak, das gegrillt wird. Darauf Zwiebeln und Käse – nicht irgendeiner, sondern wenn vorhanden, ‚KRAFT Cheez Whiz®‘. Dieses Produkt existiert seit 1953 in den USA.

Das Brötchen, es heißt ‚Philadelphia roll‘, ist eine lange, dünne, Baguette-artige Angelegenheit italienischen Ursprunges. Mittlerweile kann man in vielen Städten in den USA das Philly Cheesesteak Sandwich essen – natürlich Nachahmungen, aber man sollte es probieren, damit man vergleichen kann. Sogar Sandwich-Ketten wie ‚Quiznos‘, wo man im Übrigen die besten Italian Sandwiches bekommt, verkauft auch Cheesesteak sandwiches.

Der Cheesesteak Kult treibt auch andere Blüten: vor einiger Zeit speiste ich eine vorzügliche Cheesesteak Suppe, vermutlich unverzeihbar in den Augen eines Philadelphians, aber ‚wen kümmert’s, wenn’s schmeckt?‘!

Es waren die Olivieri Brüder Pat und Harry, die das Cheesesteak Sandwich zufällig 1930 erfunden, als sie sich irgendwas ‚Anderes‘ mal zu Mittag machen wollten. Sie improvisierten und raus kam das neue Sandwich, damals noch ohne Käse.

Eigentlich betrieben die Beiden eine Hot Dog Bude am Italian Market, aber nachdem sich das mit dem Cheesesteak rumsprach, wollten die Leute nur noch dieses und heute ist der Laden eine Institution in Philadelphia!

Erst viele Jahre später stellte Kraft sein neues Produkt ‚Cheez Whiz‘ vor, ein Brotaufstrich Käse. Dieser kam dann zu dem Cheesesteak Sandwich dazu und dann wurde es erst das ‚Cheese’steak.

„Pat’s King of Steaks“ Diner findet sich am Italian Market in South Philadelphia wo die 9th Street die Wharton & Passyunk Avenues kreuzt.
Der Käse auf dem Sandwich darf aber variieren: man nimmt z.B. Smoked Provolone oder American Cheese.

Man ‚muss‘ Pat’s King of Steaks einfach einmal besuchen, wenn man in Philly ist, das gehört dazu. Andere gute Plätze sind Geno’s Steaks (1219 S. 9th St, gegenüber von Pat’s) oder Jim’s Steak (400 South Street) – alle machen das ‚echte‘ Philly Cheesesteak Sandwich und gehören zu Philadelphia’s Inventar.

Mehr zu Philadelphia als Reiseziel:

Philadelphia — Einleitung, Reisezeit, Sehenswürdigkeiten

Mehr zum Thema ‚Essen in Amerika‘

Siehe unsere Artikelsammlung Essen in Amerika

Der Bagel — eine amerikanische Tradition

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Bagels (photo: Garyperlman at English Wikipedia [Public domain], via Wikimedia Commons)
Bagels (photo: Garyperlman at English Wikipedia [Public domain], via Wikimedia Commons)
Löcher mit Teig drumherum? Nein, das wäre herabsetzend und zu wenig. Bagels sind eine Philosophie,  eine Gesinnung und nicht nur in Deutschland wächst sein Fanclub täglich. Eine Art Brötchen mit Loch in der Mitte. Schon besser!

Aber auch diese Definition sagt nur stichwortartig, worum es in etwa geht beim Bagel.

Bagels sind ganz anders als normale Brötchen. Es ist ein aufwendiger Produktionsprozeß und sie schmecken frisch und zäh zugleich.

Und mit Cream Cheese sind sie für Bagel Freunde sozusagen der Himmel auf Erden bzw. auf der Zunge. Bagels sind bei Amerikanern ein sehr beliebter Bestandteil des Frühstücks und werden mit Cream Cheese, Marmelade, und auch mit herzhafter Auflage als eine Art Sandwich gegessen. In großen Städten finden sich manchmal Bagel Shops, die Dutzende Varianten als Frühstück anbieten. Allerdings wird die Konkurrenz für Bagels immer größer seit Baguette, und andere Brotsorten in Amerika den Siegeszug angetreten haben und letztendlich sind diese Brotformen nicht so dicht und ’schwer‘ und kommen bei vielen Menschen oft besser an.

Bagels kommen aus der jüdischen Eßtradition und sind in Amerika populär geworden. Die aufwendige Herstellung rührt aus den jüdischen Feiertagsgebräuchen: Am siebten Tage sollst du ruhen. Am Sabbat sollst du nicht arbeiten.
Bagels sind das ideale Sabbat Brot, weil Hefegare und Backen nicht am selben Tag stattfinden müssen.

Herstellung

Zuerst wird der Teig gemischt: Fünf Zutaten kommen hinein: Mehl, Wasser, Zucker oder Honig, Hefe und Salz. Der Teig wird in kleine Kringel geformt, das geht entweder von Hand oder mit der Maschine. Es gibt auch richtige ‚Bagel-Roller‘ von Beruf. Anschließend findet die Hefegare statt. Danach kommen die Bagels in die Kühlung und werden ein bis zwei Tage bei ca. 2 Grad C gekühlt. Dadurch bilden sie die berühmte bageltypische Haut.

Damit waren die Bagels früher in den „Sabbat – Schlaf“ versetzt worden, aus dem die jüdischen Hausfrauen sie bei Bedarf nach Sonnenuntergang wieder „erweckten“, denn der Sabbat endet mit Sonnenuntergang am Samstag abend. Bagels sind also so eine Art Instant – Brot. Diese Erweckung findet statt durch kochendes Wasser (oftmals auch Honigwasser), in das die gekühlten Ringe getaucht werden, bis die Lebensgeister wieder erwacht sind. Danach geht’s in den Ofen … fertig ist der Bagel.

Die Geschichte der Bagels

Im Wörterbuch sollte Bagels unter Spaß gefunden werden, aber Webster’s Dictionary zufolge ist ein Bagel eine harte Brot-Rolle, die aus Hefe-Teig gemacht wird, in eine Doughnut – Form gebracht wird, in Wasser gekocht und dann gebacken wird. Der Bagel ist das einzige Brot Produkt, das gekocht wird, bevor es gebacken wird. Dieser Prozeß gibt dem Bagel wie gesagt seine charakteristischer Haut und seinen Glanz. Die Legende sagt, daß 1683 in Wien ein jüdischer Bäcker dem König von Polen für das Schützen seiner Landsmänner vor türkischen Angreifern danken wollte. Er machte ein Spezialbrot in der Form eines Steigbügels – in Anlehnung an des König’s favorisierte Freizeitbeschäftigung.

Als die Bagels in Polen populär wurden, verwendete man sie offiziell als Geschenke für Frauen, die eine Geburt hatten. Junge Mütter gaben die nahrhaften Ringe ihren Säuglingen, die sie leicht greifen konnten. Ein Brauch der auch heute noch populär ist. Bagels machten ihren Weg schließlich nach Rußland, wo sie ‚Bubliki‘ genannt wurden und an Schnüren verkauft wurden. Wie anderen ringförmigen Gegenständen wurde auch von ihnen gesagt, dass sie Glück bringen und magische Mächte besitzen. Als die osteuropäischen und jüdischen Einwanderer in Nordamerika ankamen, brachten sie den Bagel mit. Viele ließen sich in Kanada nieder und verhalfen Städten wie Toronto und Montreal zum Ruf für die ‚besten Bagels der Welt‘. Die amerikanische Bagelindustrie schlug ihre ersten Wurzeln in New York zwischen 1910 und 1915 mit einheimischem Bagelbäckern. Die Gruppe von 300 Handwerkern mit „Bagel’s im Blut“ beschränkte seine Mitglieder auf die Söhne ihrer Mitglieder. Zur der Zeit war es wahrscheinlich leichter, eine medizinische Ausbildung zu bekommen, als eine Lehre in einem der 36 Bagel-Geschäfte in New York City und New Jersey.

Professionelles Bagel backen erforderte Sachkenntnis und war Knochenarbeit. Die Söhne der Bagelhersteller brauchten monatelang, um ihr Handwerk zu lernen. Sie wurden nach Stück bezahlt und arbeiteten normalerweise in Vierer-Teams. Zwei machten die Bagels, einer backte und einer überwachte das Kochen der Bagels.

Die Männer verdienten 19 Cent pro Kiste und jede Kiste enthielt 64 Bagels. Es war für ein Team nicht außergewöhnlich, hundert Kisten pro Nacht zu produzieren. In unzähligen Bäckereien erhob sich die Popularität des Bagels weit über die Grenzen der ethnischen Bezirke. In den späten 50 und 60er Jahren fingen die Bäcker von New York und New Jersey an, sich in anderen Teilen des Landes zu verbreiten. Ein solcher Wegbereiter, der 1966 eine Bagel-Bäckerei in einem Vorort von Washington DC eröffnete, erinnert sich an seinen skeptischen Vermieter, der ihn fragte: „Wer wird denn wohl 7 Cent für so etwas ausgeben?“

Abgepackte Bagels kamen erst in den 50ger Jahren in die Supermärkte. Mit der Einführung gefrorener Bagels 1960 hatten dann auch Verbraucher, die nicht in der Nähe einer Bagel Bäckerei lebten, Zugang dazu.

Bagel-Maschinen, ein Segen für kommerzielle Bäckereien, wurden auch 1960 eingeführt. Der Erfinder, Dan Thompson, sagt, er wurde darum gebeten, eine Bagel-Maschine zu erfinden. Sein Vater dachte ungefähr zum gleichen Zeitraum über eine solche Maschine nach. Das ist vielleicht nicht weit weg von der Wahrheit, weil Dan’s Vater eine Groß-Bäckerei in Winnipeg, Kanada, hatte und schon lange über eine Maschine nachdachte, aber es schien viel zu kompliziert und zu kostspielig. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es bereits ca. fünfzig erfolglose Versuche, eine Bagel-Maschine zu erfinden. Schließlich entwickelte die Thompson Bagel Machine Corporation dann das erste geglückte, kommerziell einsetzbare Modell.

Mehr zum Thema ‚Essen in Amerika‘

Siehe unsere Artikelsammlung Essen in Amerika

USA – Politik Themen von Wahlen bis Verfassung

Spätestens seit Donald Trump ist das Thema Politik nicht nur für Amerikaner wichtig geworden, sondern die ganze Welt fragt sich wie amerikanische Politik so funktioniert. Man erinnert sich an die Amerikanische Verfassung und Gewaltenteilung.

Alle unsere Artikel findet man hier: USA-Politik Themen

Oder bitte finden Sie einen Schnelleinstieg hier von dieser Seite:

Oberster Anker der gesamten Regierungsstruktur ist die Verfassung der Vereinigten Staaten. Auf nationaler Ebene existiert Gewaltenteilung, das heisst Judicative, Legislative und Exekutive. Eine weitere Teilung der Macht wird durch Teilautonomität der Staatenregierungen und darunter weiterer lokaler Strukturen erreicht. Bestimmte Bereiche sind jedoch national bindend für die Staaten, darunter als Beispiel das Militärwesen.

Allgemeine Infos und Überblick zu den USA

Von Währung zu Fläche, Bevölkerung, Zeitzonen, Regionen und vieles mehr: USA — Überblick, Daten, Reiseinformationen und Tipps

Drohnen mitnehmen nach USA – was ist zu beachten?

Seit Drohnen kleiner geworden sind ist Reisen mit der fliegenden Kamera auch immer beliebter geworden.

In diesem Artikel soll auf den privaten Einsatz (also nicht kommerzielle Nutzung) eingegangen werden und die grundsätzlichen Dinge, die beachtet werden müssen, eingegangen werden. Wir fügen ebenfalls die offiziellen Links der betreffenden U.S. Websites hinzu, damit Ihr diese studieren könnt und vor allem die aktuellsten Infos holen könnt, denn dieses Thema unterliegt schnellem Wandel und letztendlich zählt nicht, was Ihr in irgendeinem Blog gelesen habt, sondern was auf den offiziellen U.S. Websites zu lesen ist.

Drohne mit in USA Urlaub nehmen
Drohne mit in USA Urlaub nehmen

Wo kann man Fliegen und was kann man nicht machen?

Leider nehmen die Restriktionen immer mehr zu und es ist sehr ähnlich wie in Deutschland. Allgemein kann man sagen, dass Politiker aus Panik (etwas zu vergessen) lieber einem Rundumschlag ausführen, der dann alles verbietet und nur wenige Möglichkeiten bietet. Im Laufe der Zeit ist zu erwarten, dass sich diese Restriktionen lockern und mehr Sinn machen.

Wenn Ihr die Regeln, die in Deutschland gelten, auf die USA übertragt, dann liegt Ihr schon grob richtig. Also kein Fliegen über Menschenansammlungen, nicht in Flughafennähe, und so weiter. Details könnt hier hier lesen: https://www.faa.gov/uas/recreational_fliers/

  • In allen Nationalparks ist das Fliegen mit einer Drohne verboten.
  • Bei State Parks und BLM betriebenen Gebieten muss man die entsprechende Website des Parks suchen und dort nachlesen. In State Parks ist es meistens verboten, bei BLM Land kann man Glück haben oder, geltend für beide, es kann möglich sein, dass man eine einmalige Gebühr zahlt und dann fliegen darf. Dead Horse State Park (Utah) hat eine solche Regelung.
  • In National Forests kann man meistens fliegen (solange es privat ist), aber sicherheitshalber bei dem entsprechenden Forest nach den Drone Guidelines suchen.
    Web U.S. Forest Service: https://www.fs.usda.gov/

Ihr habt bestimmt schon eine App auf Eurem Mobilphone, die Euch anzeigt, wo man Fliegen kann und wo nicht. Falls noch eine braucht, hier einige Empfehlungen:

Braucht man eine Drohnen-Versicherung wie in Deutschland?

Für die private Nutzung, die in den USA ‚recreational flying‘ heißt, derzeit nicht — aber wie gesagt, dass kann sich ändern. Nicht einmal für die kommerzielle Nutzung ist eine Versicherung vorgeschrieben, aber es ist üblich, eine zu haben.

Einige wenige Versicherer in Deutschland haben wohl auch die USA als Reiseland inbegriffen, aber das solltet Ihr aktuell bei Eurer Versicherung prüfen bevor Ihr die Drohne mit nach USA nehmt.

Eine weitere Möglichkeit wäre dann noch VERIFLY (Verifly.com), die auf Stundenbasis Versicherung für Drohnen anbieten. Die haben eine App und Ihr könnt on-demand Versicherung buchen. Laut deren FAQ funktionieren ausländische Kreditkarten.

Muss man seine Drohne registrieren wenn man als Besucher nach USA kommt?

Ja, auch als Bescher muss man registrieren:
„… * Visiting foreign nationals must register their drone or UAS upon arrival in the United States (online registration serves as a certificate of ownership). Read more about Information for Foreign UAS Operators in the United States. „

Hier ist der Link zum Registrieren: https://www.faa.gov/uas/getting_started/register_drone/

Unser FAZIT

Demnach solltet Ihr Euch als Recreational Flier registrieren (entspricht Hobby und nicht kommerzielles Fliegen), genau so wie alle Amerikaner es machen müssen. Es wird nicht zwischen U.S. Bürgern und Ausländern unterschieden.

Der Link dazu ist hier: https://faadronezone.faa.gov/

Hier findet Ihr noch die allgemeinen Infos der FAA zum Thema Drohnen registrieren und Fliegen unter der Recreational Flier Option (früher: Model Aircraft Rules, Section 336): https://www.faa.gov/uas/getting_started/
Von hier kommt Ihr ebenfalls zur Registrierungsseite.

Auf der Webseite https://www.faa.gov/foia/electronic_reading_room/  findet man noch einen Link zu einer Liste, die die geografische Verteilung der Registrierungen spiegelt, und darin findet Ihr auch Deutschland. Dies bedeutet, dass sich Deutsche sehr wohl registrieren. Details, wenn Ihr reinschauen wollt:

Siehe unter: Category 4: Records Frequently Requested under FOIA
-Geographic listing of hobbyist/non-hobbyist sUAS registry enrollments and registrants

Oder probiert die Facebook Seite der FAA für Eure Fragen: https://www.facebook.com/FAA/

All dese Infos sollen Euch eine Orientierungshilfe sein, und wie gesagt, die Richtlinien ändern sich laufend und die einzig verbindlichen Infos bekommt man von der FAA.

Falls Ihr die FAA angefragt habt, bitte sendet uns deren Antwort, damit wir sie anderen Lesern bereitstellen können.

O.K. — wie der Begriff entstand und der General von Steuben

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Der Begriff OK enstand aus oll korrekt welches General von Steuben prägte
Der Begriff OK enstand aus oll korrekt welches General von Steuben prägte

Der Ausdruck O.K.: oll korrekt

Dieser Ur-amerikanisch scheinende Begriff wurde vom deutschen General Wilhelm von Steuben Mitte des 18. Jahrhunderts in Amerika geprägt, als er sich als Militärführer einen Namen machte.

Er bestätigte Schriftwechsel zunächst mit ‚oll korrekt‘ (alles in Ordnung), da er das ‚all correct‘ schlichtweg so schrieb wie er es phonetisch verstand.

Bald war dies ‚oll korrekt‘ im gesamten Militär bekannt und er benutzte schlichtweg nur noch die Abkürzung ‚o.k.‘.


Friedrich Wilhelm von Steuben – Karriere in der amerikanischen Armee

Friedrich Wilhelm von Steuben wurde am 17. September 1730 in der Festung Magdeburg als Sohn eines Pionier-Leutnants geboren. Die meiste Zeit seiner Kinderjahre verbrachte er, im Gefolge seines Vaters in Russland. Als Friedrich Wilhelm neun Jahre alt war, kehrte er nach Deutschland zurück, wo er von Jesuiten in Breslau ausgebildet wurde.


Militär-Karriere

Im Alter von 17 begann die militärische Karriere des Friedrich Wilhelm von Steuben: als preußischer Offizier diente Steuben im Siebenjährigen Krieg von 1756-1763. Aufgrund seiner besonderen strategischen Fähigkeiten wurde Steuben später zum Generalstab abkommandiert und diente ebenso wie sein Vater vor ihm in Russland. Friedrich der Große war von Steuben so angetan, dass er ihm eine Aufgabe in seinem Hauptquartier zugedachte. Seine Erfahrungen die er im Generalstab der preußischen Armee gesammelt hatte, u.a. seine Studien der ihm bis dahin unbekannten Strategien der Englischen und Französischen Armeen, führten zu seinem umfangreichen Wissen, das er später benötigte, um aus den tapferen amerikanischen Freiheitskämpfern eine schlagkräftige Armee zu formen.
1763 wurde Friedrich Wilhelm von Steuben, 33-jährig, im Range eines Hauptmanns aus der königlichen preußischen Armee entlassen. Grund unklar.

Adelsstand und arbeitslos

Ein Jahr später wurde Steuben in den Adelsstand erhoben, als er zum Kammerherrn des Prinzen von Hohenzollern-Hechingen ernannt wurde. Der Baron von Steuben, so sein Adelstitel, war dann der einzige Höfling, der seinen Prinzen 1771 nach Paris begleitete, wo beide hofften sich Geld leihen zu können. 1775 kehrten sie enttäuscht und ohne Gelder aufgetrieben zu haben, dafür noch höher verschuldet als zuvor, in ihre Heimat zurück. Auf der Suche nach einer Arbeit, versuchte sich Baron von Steuben bei einigen ausländischen Armeen anwerben zu lassen, was ihm nicht gelang.


Licht am Ende des Tunnels: Amerika

Dann hörte er davon, dass sich Benjamin Franklin zur Zeit in Paris aufhielt. Steuben sah hier eine Chance für sich. Er musste wieder nach Paris, um Franklin zu treffen und sich und seine Dienste für die Kontinental Armee anzubieten. Im Sommer 1777 reiste Baron von Steuben in die französische Hauptstadt. Das Glück wollte es, dass ihn der Count Claude Louis de Saint-Germain bei seinen Bemühungen eine Arbeitsstelle zu finden, unterstützte und sein Können und seine Erfahrungen als preußischer Generalstabsoffizier dem Gesandten Benjamin Franklins nahelegte. In einer Depesche stellte Benjamin Franklin seinem Präsidenten George Washington den Baron von Steuben vor. Franklin schwärmte in den höchsten Tönen von Steuben und machte ihn in seinem Bericht, etwas übertreibend, zum Generalleutnant der königlichen preußischen Armee. George Washington traute der Empfehlung und so verließ Friedrich Wilhelm Baron von Steuben kurze Zeit später von Marseilles aus den europäischen Kontinent.


Freiwilliger in Amerikas Armee

Am 26. September 1777 kam er im Hafen von Portsmouth, New Hampshire, ein und lies sich bis zum 1. Dezember in Boston, Massachusetts, nieder. Kontakte zum Kontinental Kongress hatte Steuben während dieser Zeit nicht, erst als sich der Winter dem Ende zuneigte, hatte er am 5. Februar 1778 seinen Auftritt vor dem Continental Congress in York, Pennsylvania. Der Kongress bestätigte Steuben, allerdings bekam er als Freiwillliger, der er war, keinen Sold.

Am 23. Februar meldete er sich bei General Washington in Valley Forge, Pennsylvania, zum Dienstantritt. Steuben sprach kein Wort Englisch, aber mit seinen Französisch-Kenntnissen konnte er denoch mit den meisten Offizieren kommunizieren. Sowohl General Washington’s Adjutant Alexander Hamilton, als auch General Nathanael Greene, waren in diesem Bereich die tatkräftigsten Unterstützer von Steuben, als er an seine Aufgabe ging, ein Ausbildungsprogramm für die Soldaten auf die Beine zu stellen. Seine Vorschläge fanden beim Commander-in-Chief, eine breite Zustimmung.

Ausbilder Steuben

Steuben hatte in erster Linie die Frage zu lösen, wie er aus einem zusammengewürfelten Haufen von mutigen und unerfahrenen Männern eine schlagkräftige Armee machen konnte.

Steuben begann mit einer „Musterkompanie“, die aus 100 handverlesenen Männern bestand. Diese unterrichtete und trainierte er in der Kriegskunst. Als ehemaliger preußischer Offizier waren ihm die verschiedensten Taktiken der europäischen Armeen bekannt, das beste aus allen entlehnte er, verbesserte es und ‚vermittelte‘ dies in recht rauher und fluchender Art, in einem Kauderwelsch aus Deutsch und Französisch, seinen Rekruten.

Auf Disziplin legte Steuben den aller größten Wert, stets war er ein Vorbild für seine Soldaten. Von morgens bis abends drillte er persönlich seine Truppe. Der Eklektiker Steuben hatte eine ausgeprägte Persönlichkeit und sein Mythos wuchs stetig mit seiner Arbeit in der neuen Welt. Einziges Manko, was ihm blieb, war sein mangelndes Englisch, was zu Problemen beim Vermitteln seines Wissens führte und so liess sich Steuben von seinem französisch sprechenden Dolmetscher Hauptmann Benjamin Walker unterstützen.

Als das Ausbildungsprogramm beendet war, waren alle Männer in der Lage, andere Brigaden auszubilden. So nahm die Kontinental Armee allmählich Gestalt an. Interessant ist in diesem Zusammenhang, das die amerikanischen Rekruten heute noch nach den strengen Methoden des Friedrich Wilhelm von Steuben gedrillt werden.

Handbuch zur Kriegsführung

Die Kriegführung im 18. Jahrhundert folgte immer dem gleichen Schema. Alle Regeln und Abläufe wurden in einem Handbuch von Steuben dokumentiert.

Dort war alles über die Schlachtordnung, Zündfolge, Handhabung der Waffen, Nachladen, etc. nachzulesen. Das Handbuch war so detailliert, dass es sogar den genauen Ablauf vom Schuss bis zum nächsten Schuss beschrieb. Acht Schritte waren nach der Meinung Steubens erforderlich. Dieser Ablauf war neu. Die Männer wurden so gedrillt, dass sie diese Abläufe mechanisch beherrschten mussten. So schwer der neue Ablauf vom Schuss bis zum erneuten Schuss auch zu erlernen war, so erwies sich dies in der Praxis als einfacher, als die Feuer-Regeln der feindlichen europäischen Armeen.

Preussische Ordnung in der Schlacht

Zu Zeiten des Revolutionskrieges standen sich Armeen meistens noch Auge in Auge gegenüber und so konnte man eine Schlacht durchaus gewinnen, wenn die Männer diszipliniert nach Befehl vorgingen und ihr Handwerk im Schlaf verstanden. Bei den gegenerischen europäischen Armeen kam es häufig vor, dass auf Grund mangelnder Disziplin der Soldaten oder in Folge der Stress-Situationen die Soldaten nicht mehr in der Lage waren, auf die gegnerischen Truppen ein konzentriertes Feuer abzugeben. Vielmehr schoss man darauf los, wenn man nachgeladen hatte. Um die Feuerkraft zu erhöhen, legte Steuben Wert darauf, dass immer in Salven geschossen werden musste.

Latrinenordnung, Hygiene

Ein anderes Programm, dass Steuben entwickelte betraf die Lagerhygiene. Steuben erkannte schnell, dass die katastrophalen hygienischen Zustände seinen Soldaten erheblich zu schaffen machten und das dadurch die Kampfeskraft geschwächt war. Als erstes führte er eine bis dahin unbekannte Lagerordnung ein, die genau vorsah, wo die Zelte und Unterkünfte zu stehen hatten. Zwischen den Zelten ließ er Lagerstrassen anlegen. Auch durften sich die Soldaten nicht mehr an jeden beliebigen Ort ihrer Notdurft entledigen. Steuben führte die Latrinen ein und legte fest, dass diese abseits des Camps errichtet werden mussten. Auch Tierkadaver, die dort liegen blieben und verfaulten, wo sie verendeten und aus denen sich die Männer bei Bedarf ein Stück Fleisch herausschnitten, mussten wegen der Seuchengefahr entsorgt werden.

Feldküche

Und damit sich die Soldaten nicht selbst versorgen mussten, wurde die Gemeinschaftsverpflegung eingeführt. Die Kantine hatte sich nach Steubens Anweisungen, entgegengesetzt der Latrinen zu befinden. Auch teilte er Männer ein, die für die Sauberkeit der Kantine und Latrinen zuständig waren. So etablierte er Hygiene-Standards, die noch eineinhalb Jahrhunderte später bestand haben sollten.

Schlachten & Erfolge

Die Kampfkraft seiner von ihm ausgebildeten Kompanie, stellte Steuben am 20.Mai 1778 in Barren Hill und wenig später in der Schlacht beim Monmouth Courthouse in der Stadt Freehold im Monmouth County, New Jersey, unter Beweis. Diese Schlacht schien für die Kontinental Armee bereits verloren zu sein, als Steuben seine Männer ins Kriegsgetümmel warf und zu einem grandiosen Sieg führte.

Karriere

Daraufhin empfahl George Washington dem Kongress, Steuben zum Generalinspekteur der Armee, im Range eines Generalmajors, zu befördern. Am 5. Mai 1778 stimmte der Kongress dieser Empfehlung zu. Im Sommer 1778 diente Steuben in General Washingtons Hauptquartier. Dort berichtete Steuben ausführlich über die Schlacht bei Monmouth.
Im Winter 1778/1779 schrieb von Steuben ein wichtiges militärisches Werk mit dem Titel „Regulations for the Order and Discipline of the Troops of the United States“.

Dieses Ausbildungshandbuch wurde später das Standardwerk der amerikanischen Armee und ist es in modifizierter Form noch heute.
Mehr als Jahr später, in dem er sich mit der weiteren Verbesserung der Armeestruktur befasste, begab er sich mit Nathanael Greene, der zum Befehlshaber der kontinentalen Südarmee befördert worden war, auf Reisen. In Virginia machten sie Quartier. Als die Engländer unter der Führung von General Charles Cornwallis in Virginia einmarschierten, diente Steuben unter dem Marquis de Lafayette. Anschließend nahm Steuben als Berater von Nathanael Greene an den Kämpfen im Süden teil. Später nahm von Steuben an dem letzten Feldzug in Stony Point bei Yorktown, der Schlacht bei Yorktown, teil. Steuben das Kommando über eine von drei Divisionen.

Nachkriegsaufgaben

Nach dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg assistierte er George Washington bei der Demobilisierung der Armee und war maßgeblich daran beteiligt, den Verteidigungsplan für die neue Nation zu entwerfen. Im März 1784 wurde Friedrich Wilhelm Baron von Steuben amerikanischer Staatsbürger.
Im gleichen Jahr, am 24. März 1784 wurde er mit allen Ehren aus dem Militär entlassen.

Steuben ließ sich im Staat New York nieder, aber sein geschäftlicher Spürsinn war nicht sehr ausgeprägt und so dauerte es nicht lange bis er wieder in finanzielle Nöte geriet. Die Ursache seines chronischen Geldmangels lag hauptsächlich auch darin, das er lange Zeit auf einen finanziellen Ausgleich von der amerikanischen Regierung für seine Verdienste wartete. Erst im Juni 1790 wurde ihm vom Staat eine jährliche Pension von 2.500 Dollar bewilligt. Das half ihm über die Runden zu kommen, aber seine Schulden konnte er damit nicht tilgen.
Aber von Steuben hatte gute Freunde, einer davon war Alexander Hamilton. Seine Freunde halfen ihm mit ‘Geldspritzen‘ über die ärgsten Nöte hinweg. Auch für eine Hypothek bürgten sie, damit Steuben ein Haus im Oneida County bauen konnte. Das fast 6.500 ha Grundstück, auf dem das Haus stehen sollte, bekam er vom Staat New York geschenkt.

Letzte Ehrung

Am 28. November 1794 starb Friedrich Wilhelm von Steuben. Da er unverheiratet war, vermachte er seinen Besitz seinen ehemaligen Adjutanten William North und Benjamin Walker. Die amerikanische Nation ehrte ihn mit einem Heldengrab im Steuben County. Die Inschrift auf seiner Bronzetafel lautet: „Indispensable to the Achievement of American Independence“.

Auch heute noch gedenken die Amerikaner mit der Steuben-Parade, die sich alljährlich im September durch die Straßenschlucht auf der 5th Avenue in New York City schlängelt, an Friedrich Wilhelm von Steuben.


Tattoo Kunst und die Geschichte

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Seeleute, Rocker und Ex-Knacki’s – so oder ähnlich lauten die Pauschalurteile, denen der Tätowierte in der viktorianischen Zeit und Welt bis ins 20ste Jahrhundert begegnet(e).
Wie passen Frauen in das Seeleute Klischee? Eine tätowierte freie Schulter in der Oper? Nun, einen schnellen Blick sicher allemal wert, ansonsten natürlich „verwerflich“?

Der alte Kampf zwischen bravem Bürger und revolutionärer Jugend? So fing alles an, als das Tattoo den Einzug in die Normalgesellschaft fand, also so ungefähr in den späten 80er Jahren.

Wie kam es zur Tätowierung, zur gesellschaftlichen Ächtung und Rehabilitation?

Tattoo Geschichte

Die Geschichte zeigt das Tattoo in anderem Licht. Könige und bürgerliches Volk, polynesische Seefahrer Völker im Südpazifik (Maori in Neuseeland sind ein gutes Beispiel) und natürlich auch Seeleute – sie alle trugen ihn, den Körperschmuck.

Belege und Berichte aus Ägypten, Grönland, Japan und Neuseeland geben Auskunft darüber, wie alt die Tradition eigentlich ist. Bei den Maori’s und Insel Bewohnern im Pazifik diente die permanente Körperkunst oft zur Abgrenzung der sozialen Klassen, aber auch als religiöses Symbol für das Leben nach dem Tod.

Japaner kennen seit dem späten 18. Jh. den „body suit“, eine Ganzkörper-Tätowierung, die als Protestaktion gegen den Erlass des Verbotes von bestimmten Kimonos, die bei verbotenen Feierlichkeiten getragen wurden, zu verstehen war. Nun tätowierte man sich schlichtweg die bunten Symbole auf die Haut. Aber Japan hat einige Wandlungen in seiner Stellung zum Tattoo durchwandert. Um 300 nach Christus findet man Aufzeichnungen, die darüber berichten, dass Tätowierungen in Japan als Schmuck getragen wurden. Dies änderte sich in den folgenden Jahrhunderten drastisch. Vermutlich übernommen von den Chinesen, die Tattoos als barbarisch betrachteten (außer beispielsweise von den Drung und Dai Minderheiten), wurde das Tätowieren ab ungefähr 600 n.Chr. auch in Japan geächtet und -wie bei den Chinesen schon vorher- als Kennzeichnung für Kriminelle benutzt.

Auch auf dem nordamerikanischen Kontinent stiessen die Entdecker im 17. und 18. Jh. auf einheimische Stämme, die schon seit langer Zeit das Tätowieren kannten und es in sozialem oder religiösem Sinne gebrauchten. Zugehörigkeit zu einem Stamm oder Heldentaten in Schlachten konnten durch Tattoo’s ausgedrückt werden. Oder man wollte furchteinflössend auf Feinde wirken, wie es der Stamm der Huronen zum Beispiel praktizierte. Bei den Inuiten im kalten Norden war die Tätowierung bei Frauen ein Ausdruck von Reife. Frauen der Osage und Cree sahen einen Schutz vor dem Bösen sowie Krankheiten durch Linien und Punkt-Tätowierungen am Kinn gegeben. Mohave-Frauen hingegen wollten ihre Schönheit unterstreichen.

Europäer, die nach Nordamerika kamen, betrachteten diese Tätowierung oft als heidnisch oder sogar teuflisch.
Insgesamt zeigen die Aufzeichnungem der frühen Reisenden und Entdecker in der Welt, dass die Kunst mindestens bis 10.000 oder 15.000 v.Ch. zurückreicht.

Man erinnere sich auch an den Fund des „Ötzi“ im Jahre 1991 in den Alpen. Professor Konrad Spindler von der Universität Innsbruck (Institut für Ur- und Frühgeschichte) beschrieb, dass die Haut des „Mannes im Eis“, der ca. als 5.000 Jahre alt eingestuft wurde, verschiedene Tätowierungen trug. Einige Ausgrabungsfunde, die auf mehr als 10.000 Jahre v. Chr. zurückdatiert werden, sind als frühe Instrumente zum Tätowieren eingestuft worden.

Seeleute und das Tattoo

Bekannt wurde „Tattooing“ vielleicht erst mit Captain Cook, als er bei seinen Pacific-Reisen Mitte des 18. Jh. nicht nur Hawaii und die Polynesier kennenlernte; seine Leute und andere Seemänner fanden Gefallen an dieser fremden Kunst und rasch entwickelten sich eigene Motive abseits von Tribal und Glauben. Zunächst ließen sich die Seefahrer von den Einheimischen tätowieren und schauten sich die Technik ab. Was folgte, war der Versuch, selbst zu tätowieren, was an Bord gegenseitig geübt wurde. Die herumreisenden Seeleute brachten Tätowieren in den Rest der Welt, wo es noch nicht so bekannt war, vor allem Europa. Zunächst waren die Hafenstädte zwangsläufig die Orte, wo sich an Land die ersten Tätowierer, oft ehemalige Seeleute, ansiedelten. Dieser neue Berufsstand sorgte dafür, dass sich mehr Kunst und Fingerfertigkeit entwickeln konnte. Außerdem sammelten die Seeleute nun von Hafen zu Hafen neue Tattoos – später ein Spiegel ihres Lebens und oft ihrer „Geliebten“. Im 19. Jh. waren Tattoos eine eindeutige Domäne der Männer, die zur See fuhren und dies wurde von der Gesellschaft allgemein sehr eng damit verbunden (also auch eine soziale Bewertung).

Mehr als 95% aller Seeleute waren Ende des 19. Jh. tätowiert. In dieser Zeit entstand also das Klischee, was sich bis heute so hartnäckig hält.

In Europa kam Mitte bis Ende des 19. Jh. eine ordentliche Anti-Stimmung gegen den Körperschmuck auf und man drängte das Image des Tätowierens in den Bereich des Verrückten und Kriminellen – kurzum: die Ächtung war eingeleitet, viele zehren in der heutigen Zeit noch von diesen Vorstellungen.

Trotzdem konnte dies nichts daran ändern, dass 1891 die elektrische Tätowiermaschine in New York erfunden wurde und Studios nur so aus dem Boden schossen. New York und andere Hafenstädte waren die Hochburgen.

In den Vereinigten Staaten kam die Tätowierung während des Bürgerkrieges wieder stark ins Kommen – patriotische Symbole dominierten. Später, während der Weltkriege, waren gleiche Neigungen bei den Soldaten zu erkennen – ein Stück Heimat, Glauben und Hoffnung auf der Haut tragen…

Neuzeit

Die Beweggründe sind verschieden, oft ist es ein Spiegel von Lebensstationen, Gruppenzugehörigkeit, Lebenseinstellung. Und all dies soll der Umwelt mitgeteilt werden – man ist sich bewusst, dass man möglicher Ablehnung begegnet, denn die Gesellschaft hat die geschichtlichen Hintergründe vergessen und Klischee-Urteile an die Stelle gesetzt.
In den vergangenen Jahren hat sich die „Art of Tattoo“ wieder stark verbreitet – im Fernsehen, in Werbungen und Kinofilmen werden sie gezeigt. Nicht nur die „Motorradszene“ hat Tattoos, bis zur Wall Street findet man sie (allerdings fast immer an Stellen, die mit Kleidung abgedeckt werden können).

Die Tattoo Motive

Moderne Tätowiermaschinen und die Fähigkeit des Tätowierers erlauben heute im Prinzip alle denkbaren Motive; die Farben wurden im Laufe der Jahre immer besser und vielfältiger. Was in den Anfängen immer nur in schwarz oder blau war, ist längst durch bunte Vielfalt ersetzt. Interessant ist die Auswahl des Motives, dessen also, was man dann ab dato jeden Tag tragen wird.
Ganz oben wird bei der Auswahl des Motives wird immer die Lebenseinstellung stehen – die Identifikation mit dem Tattoo.

Frauen und Tattoo Geschichte

In der Geschichte nicht. Wie schon erwähnt, war es keine Seltenheit, wenn Frauen in Nordamerika, der Südsee, Neuseeland und Hawaii etc. tätowiert waren. Maori Frauen liessen sich die Lippen schwarz färben, Samoa-Frauen kennen das Malu, einen Ritus, der das Erwachsenwerden einer Frau durch Tätowierung am Oberschenkel kennzeichnet.
Die viktorianische Zeit ließ es sicherlich nicht nur bei Frauen verpönt sein, tätowiert zu sein – das war eine allgemeine Stimmung.
Dann aber in den 60er und 70er Jahren kam das Tätowieren wieder in Mode und die 90er brachten einen Boom.

Frauen sind momentan die am schnellsten wachsende Gruppe der Tattoo Träger und jeder zweite Kunde im Tattoo-Studio ist eine Frau.

Tattoo Kunst in den 60er bis 90er Jahren in den USA

In den 60ern begann die neue Ära des Tattoos in den Vereinigten Staaten – der soziale Status sollte sich in den folgenden Jahrzehnten stark wandeln.
Es begann -wieder einmal- bei einer Gruppe, die weit davon entfernt war, allgemein anerkannt zu werden: es war die Zeit der sozialen Proteste, der Weltverbesserer und wie immer man sie nannte.

70er Jahre

Es kamen dann die Hippies und Anfang der 70er setzten die Rolling Stones ein Signal: jeder kennt die Ablehnung, die ihnen und den folgenden Musikern von Seiten der Mainstream-Bürger entgegen flackerte. Aber es ging ja auch um die neue Generation, die eine Möglichkeit des Protestes, des Anders-sein, darin sah.

Es war der Tattoo Künstler Lyle Tuttle (Spitzname Frisco Flyer) aus San Francisco, der die Rolling Stones, Daryl Hall, Peter Fonda und Janis Joplin ‚bearbeitete‘ und international in die Presse kam. California war auch einer der Vorreiter-Staaten in bezug auf eine neue Sichtweise dieser Kunstrichtung: so veröffentlichte 1982 das Büro des Governeurs eine Stellungnahme zur stattfindenen Tattoo-Messe, in der die Tattoo-Kunst als eine Urform der visuellen Künste bezeichnet wurde…

80er Jahre

Mitte bis Ende der 80er Jahre begann dann der Boom, denn Tattoo’s wurden trendy und in den 90er Jahren war der Durchschnittsbürger erreicht. Die Prominenz machte es öffentlich vor – Musiker, Schauspieler, Models, Sportler zeigten offen ihre Hautkunstwerke. Vielleicht waren zu dieser Zeit schon viele Normalbürger tätowiert, aber wer traute sich schon, dies offen zu zeigen?

Sportler

Im Sportbereich waren es einst nur die Boxer, dies hat sich schnell geändert.
Mindestens ein Drittel aller Sportler aus Football, Baseball, Basketball und fast allen anderen Sportarten sind tätowiert. Und sie sind oft Millionen-Verdiener, so wie Schauspieler und Models. Also schien das stereotype Denken, dass man nichts mit Tattoo erreicht, falsch. Entscheidend war sicher auch, dass Tattoos nicht mehr nur laienhaft plump gestochen wurden; auch werden Stellen ausgesucht, die dem Träger die Option offen halten, es zu zeigen oder nicht.

Existieren soziale Klassen?

In den letzten Jahren haben sich viele der nationalen, anerkannten Zeitungen und Magazine mit dem Phänomen auseinandergesetzt. Es wird einheitlich davon gesprochen, dass es keine sozialen Klassen mehr gibt, die vom Wunsch nach Individualität ausgeschlossen sind. Es ist in den Chefetagen der Wall Street und Madison Avenue zu finden, genau wie bei Büroangestellten, Anwälten und Arbeitern — Allerdings gibt es Unterschiede, wo am Körper sich Menschen verschiedener Berufsstände tätowieren lassen, da manche Firmen eine Art Sachzwang ausüben und sichtbare Tattoos u.U. nicht tolerieren .

Frauenanteil

Der Frauenanteil hat sich in den letzten 20 Jahren vor dem Jahrhundertwechsel vervierfacht und heute wird davon ausgegangen, dass jeder zweite Kunde eines Tattoo-Studios weiblich ist.

Statistik

Es wird geschätzt, das jeder 10te Amerikaner (10%) mindestens eine Tätowierung hat. Bei jüngeren Altersgruppen, speziell ab 18 bis 40 Jahren schwanken die Schätzungen und man kann von 25-35% ausgehen.

Legalisierung des Berufsstandes

1997-1998 mussten offizielle Stellen umdenken, denn Tätowieren war bislang oft nicht anerkannt oder sogar verboten. Die Behörden dachten über Legalisierung nach und gerade in Zentren wie New York, wo schon lange illegal vor sich hingearbeitet wurde, machte man die Kunst und den Beruf offiziell. Ebenso Nachbarstaat New Jersey.

Heute wird von nationaler Regierungsseite das Tätowieren einerseits als Kunstform und andererseits auch als Berufsstand anerkannt und es gibt keine nationalen Gesetze, jedoch hat jeder Bundesstaat Restriktionen und Auflagen für Tattoo-Künstler und Studios definiert.

Tattoo Kunst im Big Apple

New York ist die Geburtsstadt des ‚modernen‘ Tätowierens mittels mechanischer Hilfmittel. Samual O’Reilly, der einen Shop (Chatham Square) hatte, entwickelte aus dem ‚Electric Engraving Pen‘, den Thomas Edison erfunden hatte, das erste elektrische Tätowierungsgerät. Diese neue Technik machte es möglich, feinere bzw. präziere Linien und ausgefeiltere Motive zu erstellen und es wurde weniger Zeit benötigt.

Ein Tattoo in New York kostete in der Anfangszeit um die $2 !

In New York entwickelte sich rasch ein eigener Stil, der dann auch als ‚New York Style‘ bekannt wurde: Insgesamt ein klarer Stil mit breiten Linien und kräftigen Farben. Heute zeichnet den Könner freilich eine feine Linienführung und perfekte Abstufungen und Schattierungen aus.

Zurück nach New York City:
Für viele Jahre war Tätowieren in New York illegal. Man bekam man eine Tätowierung nur im Underground. New York City erlaubt erst seit 1997 wieder Tattoo Studios.
Die Legalisierung trug u.a. dazu bei, daß die Hygiene-Vorschriften nun kontrolliert werden können. Jeder Betreiber eines Studios braucht eine Lizenz, von der es mehr als 400 in New York City gibt.
Seit 1997 nun sind die Tattoo Studios in New York nur so aus dem Boden geschossen, East Village ist der Hotpoint – hier war die Kunstszene und Alternativszene seit jeher gut vertreten.

Die Auswahl an Tattoo’s reicht von tausenden fertigen Motiven hin bis zum Individualdesign. Tribal Motive in Schwarz-Grau stehen nach wie vor ganz oben auf der Liste der Wunsch-Motive, daneben Ansichten von Haustieren, Familienmitgliedern, religiöse Motive, Fantasy (& Bad) World und seit einiger Zeit auch ‚angesehene Kunstmotive der grossen Meister vergangener Tage‘, die eben -statt auf Leinwand- auf die Haut gebracht werden.

Einige der Tattoo – Künstler sind ehemalige Grafiker, die den Körper als neues Darstellungsmedium gefunden haben und von Ihrer Ausbildung ein Auge für Design haben und Fähigkeiten im Illustrieren. Die Preise variieren extrem, je nach Künstler und Ruf in der Szene – aber Stundensätze in New York zwischen $100-$200 für ein individuelles Design sind normal.
Die Top-Künstler der Szene haben Wartelisten bis zu zwei Jahren. Spontane Termine sind allerdings grundsätzlich eher die Seltenheit und meistens wird ein Termin vereinbart. Eine Anzahlung ist üblich.

Portfolio

Man sollte sich auf jeden Fall das Portfolio desjenigen zeigen lassen, der einen später ‚bearbeitet‘, damit man feststellt, ob er/sie grundsätzlich auch den Stil hat, den man sich vorstellt (schließlich ist es eine Sache fürs Leben…). Und man bekommt einen Eindruck bezogen auf die Qualität der Arbeit.

Wer nur einmal in die Szene eintauchen will und auch ‚Extremes‘ verträgt, der ist auf der im Mai stattfindenen New York Tattoo Convention richtig. Zu dieser Ausstellung kommen die Stars der Szene und zeigen ihre Fähigkeiten in spontanen Sitzungen – vielleicht eine Alternative, wenn man nicht auf einen Termin im kommenden Jahr warten will…. Die Tätowierungs-Künstler kommen aus der ganzen Welt, auf der letzten Ausstellung auch aus Deutschland.

Grundsätzlich sind Tattoos Vertrauenssache, schliesslich wird die Haut verletzt und Kontakt mit Blut ist normal.

Daher sollte sich jeder, der sich mit dem Wunsch trägt, sich tätowieren zu lassen, trotz der offiziellen Betreiberlizenz des Studios natürlich ausführlich über die Art der Sterilisierung der Instrumente und die Sauberkeit des Studios informieren. Ein gutes Studio wird dies ohnehin von sich aus machen. Wenn man bei diesem Wunsch auf Unverständnis oder lapidare Antworten stößt, sollte man nicht zögern zu gehen.


West Point Militärakademie

Die Erfahrung im Revolutionskrieg war es, die bereits George Washington als Befehlshaber der Armee die Notwendigkeit von qualifiziertem, strategisch denkendem Personal vor Augen führte.

Im Jahre 1779 legte Washington sein Hauptquartier nach Fort West Point am Hudson River im Staat New York. Das Fort wurde zu diesem Zweck noch ausgebaut und mehr gesichert, u.a. durch eine 150 Tonnen schwere Eisenkette, die über den Hudson River gezogen wurde, um den Schiffsverkehr kontrollieren zu können. So wurde West Point auch nie in seiner Geschichte durch England eingenommen, selbst nicht nach dem Verrat von Benedict Arnold.

George Washington und diversen Politikern schwebte vor, eine Ausbildungsstätte zu gründen, in der eigene Leute die strategische Kriegsführung erlernen können, so dass man nicht mehr auf externe Berater zurückgreifen müsse.

Im Jahre 1802 war es soweit: President Thomas Jefferson unterzeichnete das Gesetz zur Einrichtung der United States Military Academy (USMA), deren Absolventen die Repräsentanten einer demokratischen Gesellschaft sein sollten.

2nd Lieutenant Vereidigung

West Point Absolventen unterliegen einem hohen akademischen Ausbildungsstandard und ein Schwerpunkt seit den Anfängen der Akademie unter der Leitung von Superintendent Colonel Sylvanus Thayer, der als „Father of the Military Academy“ gilt, ist die Ausbildung im Ingenieurwesen. Zunächst im Bauwesen, später in anderen technischen Disziplinen.

Erste Bewährungsprobe und Bestätigung der Wichtigkeit einer Militärakademie war der Mexican and Indian War, in dem die Absolventen von West Point Anerkennung sammelten.
Doch die wirkliche Probe kam mit dem Bürgerkrieg, dessen strategische Militärführung auf ein neues Niveau gehoben wurde. Auf beiden Seiten wurden die höchsten Ränge durch West Point‘ er bekleidet. Generäle wie Robert E. Lee, William Tecumseh Sherman und Thomas J. „Stonewall“ Jackson sind einige der Major Player der Zeit. Und auch Präsidenten gingen aus West Point vor: Ulysses S. Grant (Präsident von 1869-1877), Dwight D. Eisenhower (Präsident von 1953-1961).

Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Ausbildungsprogramm erweitert und die Anforderungen höher gelegt.
Neben akademischen Qualitäten mussten die Kadetten verstärkt ihre physische Fitness unter Beweis stellen: „Jeder Kadett ein Athlet“, so die ausgegebene Devise.

Eisenhower, MacArthur, Bradley, Arnold, Clark, Patton, Stilwell waren die bekannten Namen, die im Zweiten Weltkrieg in den Top-Führungspositionen zu finden waren. Nach dem Krieg wurden die Ausbildungsrichtlinien erneut verschärft und die Bedeutung von Wissenschaftlichen und technischen Fächern wuchs.

West Point diente aber auch insgesamt Vorbild für die anderen Ausbildungsstätten der Armee, die erkannt hatte, wie bedeutend qualifizierte Bildung im für Soldaten und Offiziere ist.
Und in den Folgejahren besann man sich darauf, auch verstärkt Minoritäten in der Akademie aufzunehmen – aber auch Frauen, die ihren Platz in der Führung beanspruchten. 1980 war dann schliesslich Andrea Lee Hollen die erste Frau, die West Point abschliesst.

West Point Absolventen besitzen nach Abschluss der Akademie einen Bachelor Degree of Science und treten als Second Lieutenant ihre mindestens 5 jährige Verpflichtung in der Armee an.

Neben den erwähnten Namen gingen Führungskräfte der Wirtschaft, von Bildungsstätten und der Politik aus West Point hervor, nicht zu vergessen die Astronauten der Apollo Ära Edwin E. „Buzz“ Aldrin, Edward White II. und Michael Collins.

Trotz aller Änderungen, die in den Jahren vonstatten gingen, bleibt der Leitsatz der Akademie „Duty, Honor, Country“ ganz oben auf der Liste der Verpflichtungen.
West Point ist der älteste durchgehend benutzte Militärposten der Vereinigten Staaten.

West Point besuchen

Alle Touren starten am Frederic V. Malek West Point Visitors Center — dies befindet sich: Highland Falls kurz vor Thayer Gate, vor dem West Point Museum. Für GPS benutzten Sie: 2107 New South Post Rd, Highland Falls, NY 10928
Website: https://westpointtours.com/tours/

Cajun Küche

Cajun Kitchen
Cajun Kitchen

Der Begriff kommt sehr häufig in Zusammenhang mit der Küche des Südens, sehr stark mit der von New Orleans, vor.

Mitte des 17.Jh. trafen in Canada, genauer gesagt in Acadia, dem heutigen Nova Scotia, viele Immigranten aus dem westlichen Frankreich ein und brachten Ihre Bräuche aber auch Ihre Küche mit.

Als Frankreich in diesem Gebiet den Briten weichen musste, zogen die Menschen in das noch damals französische Gebiet von Louisiana.

Im allgemeinen Sprachgebrauch der Menschen der Region, deren ethnische Herkunft ohnehin vielfältig war, wurden aus den ‚Acadians‘ die ‚Cajuns.

Man sprach weiterhin Französisch, lebte relativ isoliert und zelebrierte die alten Bräuche.

Die Küche vermischte sich mit der kreolischen durch den karibischen Einfluss und wandelte sich leicht, wurde aber zu einer der bekanntesten der USA und einer typischen für die Louisiana Region.

Aus diesen Tagen gehen heute Gerichte wie Jambalaya und Gumbo hervor. Wenn man Cajun in Zusammenhang mit einer Speise liest, dann handelt es sich auf jeden Fall immer um eine würzige Küche!

Klassische Bestandteile dieser Kochrichtung sind: Crawfish, Shrimps, Andouille (Würstchen). Gerichte werden meistens in Verbindung mit Reis serviert. Paprika, Zwiebeln uns Sellerie sind typische Gemüse, die auch als heilige Dreisamkeit von Köchen bezeichnet werden.

Woodstock und der Summer of 69…

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2019: Es wird wieder ein Woodstock Festival geben und zwar das zum 50. Jubiläum: 16-18. August 2019 an der originalen Stelle von Woodstock ’69.

Website: www.bethelwoodscenter.org

Woodstock Geschichte

Vom 15. bis 17. August im Jahre 1969 ging es dann so richtig ab: Woodstock, das Musik-Festival ging in die Geschichte ein und auch heute weiß jedes Kind, dass es sich um Kult pur! handelt.

Der Name Woodstock kommt von dem ursprünglich geplanten Veranstaltungsort: Woodstock, New York. In Woodstock wohnte im übrigen derzeit Bob Dylan.

Noch bevor das Festival startete, wurde es ins 60 mi entfernte Bethel im Sullivan County verlegt. Heute findet sich hier ein kleines steinernes Monument(bei West Shore und Hurd Road), das die ‚Original‘ Stelle des Woodstock Spektakels für die Nachwelt beschreibt.

Auf über 150.000 qm breitete sich bei strömendem Regen, Matsch, wohin der Fuss auch trat, der Woodstock Gedanke ‚Peace, Love & Musik aus. Die ’69er setzten einen Maßstab: 500.000 Besucher – solche Verkehrsstau’s hatte man bis dato kaum gesehen:

20 Meilen kriechender Verkehr, bunt bemalte VW-Busse, kurzerhand Flower-Power auf Rädern. Niemand beschwerte sich über das Wetter, Leute spielten im Matsch, hörten Joe Cocker, Santana, Jimi Hendrix, Janis Joplin, The Who, Jefferson Airplane, Crosby/Stills & Nash sowie viele, viele andere Bands rocken.

Woodstock, das waren mit Blumenkränzen geschmückte Häupter, kreisende Joints und ‚freies Lebens(Liebes)gefühl‘, die Teilnehmer sahen sich als ein Ganzes, etwas Neues: die Woodstock Nation!

1994, nach 25 Jahren, wurde ein Revival probiert: Woodstock II, es regnete zwar wieder, die Stimmung war aber auch wieder bestens, die Bands waren Metallica, Melissa Etheridge, Joe Cocker, Salt-n-Pepa und andere… eine fantastische Mischung, aber das Original bleibt natürlich das ’69er.