Chicago’s Bier (Brauereien)

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Goose Island Brauerei in Chicago: 312 Wheat Ale Beer
Goose Island Brauerei in Chicago: 312 Wheat Ale Beer

Biergenuss erleben im Mittleren Westen: In Chicago und Illinois präsentieren sich viele Kleinbrauereien mit familiärem Flair

Der fruchtbare Boden und das gute Klima machen den US-Bundesstaat Illinois zu einer idealen Region für Landwirtschaft. Angebaut wird beispielsweise Weizen, ein wichtiger Bestandteil bei der Herstellung von Bier. Diesen Vorteil nutzen viele heimische Bierbrauer, um so in meist kleinen Betrieben ihr eigenes und häufig sehr schmackhaftes Bier herzustellen.

Vor allem in der Millionenmetropole Chicago locken zahlreiche Kleinbrauereien, sogenannte „Microbreweries“.

Goose Island Brewery

Zum Beispiel Goose Island. Das 1988 eröffnete Familienunternehmen wird von John Hall geführt, der sich bei einer Reise durch Europa inspirieren ließ und nach seiner Rückkehr eine eigene Brauerei gründete. Diese war so erfolgreich, dass er bereits einige Jahre später eine weitere, größere eröffnete. Neben typisch amerikanischem Bier werden für die Gästen auch deutsche und belgische Biersorten gezapft. Heute ist die Goose Island Beer Co. eine der größten Gasthausbrauereien des gesamten Mittleren Westens.
Goose Island Brewery

Revolution Brewery

Die Revolution Brewery, ebenfalls in Chicago beheimatet, existiert seit 2003. Der Gründer dieses Unternehmens, Josh Deth, ist ein früherer Mitarbeiter der Goose Island Beer Co. Schon während seiner College-Zeit stellte er zuhause eigenes Bier, und so entstand der Wunsch nach einer eigenen Brauerei – den er sich dann zusammen mit seiner Frau und Freunden erfüllte.
Revolution Brewery

Half Acre Beer Company

Ebenfalls von einer Gruppe Gleichgesinnter wurde 2006 die Half Acre Beer Company in Chicago eröffnet. Die gemeinsame Liebe zu guten Bieren sowie der Wunsch, eigene Kreationen herzustellen, bildeten die Grundlage für diese Brauerei.
Half Acre Beer

Piece Beer & Pizza

Daneben hat Chicago weitere Brauhäuser zu bieten, wie Piece. Die im Jahr 2001 eröffnete Brauerei wird von Jonathan Cutler geleitet, der bereits mehrere Jahre Erfahrungen in diesem Bereich hatte, bevor er beschloss, sein eigenes Bier herzustellen. Das Piece erhielt bereits mehrere Auszeichnungen und bietet sowohl amerikanisches, als auch deutsches Bier an.
Piece Chicago Beer & Pizza

Berghoff-Brauhaus

Das Berghoff-Brauhaus, inmitten von Chicagos Loop gelegen, wird von Nachkommen eines deutschen Auswanderers geleitet. Der Dortmunder Herman Joseph Berghoff war 1870 nach Amerika gekommen und begann 1877 in Indiana mit dem Brauen. 1893 verkaufte er Bier auf der Weltausstellung in Chicago und blieb anschließend in der Stadt. Das 1898 eröffnete Berghoff Cafe gehört bis heute mit viel Tradition und vorzüglichen Biersorten zu den festen Institutionen in der Stadt.
The Berghoff Restaurant

Carlyle Brewing

Auch außerhalb von Chicago findet man interessante Kleinbrauereien, wie Carlyle Brewing in der Umgebung von Rockford. Neben selbstgebrautem Bier bietet Besitzer Don Carlyle seinen Gästen Leckereien wie „brats“ (Bratwürste) und „hot pretzels“ (frisch gebackene Bretzeln).
Carlyle Brewing

Mickey Finn’s Brewery

1993 eröffnete in Lake County die erste Brauerei mit dem Namen Mickey Finn’s Brewery. Sie ist auf die Einzigartigkeit ihres natürlichen Biers, das ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe hergestellt wird, bedacht. Neben amerikanischen, deutschen und belgischen Sorten bietet Mickey Finn’s seinen Gästen auch russisches Bier an.
Mickey Finn’s Brewery

Lexington Hotel at Cliffbreakers Resort

Einen besonderen Biergenuss bietet das Lexington Hotel at Cliffbreakers Resort in Rockford in seinem Fauerbach Tap Room. Dort wird den Gästen das von der Familie Fauerbach erfundene gleichnamige Bier serviert, welches in einer 1848 eröffneten Brauerei das erste Mal hergestellt wurde. Nach großem Anfangserfolg folgte damals die Prohibition, die viele Kleinbrauereien nicht überlebten. Auch die Familie Fauerbach musste ihr Geschäft aufgeben, aber sie behielten dennoch die historische Trinkstube sowie die Rezepte in der Hoffnung, Nachkommen würden ihr Werk weiterführen. Und so kam es viele Jahre später auch. Bis heute wird das Bier, gebraut nach den originalen Rezepten, im Hotel serviert.
Cliffbreakers Resort Hotel & Brewery

Springfield Brewing Company

Die 1997 von der Paul Mueller Company eröffnete Springfield Brewing Company zählt zu den besten Kleinbrauereien. Einmal jährlich nimmt sie an „The Great American Beer Festival“ teil und konnte in elf Jahren schon acht Medaillen erzielen. Die Biersorten enthalten auch saisonale und regionale Spezialitäten, wie zum Beispiel das Kölsch.
Springfield Brewing Company

Black Friday & Cyber Monday in den USA

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Black Friday
Black Friday

Zwei der besten Shopping Tage für Schnäppchenjäger sind der ‚Black Friday‘ und der ‚Cyber Monday‘ eines jeden Jahres.

Deutscher Zoll — was ist erlaubt mitzubringen wenn Sie aus den USA zurückkommen?

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Deutscher Zoll - was kann man aus den USA zurück mitbringen?
Deutscher Zoll – was kann man aus den USA zurück mitbringen?

Wenn Sie aus einem Nicht-EU Staat zurück nach Deutschland einreisen, dann müssen Sie am Deutschen Zoll vorbei.

Zu beachten sind generell 2 Dinge:

  • Einschränkungen, Genehmigungspflichtige Waren, Verbote
  • Freimengen, die Sie mitbringen können (nebst Beachtung obiger Einschränkungen) 

Einschränkungen

Im Nachfolgenden einige Auszüge, damit Sie einordnen können, worum es hier geht. Die Details finden Sie dann anschließend unter dem Web-Link des Deutschen Zolls.

  • Arznei- und Betäubungsmittel: generell brauchen Sie eine Bescheinigung Ihres Arztes; die Regeln sind sehr umfangreich zu diesem Thema, sehen Sie daher den nachfolgenden Link zu den offiziellen Infos des Deutschen Zolls!
  • Bargeld und vergleichbare Zahlungsmittel: bleiben Sie unter 10.ooo Euro ansonsten gelten Anzeige- und Meldepflicht
  • Marken- und Produkt Piraterie
  • Kulturgüter
  • Lebensmittel
  • Waffen und Munition
  • Artenschutz-bezogene Güter
  • u.v.m.: bestimmte Hunderassen, Jugendgefährdende und verfassungswidrige Medien, Rohdiamanten, Feuerwerk, bestimmte Textilien, und ggfs. mehr.

Webseite: Deutscher Zoll – Einfuhrbeschränkungen

Freimengen, Zoll und Steuern

Generell müssen Sie die Waren bei sich tragen und sie müssen für den persönlichen Bedarf des Reisenden sein. Dazu gehören auch Mitbringsel / Geschenke.

Insgesamt dürfen Sie Waren im Wert von bis zu 430 Euro zurückbringen (bei Flugreisen, Seereisen) wenn Sie ab 15 Jahre alt sind. Darunter nur 175 Euro.

Tabak: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak (oder diese Waren anteilig kombiniert)

Alkohol: 1 Liter Schnapps (22 oder mehr Vol%) oder 2 Liter Alkohol mit unter 22 Vol% oder diese beiden anteilsmäßig kombiniert. Zusätzlich dürfen Sie 4 Liter schäumende Weine (Anm. d. Red.: interessanter deutscher Amtsbegriff) und 16 Liter Bier !!! bringen.

Obige Beschreibung der Mengen und Arten kann sich natürlich jederzeit ändern, daher bitte studieren Sie folgende Webseite des Deutschen Zolls:

Webseite: Deutscher Zoll: Einfuhrmengen, Einschränkungen, Zoll und Steuern

Weitere hilfreiche Ressourcen, die der Deutsche Zoll bereitstellt

Der Abgabenrechner: wieviel und was dürfen Sie einführen?

Die Smartphone Apps vom Deutscher Zoll zu Reise, Post und Kfz

Informationen aus erster Hand bieten die Apps für Smartphone oder Tablet. Die App „Zoll und Reise“ hilft Ihnen, schnell und einfach herauszufinden, welche Waren bei der Einreise nach Deutschland erlaubt sind. Mit dem erweiterten Einfuhrabgabenrechner können Sie feststellen, welche Reisefreimengen gelten und was Sie voraussichtlich bezahlen müssen, sofern Sie diese überschreiten.

Wann ist Thanksgiving und was bedeutet der Feiertag in den USA?

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Thanksgiving /Erntedankfest in den USA
Thanksgiving /Erntedankfest in den USA

Thanksgiving ist einer der höchsten Feiertage der USA

Thanksgiving ist immer am 4. Donnerstag im November.

Es ist das klassische Erntedankfest. Im Prinzip genau so wie es in vielen Ländern der Erde zelebriert wird.

Der Ursprung des Erntedankfestes reicht weit zurück in die Vergangenheit. Bei den Römern wurde die Göttin des Getreides, es war ‚Ceres‘ mit einem Fest namens “Cerelia‘ geehrt – nebenbei bemerkt wurde im Englischen daraus das Wort ‚cereals‘, das Produkte wie CornFlakes etc. beschreibt, abgeleitet.

Die Griechen ehrten die Göttin des Getreides, die ‚Demeter‘ hieß, mit einem Festakt namens ‚Thesmosphoria‘. So kannten auch die Ägypter das ‚Min‘-Fest, die Juden das ‚Sukkoth‘ und die Chinesen das ‚Chung Ch’ui‘.

Was bedeutet Thanksgiving heute?

Heute ist es vor allem ein Fest des Essens und der Familie, des In-Sich-Kehrens.

Man geht davon aus, dass 30-40 Mio. Amerikaner zu diesen Tagen auf dem Weg zu ihren Familien sind, das heißt, wer auch reisen möchte, sollte besser früh buchen. Es gibt sehr traditionelle Thanksgiving Gerichte, der Truthahn ist dabei das Hauptgericht. Es gibt ungezählte Varianten des Rezeptes. Im Prinzip sieht es so  aus: Truthahn mit Preiselbeeren, Kürbiskuchen, süßen Kartoffeln und Mais in Käserahm.

Die größte Veranstaltung des Landes dürfte die Thanksgiving-Parade vom Macy’s Kaufhaus in New York City sein, ein Event, an dem sogar in dieser Stadt mittags die Geschäfte schließen.
Auch der Präsident hat eine Amtsaufgabe: Jedes Jahr wird von ihm der prächtigste, wie immer das auch festgestellt werden will, Truthahn begnadigt und kommt auf Lebzeiten in den Kinderzoo. Dies hilft freilich den anderen nichts, dennoch ändert sich auch bei diesem Traditionsessen die Einstellung der Esser: Tofu-Varianten sind bereits auf dem Vormarsch.

Thanksgiving und Amerika

In den Vereinigten Staaten begann alles mit der Einwanderungswelle nach Neu England Anfang des 17. Jahrhunderts.

Dieser Feiertag ist einer der wichtigsten des Jahres. Er geht zurück ins Jahr 1621, als die Pilgrims, die Pilgerväter, die einst mit der Besiedlung Neu Englands begannen, die erste und sehr erfolgreiche Ernte feierten. Es war ausreichend Nahrung vorhanden, darunter nicht nur Getreide, sondern auch geräuchertes Fleisch und gepökelter Fisch, so dass man Vorräte für den Winter hatte.

Die Geschichte des Thanksgiving ist stark mit der Geschichte und der Beziehung der Pilgrims zu den ansässigen Indianern verknüpft.
Am 20. Juni 1676 proklamierte der regierende Rat unter Governeur William Bradford, der auch Führer der Pilgrims der Plymouth Kolonie war, in Charleston, Massachusetts, den 29. Juni als den ersten offiziellen Thanksgiving-Feiertag, der von allen anderen Kolonien und den benachbarten Indianer-Stämmen abgehalten werden sollte. Bei diesen Indianern handelte es sich um den Stamm der ‚Wampanoag‘ mit ihrem Anführer ‚Squanto‘; es handelte sich um einen mächtigen, starken und kriegerisch erfahrenen Stamm, der jedoch friedlich gegenüber den neuen Siedlern auftrat und Gastfreundschaft anbot. Einige behaupten, dies war der einzige Grund für die erfolgreiche Besiedlung Neu Englands.

Squanto hatte schon Jahre vor der Ankunft der Pilgrims den englischen Entdecker John Weymouth kennen- und schätzen gelernt, was in der heutigen Geschichte vielleicht als ein Grund für die dann später erfolgreiche Besiedlung des eigentlichen Indianerlandes gesehen werden kann. Denn Squanto betrachtete die Siedler als John Weymouth’s Leute und so fand das erste Thanksgiving Fest dann auch zusammen mit den Indianern statt.

Die Indianer wurden zwar zu den Pilgrims eingeladen, dennoch verdankten diese ihre Ernteerfolge nicht ihrem eigenen mitgebrachten Saatgut, das in der Erde des heutigen Massachusetts und Rhode Islands nur spärlich gedeihte, sondern dem Lernen von den Wampanoag. Ob die Pilgrim’s, die zwar heute als religiöse Flüchtlinge aus England betrachtet werden, allerdings wirklich so sehr aus Menschenliebe handelten, wird oft bezweifelt, denn aus Sicht der Pilgrims waren die nicht-christlichen Indianer doch gottesfern, ungläubig und Instrumente des Bösen. So könnte man die ‚Gastfreundschaft‘ beim Thanksgiving-Fest auch als intelligenten Schachzug betrachten, um Zeit zu gewinnen, bis mehr Schiffe mit mehr Siedlern zur Verstärkung ankamen.

Am Ende stand dann schließlich tatsächlich die immer weitere Zurückdrängung der Indianer. Als Schlüsselzeit steht dafür der ‚King Philip’s War‘, der blutige Krieg, der eine Generation später zwischen den Puritanern/Pilgrims und den Indianern stattfand.
Die Indianer, die nicht getötet oder vertrieben wurden, kamen in die Sklaverei. Dies war der Beginn der Sklaven-Ära, die dann aufgrund der Erfahrung und des finanziellen Vorteiles, der schnell erkannt wurde, auf Afrikas Elfenbeinküste ausgedehnt wurde, wo afrikanische Gefangene gemacht wurden, um sie als Sklaven nach Amerika zu schaffen.

Die andere Sicht der Dinge…

Um die Pilgrims nun nicht in zu schlechtem Licht stehen zu lassen, soll noch die andere Sicht der Dinge gezeigt werden.

Manch einer sagt heute zur Verteidigung der ersten Generation der Pilgrims, dass diese als einzige die wirkliche Form der Völkerverständigung praktizierten und ein harmonisches Zusammenleben verschiedener Kulturen und Völker und Rassen aufgezeigt haben. Nun, das Ende der Geschichte bleibt gleich.

National Day of Mourning

Auf Coles Hill bei Plymouth Rock findet seit 1970 der ‚National Day of Mourning‘, der ‚Nationale Tag des Beklagens‘ statt, an dem sich viele der Nachkommen der Ur-Einwohner Amerikas dort versammeln und ‚ihrer‘ Geschichte gedenken.

Von diesem eher traurigen Abstecher in die nicht so feierliche Facette der Thanksgiving Geschichte zurück zu der Entwicklung des Feiertages:

Von dieser Proklamation an wurde von mehr und mehr Staaten der Feiertag eingeführt, allerdings dauerte es noch bis 1863, als Präsident Abraham Lincoln ihn als nationalen Feiertag bezeichnete. Auch wenn sich die folgenden Präsidenten nicht unbedingt immer auf den gleichen Tag einigten, so wurde meistens und auch heute der 4. Donnerstag des Novembers gewählt.

Laramie, Wyoming

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Laramie, Wyoming, USA
Laramie, Wyoming, USA

Laramie

Genauer gesagt handelt es sich geschichtlich gesehen um Fort Laramie, das vom Trapper William Sublette und Robert Campbell 1834 als Handelsstation eingerichtet und 1849 von der US-Regierung gekauft wurde, um daraus eine Basis zu machen, von der aus Händler und Reisende geschützt werden konnten. Dieser Schutz stand in engem Zusammenhang mit der Urbevölkerung, den Indianern.

Die Sioux unter ihrem Anführer Red Cloud gaben nach einer als Massaker in die Geschichte eingegangenen Schlacht bei Sheridan 1868 auf.

Benannt wurde die Stadt nach einem Trapper namens Jacques LaRamie, der der erste Nicht-Indianer gewesen sein soll, der seinen Fuss hierhersetzte.

Laramie, Wyoming, USA
Laramie, Wyoming, USA
Laramie, Wyoming, USA
Laramie, Wyoming, USA
Laramie, Wyoming, USA
Laramie, Wyoming, USA

Altstadt
Die Altstadt von Laramie ist ruhig und attraktiv gestaltet. Ein wenig spürt man noch den Flair der alten Häuser und wie es wohl früher war. Viele kleine Cafes laden zu preisgünstigem, gutem Essen ein.

Shopping
Viele kleine Geschäfte und etliche davon mit touristischen Souvenirs. Aber man kann sich auch ganz und gar in alter Westernmanier von Stiefeln bis Stetson Hut einkleiden. Es dürfte für jedermann etwas zum Shoppen dabei sein.

Gesamteindruck
Laramie verspricht vom Namen mehr als es halten kann – wie erwähnt, es ist eine nette kleine Stadt, die allerdings den ‚Wow‘-Faktor missen lässt und nicht mit vergleichbaren Städten wie Jerome, Arizona, oder Tombstone, Arizona, mithalten kann. Insgesamt ist Laramie einen Stop wert, um es einmal gesehen zu haben, aber es ist mehr eine Stadt, die man auf der Durchreise besucht. Vergleichen Sie auch Colorado’s Städte: Silverton, Telluride, Ouray, Boulder.

Wie man hinkommt
Erreichbar über die I-80 von Cheyenne aus oder von Süden aus Denver, Colorado in einem bequemen Tagesausflug (I-25 Nord, dann I-80 West oder alternativ I-25 Nord, SR14 West und SR287 Nord bis Laramie)

Wyoming Territorial Prison und Old West Park

Territorial Prison, Laramie, Wyoming, USA
Territorial Prison, Laramie, Wyoming, USA
Territorial Prison, Laramie, Wyoming, USA
Territorial Prison, Laramie, Wyoming, USA
Territorial Prison, Laramie, Wyoming, USA
Territorial Prison, Laramie, Wyoming, USA

Das restaurierte Wyoming Territorial Prison, das 1872 erbaut wurde und in dem auch Butch Cassidy saß (wohl auch nur in diesem Gefängnis, nirgendwo sonst konnte man ihn als Gast in Empfang nehmen).

Ein Museum zeigt im Park die Geschichte der U.S. Marshals auf.
Aber nicht nur Originalstücke der Zeit, sondern auch Filmausschnitte aus alten Hollywood Western, die hier spielten.

Frontier Town ist eine nachgebaute Trapperstadt des 19. Jh., in der auch Shows (selbstverständlich Gun-Shows) stattfinden und ein Diner Theater zu finden ist.

Geöffnet:

Mai – September: 9 a.m. – 4 p.m. täglich

Oktober – April: 10 a.m. – 3 p.m.

Donnerstag-Samstag

Eintritt: ca. $9.oo

Adresse:
975 Snowy Range Road, Laramie, östlich der Kreuzung zur I-80. Falls Sie über die I-80 anreisen, dann ist es Exit 311.

Web: https://wyoparks.wyo.gov/index.php/places-to-go/wyoming-territorial-prison

Christkindlmarket bringt deutsche Tradition nach Chicago

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Kombination von original Nürnberger Flair mit amerikanischer Feierkultur lockt die Welt an den Lake Michigan.

15. November bis 24 Dezember 2019
an der Daley Plaza in Downtown Chicago

Weihnachtsmarkt Chicago

Wenn sich die Daley Plaza in Chicago, Illinois, von Mitte November bis Heiligabend in ein Wintermärchen verwandelt, stehen die Zeichen in der ganzen Stadt auf Weihnachten. Mancher unter den Besuchern mag sich dabei stark an Deutschland erinnert fühlen: Der traditionelle Chicagoer Christkindlmarket bringt deutsche Tradition in die USA.

Seit 1996 gilt er als Publikumsmagnet für Besucher aus allen Ländern.

Christkindl Markt Chicago
Christkindl Markt Chicago

Auch sonst hat die drittgrößte Stadt der USA in der Vorweihnachtszeit viel zu bieten. Chicago ist ein Shopping Paradies und die Architektur ist eine der besten und interessantesten der USA.

Erstmals kam der Christkindlmarkt im Jahr 1996 nach Chicago. Die Idee: Die Atmosphäre des weltweit einzigartigen Nürnberger Weihnachtsevents in die Metropole am Lake Michigan zu bringen. Seither leuchten an jedem Jahr ab Ende November heimelige Lichter zwischen Wolkenkratzern, eine lebensgroße Krippe kündet von der Weihnachtsgeschichte und der Duft verschiedenster Spezialitäten erfüllt die Luft.

Inzwischen ist der Markt nicht mehr aus Chicago wegzudenken. Über 50 aufwändig und authentisch gestaltete Stände laden zum Staunen, Probieren und Genießen ein. Ein Muss sind dabei natürlich Nürnberger Lebkuchen, Glühwein, Bratwürsten und Kartoffelpuffer.

Aber auch Kuckucksuhren, Holzspielzeug und Kleidung zeigen deutsche Tradition und erfreuen das einheimische wie das internationale Publikum – genauso wie die zahlreichen Blaskapellen und Kinderchöre. Gerade in winterlicher Dunkelheit entfaltet der Markt mit 1000 und einem Licht seinen ganzen Zauber und bietet einen reizvollen Kontrast zur Skyline der City.

Ganz besonders gilt das auch für ein weiteres Highlight der Saison: die Magnificent Mile Light Parade Ende November. Die Parade der Lichter bietet mehr als 30 Attraktionen – von gigantischen Figuren über Bands und Kapellen bis hin zu Santa Claus höchstpersönlich.

Mehr als 1,2 Millionen Besucher zählt die Veranstaltung, die bereits seit 1992 Jahren fester Bestandteil der Weihnachtsfeierlichkeiten ist. Die Parade bietet ein unvergessliches Erlebnis, wenn plötzlich alle Lichter angeschaltet werden und die Straßen mit ihren Glanz verzaubern.

Traditionell markiert sie den Beginn der Jagd nach den besten Weihnachtsgeschenken in den Einkaufsstraßen Chicagos.

Website: Christkindlmarkt Chicago

Ausserhalb von Chicago

Auch abseits der Metropole Chicago hat Illinois zur Weihnachtssaison einiges zu bieten. Zum Beispiel den neuen Christkindlmarket in Oak Brook. Inmitten des einladenden Ortskerns findet sich in den rot-weiß-gestreiften Chalets des Markts eine Vielzahl interessanter Angebote – wie etwa handgefertigter Dekorations- und anderer Schmuck, Textilien und Kunsthandwerk. Natürlich dürfen auch Bratwurst, Sauerkraut, Currywurst sowie verschiedene Käsespezialitäten ebenso wenig fehlen wie Süßigkeiten, deutsches Bier und Glühwein.

Über weitere Weihnachtsmärkte wie etwa den „Christmas Walk“ in Geneva, Shopping und Weihnachtsflair auf der Main Street von Galena oder das „Festival of Lights“ in Rockford hinaus machen Paraden und Festivitäten zum Thanksgiving sowie der „Black Friday“ am Tag danach Lust aufs Zuschauen und Dabeisein.

Shoppingparadies für Entdecker und Schnäppchenjäger

Am Black Friday ist Hochsaison für den Geschenkekauf. Zusätzlich zu den Einkaufsmöglichkeiten auf der Magnificent Mile sind auch der State Street Shopping District und die zahlreichen Boutiquen in den Stadtvierteln ein Einkaufsparadies. Eine große Auswahl und attraktive Rabattaktionen findet sich auch nicht weit außerhalb der Stadt. Die Fashion Outlets of Chicago in Rosemont sind ein wahres Mekka für Shoppingfreunde. Wer auf der Jagd nach Weihnachtsgeschenken weitere exklusive Schnäppchen sucht, ist auch in den Chicago Premium Outlets in Aurora mit 120 Geschäften sowie in Gurnee Mills, dem größten Outlet in Illinois, genau richtig. In beiden Einkaufszentren warten viele interessante Vergünstigungen, Promotion-Aktionen und spezielle Weihnachtsangebote – so schön kann Shopping sein.

Chicago’s ethnische Viertel

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Ethnische Viertel in Chicago: Little Italy, Greektown, Deutsches Viertel, Chinatown
Ethnische Viertel in Chicago: Little Italy, Greektown, Deutsches Viertel, Chinatown

Little Italy

Little Italy, Chicago
Little Italy, Chicago
Joe DiMaggio Statue in Little Italy in Chicago
Joe DiMaggio Statue in Little Italy in Chicago
Columbus Plaza (Columbus Statue) in Little Italy, Chicago
Columbus Plaza (Columbus Statue) in Little Italy, Chicago

Little Italy ist mittlerweile etwas zerstreut und es gibt einige Viertel in Chicago mit hoher Konzentration an Einwohnern und Geschäften mit italienischer Abstammung. Dem ‚Loop‘ (Innenstadt Chicago) am nahesten gelegenen District möchten wir anfangen.

Taylor Street Little Italy
Adresse: Begrenzt durch Morgan, Taylor, Ashland und Harrison Streets; die meisten Geschäfte sind auf Taylor Street westlich von South Racine Street, siehe Karte.

Heart of Italy, City South: 1-2 Blocks beginnend bei 2400 S. Oakley Avenue (1 Block östlich of Western St).
S Oakley Ave & W 24th St, Chicago, IL 60608

Folgendes sind die wenigen Sehenswürdigkeiten in Little Italy rund um Taylor Street

National Italian American Sports Hall of Fame
1431 West Taylor Street, Chicago, Illinois 60607

Piazza DiMaggio
Gegenüber gelegen von der Hall of Fame ist die Piazza DiMaggio zu finden. 1998 von der City of Chicago gebaut und als Geschenk an die Little Italy Bewohner gegeben um zu helfen die Gegend zu revitalisieren. Die Skulptur zeigt den „The Yankee Clipper“.

Arrigo Park
Die kleine grüne Oase in Little Italy mit einer Statue von Christopher Columbus.
Ecke W Lexington St und S Loomis St.
801 S. Loomis St, Chicago, IL 60607

The Shrine of Our Lady of Pompeii
1224 W. Lexington St, Chicago, Illinois 60607

Deutsches Viertel

Viel Deutsches und Bayerisches ist am Lincoln Square, Chicago, zu finden
Viel Deutsches und Bayerisches ist am Lincoln Square, Chicago, zu finden

Der Stadtteil Lincoln Square, genauer gesagt handelt es sich darin um den Bereich weniger Hundert Meter entlang der Lincoln Ave, zog einst besonders deutsche Immigranten an. Heutzutage wurde der Straßenabschnitt in eine Fussgängerzone verwandelt und es bestehen immer noch einige deutsche Restaurants und Geschäfte. Mehr zu: Lincoln Square, das deutsche Viertel in Chicago

Chicago Greektown

Greektown, Chicago
Greektown, Chicago
Greektown, Chicago
Greektown, Chicago

Das Viertel hat seinen Kern lediglich über 3 Häuserblöcke entlang der S Halsted Street. Südliche Grenze bildet die W van Buren Street und nördliche Grenze die W Monroe St.

Es als Viertel zu bezeichnen ist übertrieben, denn es ist eigentlich nur eine Aneinanderreihung von Restaurants und dazwischen wenige Läden. Leider hatte unser Team beim Besuch den Eindruck gewonnen, dass die Restaurants leider nicht sehr authentisch sind und man sich mehr in einer Touristenfalle befindet. Bestimmt ist eines der Lokale auch gut und wir haben es nur nicht gefunden, ansonsten ist unsere Empfehlung, dass Chicago Greektown nicht unbedingt einen Besuch wert ist.

Chinatown

Chinatown, Chicago
Chinatown, Chicago

W Cermak Rd und S Wentworth Ave kennzeichnen den Mittelpunkt von Chinatown und hier findet sich auch das Chinatown Gate.
Chinatown liegt südlich von Downtown und kann zu Fuss, per U-Bahn (Red Line, Haltestelle Cermak-Chinatown, per Taxi, oder Water Taxi erreicht werden. Mit dem Water Taxi macht es vermutlich am meisten Spaß und man kann beispielsweise in Downtown an der Haltestelle LaSalle (Brücke) am River einsteigen. Dies kostet 2 Dollar. Wer an der Michigan Ave Bridge einsteigt zahlt $4.

Chinatown ist nicht so groß wie San Francisco’s gleichnamiges Viertel und auch nicht so interessant, aber man bekommt trotzdem den typischen Chinatown Eindruck.

MEHR zu CHICAGO: Chicago Reisetipps und Sehenswürdigkeiten

Lincoln Square, das deutsche Viertel in Chicago

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Lincoln Square in Chicago - das deutsche Viertel
Lincoln Square in Chicago – das deutsche Viertel

Lincoln Square und Ravenswood sind Chicago’s Stadtviertel wo sich zur Zeit der Jahrhundertwende (19/20Jh) viele deutsche Einwanderer ansiedelten. Gebäude reflektieren noch heute deutschen Architekturstil und etliche Geschäfte haben ihre Wurzeln bei deutschen Einwanderern.

Öffentliche Verkehrsmittel hierher: bevorzugt sollte man die Brown Line bis Haltestelle Western nehmen. Es geht auch die Red Line bis Haltestelle Wilson oder Lawrence.

Lincoln Square in Chicago -- da ist das deutsche Viertel
Lincoln Square in Chicago — da ist das deutsche Viertel

Berlin Wall Monument

Ein Stück Berliner Mauer in Chicago: Lincoln Square
Ein Stück Berliner Mauer in Chicago: Lincoln Square

Ein Historical Landmark in Chicago. Es befindet sich innen in der Haltestelle der Brown Line „L“ Station ‚Western‘ – es ist ein originales Stück der Berliner Mauer welches Berlin im Jahre 2008 der Stadt Chicago schenkte.
4648 N. Western Ave., Chicago IL 60625

Abe Lincoln Statue

4801 N. Lincoln Ave., Chicago IL 60625

Merz Apothecary (Drug Store)

Merz Apotheke in Chicago am Lincoln Square
Merz Apotheke in Chicago am Lincoln Square

4716 N. Lincoln Ave, Chicago IL 60625

Chicago Brauhaus

4732 N. Lincoln Ave., Chicago IL 60625

Huettenbar

4721 N. Lincoln Ave., Chicago IL 60625

Gene’s Sausage Shop

Viel Duetsches und Bayerisches ist am Lincoln Square, Chicago, zu finden
Viel Duetsches und Bayerisches ist am Lincoln Square, Chicago, zu finden

Der frühere Meyer Delicatessen wurde 2007/2008 zu Gene’s Sausage Shop. Der Laden ist riesig und hat eine grosse Auswahl an Produkten und Wurstwaren. Im Sommer dürfte die Dachterrasse mit Bier- und Weingarten interessant sein für Besucher.
4750 N. Lincoln Ave, Chicago, IL 60625

DANK-HAUS German Cultural Center

Dank Haus am Lincoln Square in Chicago
Dank Haus am Lincoln Square in Chicago

DANK Haus German American Cultural Center in Chicago bietet ein umfangreiches Kultur- und Weiterbildungsprogramm an.
4740 N. Western Ave., Chicago IL 60625

Lutz Cafe & Pastry Shop

2458 W. Montrose Ave, Chicago IL 60618

European Import Center

Geschenke, Zeitschriften und Produkte vorwiegend aus Deutschland.
4752 N. Lincoln Ave., Chicago IL 60625

Andere ethnische Viertel

Lesen Sie unseren Artikel: Ethnische Viertel in Chicago

MEHR zu CHICAGO: Chicago Reisetipps und Sehenswürdigkeiten

U.S. Marshals – ein Portrait der Einheit und ihrer Geschichte

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U.S. Marshals
U.S. Marshals

Die Namengebung hat ihren Ursprung in Europa und setzt sich aus den Wörtern „Marah“ und „Scalc“ zusammen. Marah bedeutet soviel wie Pferd und Scalc steht für Lakai oder Bediensteter.

U.S. Marshal's Revolvers
U.S. Marshal’s Revolvers

Der Ur Marshal
Der „Ur-Marshal“ war also demnach zunächst einmal ein Pferdeknecht. In späteren Zeiten war es die Bezeichnung für einen mutigen Kavalleristen. Ab dem 12. Jahrhundert wurde er an Amtspersonen (Hofmarschall) verliehen und etwas später tauchte der Marschall als hoher Offiziersrang im militärischen Sprachgebrauch auf. Zusammenfassend kann man sagen, dass spätestens ab dem 13. Jahrhundert der Begriff „Marshall“ für Ritterlichkeit, Ordnung und für Recht und Gesetz stand.

Gründung des US-Marshal Services
Der US-Marshals Service wurde 1789 gegründet und ist die älteste US-amerikanische Bundespolizeibehörde. Als George Washington seine erste Administration aufstellte und der Kongreß damit begann, die ersten Gesetze zu verabschieden, stellen die Männer der ersten Stunde ziemlich schnell fest, dass es keine Behörde gibt, die die Interessen der Bundesregierung auf lokaler Ebene vertritt. Also beschloss man, da man die Notwendigkeit einer regionalen Behörde für zwingend erforderlich hielt, eine Einrichtung genannt „United States Marshals Service (USMS)“ ins Leben zu rufen.

Aufträge früher
Die Behörde wurde mit umfangreichen Befugnissen zur Bewältigung ihrer Aufgaben ausgestattet. Zu ihren Aufgaben gehörte die Durchsetzung und Überwachung aller gesetzlichen Beschlüsse, die von Richtern, vom amerikanischen Kongreß oder vom amerikanischen Präsidenten erlassen wurden.

Dazu gehörte auch das Eintreiben von Steuern, die Organisation von Volkszählungen, die Bewachung von Bundesgerichten und deren Richtern, die Fahndung nach Häftlingen, nach entflohenen Sklaven und nach Deserteuren, sowie deren Verhaftung und Transport zu den jeweiligen Sheriffs Offices und sogenannte Spezialaufträge. Ferner verteilten sie Proklamationen und trugen eine Vielzahl von statistischen Erhebungen zusammen, die für die Bundesregierung von Interesse waren. In Kriegszeiten gehörte es zu ihren Aufgaben, die Grenzen zu überwachen, Spione dingfest zu machen und dann, wenn es an der Zeit war, diese gegen die eigenen auszutauschen.

Dies waren die Aufgaben im Wesentlichen, die die Marshals mit Hilfe ihrer Deputies erledigen mussten. Doch im Laufe der Zeit änderte sich vieles, so auch die Aufgaben des Marshals Service. Zwar änderten sich die zugrundeliegenden Verantwortungsbereiche nicht, sondern nur das Gesamtspektrum der Aufgaben. Waren es ursprünglich 13 Gerichtsbezirke, für die der Marshals Service zuständig war, so sind es heute 94, die sich quer über das Land verteilen. Und aus einigen wenigen Bundes- und Bezirks- Richtern wurden zehntausende, dazu die Geschworenen, die Zeugen und die Angeklagten, die ‚Betreuung‘ benötigen. Schon allein diese Explosion der Gerichtsstandorte mit dem dazugehörenden Personal machte eine drastische Reduzierung der Aufgaben notwendig.

Personal (2019)

  • 94 U.S. Marshals, einer für jeden Bundesgerichtdistrikt (Federal Court District)
  • 3547 Deputy U.S. Marshals und Ermittler
  • 1451 administrative Mitarbeiter und Detention Enforcement Officers
  • 5092 Mitarbeiter gesamt
  • 94 Gerichtsdistrikte, 218 Dienststellen, 4 im Ausland befindliche Außenstellen (Field Offices)

US-Marshals im Wandel der Zeit

Schnell skizziert ist der US – Marshals Service (USMS) heutzutage eine Gerichtspolizei für die US-Bundesgerichte. Und erfolgreich: 55 Prozent der bundesweit gesuchten Flüchtigen werden von den US-Marshals inhaftiert. Zu den Aufgaben des USMS gehört das Ergreifen von Straftätern, die gegen Bundesgesetze verstoßen haben. Der Marshals Service ist mit den selben Befugnissen ausgestattet wie das FBI. Die Marshals und ihre Deputies können in allen Staaten und Counties operieren und Verdächtige festnehmen. Ansonsten betreuen sie neben der Wahrnehmung der polizeilichen Aufgaben noch der Transport von Bundesgefangenen.

Im einzelnen:
Zu den Hauptaufgaben der US-Marshals gehört heute: Die Verfolgung von Schwerkriminellen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Drug Enforcement Administration (DEA).

15 Most Wanted

Die „Kunden“ des Marshals Service finden sich alle auf einer Liste, u.a. auf der sogenannten „15 Most Wanted“, der Liste der 15 bundesweit am meisten gesuchten Verbrecher. Diese Liste enthält insgesamt 143 Einzelpersonen, von denen bereits 128 Schwerverbrecher von den Männern des Marshals Service aus dem Verkehr gezogen werden konnten.
Um die Effizienz noch weiter zu erhöhen, wurden sogenannte ‚Task Forces‘, Spezialeinheiten also, aufgestellt. Diese Eingreiftrupps operieren immer auf lokaler-regionaler Ebene und sind über das ganze Land verteilt. Es versteht sich von selbst, dass diese Task Forces, 150 sind es, Hand in Hand zusammenarbeiten. Statistisch zieht jede dieser Task Forces jährlich 1.300 Kriminelle aus dem Verkehr.

Aber nicht nur auf nationaler Ebene können die Marshals eingesetzt werden, auch international können die US- Marshals operieren, sofern dies im Interesse des Staates liegt. So unterhalten sie Verbindungsbüros bei Interpol in Lyon und in Washington D.C.

Eine weitere Aufgabe des Marshals Service ist es, Bundesrichter, Gerichtsbedienstete, Geschworene und Zeugen zu beschützen. Dazu zählen aber auch die Gerichtsgebäude selbst, die je nach Gefährdung permanent oder nur temporär bewacht und geschützt werden. Zu den Schutzbefohlenen des Marshals Service gehören auch all jene, die sich vor Gericht zu verantworten haben. Die Statistik spricht hier von ca. 27.000 Gefangenen pro Jahr.

So sind die Marshals und die Deputies für die Häftlinge verantwortlich, sobald diese sich auf dem Transport zu den Gerichten befinden. Der Marshals Service steht gerade dafür, dass die Angeklagten termingerecht zu den Gerichtsverhandlungen anwesend sind. Der Schutz dieser Personen endet erst, wenn sie freigesprochen oder verurteilt worden sind.

Transport von Gefangenen
Im Jahr 1984 wurde das Justice Prisoner and Alien Transportation System (JPATS) gegründet, um Gefangene von A nach B zu verlegen und um illegale Immigranten wieder in ihre Heimatländer abzuschieben. Für diesem Zweck wurden drei Boeing 727, eine DC-9, und einige kleinere Jets sowie Turboprop Flugzeuge erworben. Dies wurde notwendig, um die Sicherheit ziviler Fluggäste nicht zu gefährden, aber auch aus ökonomischen Gründen. Der Service soll, so sagt man, für die „Passagiere“ der JPATS nicht so besonders freundlich und komfortabel sein; auch müssen die Gefangenen während des gesamten Fluges Arm- und Beinfesseln tragen – letztere sind fest mit dem Boden verankert. An die 200.000 „Passagiere“ werden zur Zeit jährlich an Bord der „Marshal-Airline“ begrüßt.

Zeugenschutsprogramm
Für das Witness Security Program (WITSEC) sind ebenfalls die Marshals zuständig. Dieses Programm kommt zum Tragen, wenn sich Schwerkriminelle aus dem organisierten Verbrechen, Drogenbarone oder Terroristen bereit erklären, sich als Kronzeuge zur Verfügung zu stellen, und aussagewillig sind. Hier ist der Marshals Service nicht nur für die Sicherheit der Zeugen verantwortlich, sondern muss darüber hinaus auch noch für eine neue Identität, der „Pentiti“, mit allem was dazu gehört, sorgen. Mit Inkrafttreten dieses „Zeugenschutzprogrammes“ stieg die Verurteilung der Hintermänner, der Bosse und Paten um 89 Prozent an. Seit 1984 dürfen die sichergestellten Vermögenswerte, Immobilien, Schwarzgeld , Schmuck, Kunstgegenstände, Autos, Jachten, Flugzeuge etc. – kurz alles was mit Geldern aus Verbrechen erworben worden ist – von der Behörde konfisziert und veräußert werden. Das meiste Geld stammt übrigens aus den Taschen der Drogenbarone. Die erzielten Einnahmen fließen dann wiederum in die Verbrechensbekämpfung. Seit 1984 machte dies ca. 8.9 Milliarden US-Dollar aus.

SOG
Eine weitere Unterabteilung des Marshals Service ist die Special Operations Group (SOG). Die SOG ist vergleichbar mit der GSG 9 in Deutschland. Sie besteht aus freiwilligen, speziell geschulten und trainierten Männern und dient als taktische Einheit. Die physischen und psychischen Anforderungen dieser Männer sind enorm. Die SOG muss 24 Stunden am Tag einsatzbereit sein und an jedem Ort der Vereinigten Staaten einsatzfähig sein.

Louis ‚Satchmo‘ Armstrong – seine Geschichte

Louis Armstrong, 1953 (Library of Congress Archives, World-Telegram staff photographer [Public domain])
Louis Armstrong, 1953 (Library of Congress Archives, World-Telegram staff photographer [Public domain])

Louis ‚Satchmo‘ Armstrong – ein Stück Jazz Geschichte

Kindheit
Wann der legendäre Entertainer und Jazzmusiker geboren wurde, darüber streiten sich die Historiker. Fest steht, dass er in New Orleans, als Sohn von Mayanne (Mary Ann) und Willie Armstrong, das Licht der Welt erblickte.

Armstrong selbst gab immer den amerikanischen Unabhängigkeitstag, also den 4. Juli, und zwar im Jahre 1900 als den Tag seiner Geburt an. Dieses Datum ließ er auch 1918 im Geburtsregister eintragen. Mehrere seiner ersten Weggefährten waren sogar der Meinung Armstrong sei schon 1898 geboren, wie auch immer, die neueste Forschung ist zu dem Ergebnis gekommen, das Louis Armstrong am 4. August 1901 geboren wurde. Irgend jemand wollte auch in Erfahrung gebracht haben, das sein zweiter Vorname Daniel war. Armstrong bestritt dies allerdings immer.

Vater und Mutter Armstrong trennten sich kurz nach seiner Geburt und der kleine Louis wuchs zunächst bei seiner Grossmutter (väterlicherseits) Josephine auf. Nach der Geburt seiner Schwester, Louis war so ungefähr fünf Jahre alt, zog Louis mit Schwester zur Mutter, die in einer nicht gerade renmmierten Wohngegend lebte. Die Kindheit verlief ohne viel Liebe und die Familie lebte in Armut. Louis litt vermutlich unter dem Liebesentzug, der ihn psychisch belastete. Trotz dieser schweren Kindheit sprach Armstrong in späteren Jahren nicht mit Bitterkeit über diese Zeit. Viel über das Leben lernte er von den Prostituierten, den Zuhältern, den Spielern und Lebenskünstlern in der Nachbarschaft – Dinge die in keiner Schule gelehrt werden. Um Geld zu verdienen, sang Armstrong an einer Straßenecke für ein paar Cent oder er verkaufte Zeitungen; auch als Botenjunge war er gefragt. Alles in allem lernte Armstrong zu leben und überleben in dieser Umgebung und man versteht, warum es ihm später nur noch ums Geldverdienen ging.

Neuer Musikstil
In jener Zeit entwickelte sich in Kneipen und Honky Tonks von New Orleans ein neuer Musikstil. Überall, wo der dieser Sound den Ton angab, waren die Etablissements überfüllt. Es waren meiste kleine Bands mit maximal vier Musikern, aber Armstrong sah und hörte auch schon Dixieland Bands, in denen bis zu sieben Musiker den klassischen New Orleans Style prägten. So bekam Louis Armstrong schon in frühen Jahren Zugang zur Musik und er war hingerissen von ihr. Er beschloß auch einmal als Musiker Karriere zu machen.

Beginn der ‚Laufbahn‘
Aber er war einfach zu arm um sich ein Instrument zu kaufen.
Am Sylvesterabend 1912 wurde Armstrong, wegen einer verbotenen Sylvesterknallerei, verhaftet und in eine Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche eingewiesen. Das war sein Glück, denn hier fand er endlich den ersehnten Zugang zu seiner Musik. Als erstes verschlang er in der Anstaltsbücherei Literatur über Jazz. Der Anstaltsleiter förderte sein Interesse an der Musik und steckte ihn in die anstaltseigene Band, wo ihm vom Bandleader Peter Davis die ersten Töne und eine gewisse Technik auf einem Blechinstrument beigebracht wurden. Nach seiner Entlassung im Juni 1914 arbeitete er tagsüber mit verschiedenen lokalen Bands in den Honky Tonks von New Orleans. In diesen Bands spielte er auf einem geliehenen Horn. Von seinem ersten selbst verdienten Geld kaufte er sich ein arg zerbeultes Blechblasinstrument und brachte sich mit diesem die Technik durch ‚learning by doing‘ bei – nebenbei unterstütze er seine Mutter und Schwester.

Mentoren
Einer seiner ersten Mentoren war der Kornettist und Trompeter Joseph (Joe) „King“ Oliver, der zu den besten der Szene gehörte. Leider waren der beiden Männer Auffassungen von der Musik doch sehr unterschiedlich. Oliver war zu jener Zeit der Co-Leader einer Band, die von Edward „Kid“ Ory zusammengestellt wurde und die zur besten Jazzband in New Orleans gewählt worden war. Viele Jazzmusiker zog es um diese Zeit aber nach Chicago oder an die Westküste, weil die Clubs unter anderem auch besser zahlten. Auch Oliver ging 1918 nach Chicago. Er verständigte sich mit Armstrong dahingehend, dass Satchmo die Ory-Combo während seiner Abwesenheit übernehmen sollte. Armstrong sah hierin seine Chance. Er nutze die Gunst der Stunde und schnell war er der „kommende Mann“ des Jazz. Er etablierte sich bei Auftritten auf den berühmten Riverboats und spielte immer öfter nun auch in den besseren Kneipen New Orleans, mit immer besseren Musikern. 1918 heiratete er Daisy Parker, eine ehemalige Prostituierte.

Chicago
1922 holte ihn Joseph „King“ Oliver zu sich nach Chicago und Armstrong spielte als ‚zweiter‘ Kornettist in der legendären „Creole Jazz Band“. Er bekam jedoch die Gelegenheit, Stücke in seinem Stil zu interpretieren. Besonders mit dem Stück „Froggie Moore“ erntete er grosse Anerkennung bei Publikum und Band.

Ehe Nummer Zwei
In Chicago lernte Armstrong, Lillian Hardin, die in der Oliver Band Klavier spielte, kennen und wenig später lieben. 1923 erfolgte die Scheidung von seiner ersten Frau und im Jahr darauf heiratete er Lillian, die der schwarzen Mittelschicht entstammte und eine Ausbildung in der Klassischen Musik absolviert hatte. Sie war es, die Armstrongs außerordentliches Talent erkannte und von nun an förderte. Als erstes mußte sich Armstrong erst einmal aus dem Schatten von Oliver lösen, wie sie meinte.

New York
Sie ging mit Louis noch im September 1924 nach New York City, um sein Talent nicht zu vergeuden. Die Fletcher Henderson Band war es, in der Armstrong ab 1924 sein großes Können unter Beweis stellte. Er brillierte mit seiner Technik, seinem intensiven Swing und dem phantasiereichen Aufbau seiner melodischen Stilrichtung. Schnell wurde Armstrong zum viel bewunderten und umworbenen Musiker seiner Zeit in der Welt.